Stadiensicherheit als zentrales Thema - UEFA-Präsident

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin fordert totales Engagement, um ein sicheres Umfeld zu gewährleisten, in dem die Menschen ihre Freude am Fußball teilen können.

Aleksander Čeferin beim UEFA-Strategietreffen zur Stadionsicherheit in Nyon.
Aleksander Čeferin beim UEFA-Strategietreffen zur Stadionsicherheit in Nyon. ©UEFA

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin setzt sich dafür ein, dass die Bemühungen im europäischen Fußball verstärkt werden, um in Stadien ein sicheres und einladendes Umfeld zu gewährleisten. Er sprach am Dienstag in Nyon im Rahmen des ersten UEFA-Treffens zur Stadionsicherheit vor Vertretern der europäischen Nationalverbände, öffentlicher Behörden, der EU-Expertengruppe für die Sicherheit bei Fußballspielen und des Europarats.

„Wir müssen sicherstellen, dass Stadien als sicheres Umfeld gelten, in dem die Menschen ihre Freude am Fußball teilen können“, so der UEFA-Präsident. „Das muss unsere Priorität sein. Aufgrund von Konflikten in Europa und der Welt ist unser Kontinent verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt. Wir müssen enger zusammenarbeiten, damit sämtliche Vorkehrungen getroffen werden können, um diesen Bedrohungen entgegenzutreten, damit sich die Leute in Stadien so sicher fühlen können wie zu Hause.“

In nächster Zeit werden verschiedene UEFA-Strategietreffen stattfinden, an denen jeweils Gruppen von Nationalverbänden teilnehmen werden. Bei diesen Treffen soll unter anderem zurückgeblickt werden, aktuelle Vorfälle werden besprochen und Trends identifiziert, wozu auch der Terrorismus gehört. Zudem werden Risiken und Verantwortlichkeiten in diesem zentralen Bereich des Fußballs beleuchtet.

Neben der UEFA-Strategie zur Stadionsicherheit, die dieses Jahr ausgearbeitet wurde und die Zeitspanne bis 2021 umfasst, werden bei den Treffen auch die nationalen Herausforderungen und Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

Die UEFA arbeitet Hand in Hand mit ihren 55 Mitgliedsverbänden, um ihnen dabei zu helfen, wirkungsvolle Sicherheitsstrategien und -aktivitäten zu erarbeiten. Zudem kooperiert sie intensiv mit der EU und dem Europarat.

Im Rahmen ihrer Vision, in diesem Bereich eine führende Rolle einzunehmen, hat die UEFA für die Umsetzung ihrer Sicherheitsstrategie in den nächsten Jahren bedeutende finanzielle Mittel bereitgestellt. Im Zentrum der Strategie steht die Umsetzung integrierter und ausgewogener Sicherheitsmaßnahmen und -dienste für die große Mehrheit der Fans und der gleichzeitige Ausschluss der Minderheit von Unruhestiftern.

„Vor meiner Wahl 2016 erklärte ich die Sicherheit zu einer meiner obersten Prioritäten“, so Aleksander Čeferin. „Heute sind wir hier, um dafür zu sorgen, dass unsere Stadien sicherer denn je werden. Bitte denken Sie stets daran, dass unsere Stadien für Klub- und Nationalmannschaftsfußball familienfreundlich sein müssen. Eltern dürfen keine Angst haben, gemeinsam mit ihren Kindern ein Spiel zu besuchen.“ 

Der UEFA-Präsident betonte, dass man sich in Sachen Sicherheit bei Fußballspielen nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen dürfe.
„Dank der guten Arbeit meiner Vorgänger und Ihrer guten Arbeit ist die UEFA eine der weltweit führenden Sportorganisationen, was Sicherheitsmaßnahmen anbelangt. Wir dürfen uns jetzt aber nicht zurücklehnen und nichts mehr weiter unternehmen.“

Die UEFA betonte die Notwendigkeit eines europäischen Ansatzes in Sicherheitsfragen, der auch Regierungen, lokale Behörden, die Polizei, Sicherheitskräfte, Fußballorganisationen, Fans und lokale Gemeinden umfassen sollte.

„Wir müssen stärker mit öffentlichen Behörden zusammenarbeiten und in jeder einzelnen Situation effizient und schnell Informationen austauschen“, so Čeferin.

Er bedankte sich bei der UEFA-Kommission für Stadien und Sicherheit und deren Vorsitzendem Michael van Praag für ihre Initiativen zur Stärkung der im Bereich der Stadionsicherheit geleisteten Arbeit.

 

 

 

 

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