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Schiedsrichterwesen

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Schiedsrichterwesen

Das Schiedsrichterwesen auf höchstem Niveau muss sich ständig weiterentwickeln, um den Ansprüchen des modernen Fußballs gerecht werden zu können.

Durch den heutigen Hochgeschwindigkeits-Fußball, kombiniert mit immensem Medieninteresse müssen Schiedsrichter besser denn je vorbereitet an ihre Aufgaben herangehen. Auch müssen sie inzwischen in athletischen und taktischen Bereichen ebenso an ihr Limit gehen wie in mentalen. Zu ihren Aufgaben gehört es, auf dem Platz enormem Druck standzuhalten und selbstbewusst innerhalb von Sekundenbruchteilen spielentscheidende Entscheidungen zu treffen.

Aufgabe der UEFA ist es, ihre Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen auf diese enormen Ansprüche vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit den 55 Mitgliedsverbänden kümmert sich die UEFA um Eliteschiedsrichter ebenso wie um junge Unparteiische und sorgt dafür, dass Nachwuchsschiedsrichter gut auf ihre anstehenden Aufgaben vorbereitet werden.

Die Schiedsrichterkommission der UEFA, die von der UEFA-Schiedsrichter-Arbeitsgruppe im Hauptquartier im schweizerischen Nyon unterstützt wird, kümmert sich um alle Dinge, die mit dem Schiedsrichterwesen in Verbindung stehen. Die Kommissionsmitglieder sind selbst erfahrene Ex-Schiedsrichter, die ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz gerne an die junge Generation weiterreichen. Der ehemalige italienische Schiedsrichter Pierluigi Collina, der selbst EURO- und WM-Endspiele geleitet hat, fungiert als oberster Schiedsrichter-Verantwortlicher der UEFA.

Jedes Jahr hält die UEFA zwei große Treffen für ihre Schiedsrichter ab – den UEFA-Winterkurs Ende Januar für Neulinge auf der internationalen FIFA-Liste und für Elite-Schiedsrichter sowie im August zum Saisonauftakt. Die Kurse beinhalten unter anderem Fitnesstests und die Analyse von kniffligen Spielsituationen, die den Schiedsrichtern bei der künftigen Entscheidungsfindung behilflich sein soll. 2013 wurden auch erstmals Schiedsrichterinnen von der UEFA zum Schiedsrichterkurs eingeladen. Außerdem hält die UEFA auch Kurse und Workshops für Assistenzschiedsrichter und Futsal-Schiedsrichter ab.

Ein gutes Fitnesstraining und eine speziell abgestimmte Vorbereitung sind heute wichtiger denn je. Um den Kursteilnehmern dabei zu helfen, steht ein Expertenteam um den Belgier Werner Helsen bereit, das die Schiedsrichter auch in Ernährungsfragen berät und die Trainingseinheiten bei UEFA-Kursen überwacht

Schiedsrichter-Beobachter, alles selbst erfahrene ehemalige Schiedsrichter, reisen quer durch ganz Europa, um die Schiedsrichter zu bewerten. Sie besuchen UEFA-Spiele auf allen Ebenen, um die Leistungen der Schiedsrichter unter die Lupe zu nehmen und mit ihnen nach den Spielen Schlüsselszenen der Partie zu besprechen.

Die UEFA-Konvention zur Schiedsrichter-Ausbildung und -Organisation, der mittlerweile 53 Verbände als Vollmitglied und einer als Teilmitglied beigetreten sind, hat das Ziel, die Schiedsrichter-Ausbildung zu verbessern, die Rolle des Schiedsrichters zu stärken sowie die Schiedsrichter-Strukturen und -Entwicklung in Europa zu verbessern.

Die Initiative der UEFA, junge Talente zu fördern, hat schon bemerkenswerte Früchte getragen. Viele der heutigen Topschiedsrichter entstammen dem Talent- und Mentorenprogramm der UEFA, in dessen Rahmen jeweils eine Gruppe junger Schiedsrichter von erfahrenen Mentoren betreut wird, die selbst alle auf eine reichhaltige Schiedsrichtererfahrung zurückblicken können.

Seit Sommer 2010 gibt es für junge europäische Schiedsrichter eine weitere exzellente Unterstützung durch das UEFA-Zentrum für Spitzenschiedsrichter (CORE). Das zentrale Ziel ist es, die technischen Fähigkeiten und die Fitness der vielversprechenden jungen Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten zu fördern, die das Potenzial haben, in Zukunft internationale Spiele zu leiten. Inzwischen gibt es diese Kurse auch für Nachwuchsschiedsrichterinnen.

http://de.uefa.com/insideuefa/protecting-the-game/refereeing/index.html#schiedsrichterwesen