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Zusätzliche Schiedsrichterassistenten

Zusätzliche Schiedsrichterassistenten
Die UEFA trainiert die zusätzlichen Schiedsrichterassistenten für ihre wichtige Rolle ©UEFA

Zusätzliche Schiedsrichterassistenten

Eine sehr erfolgreiche Innovation und inzwischen fest verankerter Bestandteil des Reglements sind die zusätzlichen Schiedsrichterassistenten (AAR), die dem Schiedsrichter bei der Entscheidungsfindung in kritischen Situationen hilfreich zur Seite stehen.

Die beiden zusätzlichen Assistenten sind jeweils an einer der Torlinien platziert und wachen neben dem Schiedsrichter, den beiden Assistenten und dem vierten Offiziellen über das Geschehen auf dem Feld, besonders bei Entscheidungen im Strafraum - dabei geht es um mögliche Regelverstöße genauso wie um Entscheidungen über erzielte Tore.

Zusätzliche Assistenten wurden erstmals bei der UEFA-U19-EM in Slowenien im Jahr 2008 eingesetzt. Fortgeführt wurde der Test mit Einsätzen der zusätzlichen Assistenten in der UEFA Europa League 2009/10.

Nach einer Entscheidung des International Football Association Board (IFAB) im Juli 2010 wurde das System auch bei weiteren wichtigen UEFA-Wettbewerben getestet - in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League 2010/11 und 2011/12. Außerdem kam es beim UEFA-Superpokal 2011 und bei der UEFA EURO 2012 zum Einsatz.

Am 5. Juli 2012 wurde der Nutzen der zwei zusätzlichen Assistenten vom IFAB offiziell anerkannt, der über die vergangenen Jahre in Tests in verschiedenen Wettbewerben bewiesen wurde. Entsprechend wird das System nun fester Bestandteil in den UEFA-Vereinswettbewerben sein.

Die positiven Auswirkungen des Systems sind laut Pierluigi Collina, dem obersten Schiedsrichterverantwortlichen der UEFA, eindeutig zu erkennen. "Die zusätzlichen Assistenten sollen in der Hauptsache bei wichtigen Entscheidungsfindungen unterstützen - gerade im Strafraum, wo Entscheidungen oft den Ausgang eines Spieles entscheiden", sagte er.

"Durch die Installation erleben wir ein besseres Schiedsrichterspiel während der Partien", fügte er an. "Bei Ecken und Freistößen herrscht eine bessere Kontrolle des Strafraums vor, die Torlinie wird deutlich effektiver überwacht und die Entscheidungen der Schiedsrichtergespanne werden durch die Unterstützung ganz einfach immer besser. Die zusätzlichen Assistenten haben wichtigen Einfluss auf die Partien."

Allen FIFA-Mitgliedsverbänden steht die Möglichkeit offen, das System einzuführen, einige europäische Nationalverbände haben es bereits in ihren Wettbewerben getestet.

Für Pierluigi Collina ist der Einsatz der zusätzlichen Assistenten die logische Konsequenz der Entwicklung des Fußballs in den letzten Jahren. "Die Geschwindigkeit des Spiels hat sich in den letzten zehn Jahren massiv verändert", sagte er. "Entscheidungen zu treffen, ist für Schiedsrichter heute viel schwieriger als in der Vergangenheit. Die Herausforderungen sind extrem gestiegen."

"Das Spiel wird immer schneller und die Spieler immer fitter, alleine können die Schiedsrichter diese Herausforderung kaum noch bewältigen", sagte er weiter. "Die Unterstützung der beiden zusätzlichen Assistenten ist sehr wertvoll und kann ganz entscheidende Auswirkungen auf das Spiel haben. Sie spielen eine zentrale Rolle."

http://de.uefa.com/insideuefa/protecting-the-game/refereeing/aar/index.html#zusatzliche+schiedsrichterassistenten