Schiedsrichter schützen das Image des Fußballs

Die europäischen Schiedsrichter werden dazu aufgefordert, das Image des Fußballs auf dem Spielfeld zu schützen, schlechtes Benehmen zu bestrafen und die Spieler vor Aktionen zu bewahren, die ihre Sicherheit gefährden könnten.

Die Spieler von Liverpool geben den Schiedsrichtern die Hand.
Die Spieler von Liverpool geben den Schiedsrichtern die Hand. ©Getty Images

Zu Beginn der zweiten Hälfte der europäischen Klubwettbewerbssaison werden die europäischen Schiedsrichter dazu aufgefordert, ihren Beitrag zum Schutz des Images des Fußballs zu leisten.

Sie sind Botschafter unseres Sports und nicht nur für die Einhaltung der Spielregeln auf dem Spielfeld verantwortlich, sondern auch für den Schutz der Spieler und die Gewährleistung ihrer Sicherheit; sie werden angewiesen, jene zu bestrafen, die gegen Regeln verstoßen oder deren Verhalten die Wahrnehmung des Fußballs trüben könnte.

Die Spiele der UEFA werden auf der ganzen Welt mitverfolgt und der europäische Dachverband ist fest entschlossen, ein positives Bild zu vermitteln, insbesondere an jüngere Fans, welche die Stars ganz genau beobachten.

Folglich werden die Schiedsrichter dazu angehalten, alle Spieler angemessen zu bestrafen, die schwere Fouls begehen oder rücksichtslos spielen und so einen Gegner verletzen und eine Karriere gefährden könnten.

„Wir brauchen einsatzfähige Spieler, weshalb sie auf dem Spielfeld geschützt werden müssen“, sagt der oberste Schiedsrichterverantwortliche, Pierluigi Collina. „Wir möchten verhindern, dass die Zukunft von Spielern aufgrund einer schweren Verletzung infolge eines absichtlichen oder unabsichtlichen Foulspiels in Gefahr gebracht wird. Bei einem Tackling nimmt man immer das Risiko in Kauf, einen anderen Spieler zu verletzen. Die Spieler müssen ihre Gegner respektieren und ihnen denselben Respekt entgegenbringen, den sie selber von anderen erhalten möchten.“

Die Schiedsrichter werden auch Spieler bestrafen, die einem Gegner eine klare Torchance vereiteln. Sie werden zudem aufgefordert, Rudelbildung zur Druckausübung oder jegliche andere Provokationen dem Schiedsrichter gegenüber zu unterbinden. „Rudelbildung um einen Schiedsrichter ist nicht akzeptabel – solche Botschaften möchten wir im Fußball nicht vermitteln“, so Collina.

Er glaubt, dass die Chancen, den Fans ein unterhaltsames Spiel bieten zu können, höher sind, je mehr Respekt sich Spieler und Schiedsrichter entgegenbringen. „Ist dies der Fall, macht meiner Meinung nach jeder seinen Job auf dem Spielfeld besser“, erklärt er. „So zeigt man auch den Zuschauern gegenüber Respekt – Fußball ist eine Show, ein Spektakel, das die Fans genießen möchten.“

Collina ist zuversichtlich, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen. Jüngst wurden die Spieler und Trainer für ihr allgemeines Verhalten im Rahmen der UEFA EURO 2016 gelobt. Ein Schlüsselfaktor dabei waren die Besuche von Mitgliedern der UEFA-Schiedsrichterkommission bei den 24 Teams im Vorfeld des Turniers, um diese zu informieren, wie die Spielregeln ausgelegt würden und was die UEFA und die Schiedsrichter in Sachen Verhalten von ihnen erwarteten.

Diese Treffen halfen den Spielern, Schiedsrichtern und Trainern, „dieselbe Sprache zu sprechen“ und trugen so zum Erfolg bei.
Die Spieler und Trainer werden dazu aufgefordert, dieses positive Verhalten auch während der spannenden K.-o.-Phase der Klubwettbewerbe an den Tag zu legen.

„Fußball ist ein wunderbarer Sport und wir möchten, dass dies so bleibt“, so Collina.
 

 

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