Wichtige Unterstützung für Fußballärzte

Das UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte (FDEP) versorgt im europäischen Fußball tätige Ärzte mit wichtigen Anweisungen für die Behandlung verletzter Spieler.

Eine praktische Einheit beim Workshop in Georgien.
Eine praktische Einheit beim Workshop in Georgien. ©GFF

Die Bedeutung des medizinischen Bereichs im Fußball wächst rasant und die UEFA stellt sicher, dass Ärzte dank dem 2012 auf den Weg gebrachten UEFA-Fortbildungsprogramm eine entsprechende Ausbildung erhalten.

Das FDEP hat sich in ganz Europa als großer Erfolg erwiesen und drei Nationalverbände – die EJR Mazedonien, Georgien und Schweden – haben jüngst Workshops durchgeführt, um Fußballärzten wertvolle Ratschläge, Anweisungen und Informationen in verschiedenen medizinischen Bereichen mit auf den Weg zu geben.

Ärzte von Erst- und Zweitligavereinen der EJR Mazedonien wie auch der verschiedenen Nationalmannschaften kamen in Skopje zu einem Seminar zusammen, bei dem Themen wie Verletzungsprävention, Rehabilitation, Psychologie, Fußballernährung und die Kampagne gegen Doping im Fußball – alles zentrale Elemente des FDEP-Lehrplans – behandelt wurden.

Bei einem Workshop in Tbilisi verbesserten georgische Verbands- und Vereinsärzte insbesondere ihre Kenntnisse für die Behandlung von Notfällen. Für ihre schwedischen Kollegen wiederum standen bei einem Workshop in Stockholm Traumata und medizinische Notfälle auf dem Programm.
Ein wichtiges Prinzip des FDEP besteht darin, dass den Teilnehmern beigebracht wird, wie sie die erworbenen Kenntnisse an Ärzte in ihrem jeweiligen Land weitervermitteln können, und diese drei Workshops waren Teil dieses Prozesses.

Im Rahmen dieser Workshops wird sichergestellt, dass nur Teilnehmern, die sich auf einem bestimmten Gebiet als kompetent erweisen, erlaubt wird, diese Fertigkeiten und Kenntnisse im Rahmen eines Workshops an Berufskollegen weiterzuvermitteln. Innerhalb der drei Verbände kann dieser Vermittlungsprozess nun auf der nächsten Ebene fortgesetzt werden. 
Die Inhalte und Unterlagen des FDEP wurden in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Kommission der UEFA und renommierten Sportmedizinern zusammengestellt.

Am Ende jedes Kurses absolvieren die Teilnehmer Tests, bei denen ihr Wissensstand geprüft wird.

Der Evaluation wird große Bedeutung zugemessen, denn die Teilnehmer sollen nicht nur wichtige Fertigkeiten erlernen, sondern auch fähig sein, diese im Übereinstimmung mit den Vorstellungen der der UEFA an andere weiterzuvermitteln.

„Fußballer bereiten Freude und verdienen deshalb eine gute medizinische Versorgung“, sagte Dr. Illija Stoilov, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des Verbands der EJR Mazedonien.

„Die UEFA verfolgt mit ihrem Programm den richtigen Ansatz, denn so kann die Versorgung und Unterstützung aller Spieler standardisiert werden, unabhängig davon, wo in Europa sie Fußball spielen.“

Die UEFA hat bekanntgegeben, dass sie die drei Workshops ab der kommenden Saison regelmäßiger durchführen wird, wobei eine Neuauflage des ersten Workshops bereits für das Ende dieses Jahres geplant ist.

Regelmäßige Workshops werden hoffentlich weitere Ärzte ermutigt, die erworbenen Kenntnisse innerhalb ihrer Nationalverbände weiterzuvermitteln.

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