UEFA-Forschungsstudie zum Kopfballspiel im Juniorenfußball

Die UEFA hat zwei wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben, die von der Universität des Saarlandes bzw. der Hampden Sports Clinic durchgeführt werden.

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Die UEFA hat zwei voneinander unabhängige, sich aber ergänzende wissenschaftliche Studien zu Natur und Ausmaß des Kopfballspiels im Juniorenfußball in Auftrag gegeben.

Die beiden Studien, eine von der deutschen Universität des Saarlandes, die andere von der schottischen Hampden Sports Clinic und dem Greater Glasgow & Clyde Health Board durchgeführt, wurden auf Empfehlung eines Expertenausschusses von der Medizinischen Kommission der UEFA genehmigt.

Die UEFA veröffentlichte im Mai 2017 einen Aufruf zur Einreichung von Forschungsvorschlägen zu zwei Fragestellungen. Erstens ging es um die Bestimmung der Belastung durch Kopfbälle im Juniorenfußball unter Berücksichtigung der verschiedenen Lehrmethoden für Kopfbälle im Training, der Unterschiede hinsichtlich Häufigkeit und Art von Kopfbällen in Spiel und Training, der Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersklassen und den Geschlechtern sowie etwaiger Varianten aufgrund verschiedener Traditionen und Spielweisen in den einzelnen Ländern. Zweitens ging es darum, Daten vorzulegen, die Aufschluss darüber geben, ob sich Kopfbälle im Juniorenbereich auf die Hirnstrukturen und  funktionen der Spielerinnen und Spieler auswirken.

Der Expertenausschuss der Medizinischen Kommission der UEFA prüfte die zehn innerhalb der Frist eingereichten Vorschläge und empfahl der UEFA bei ihrer Sitzung im November 2017 in Nyon, mit Blick auf die erste Fragestellung die beiden oben genannten Forschungsarbeiten der Universität des Saarlades und der Hampden Sports Clinic in Auftrag zu geben. Mittlerweile haben beide Forschungsgruppen einen Vertrag mit der UEFA unterzeichnet und mit der Arbeit begonnen; erste Ergebnisse werden Ende 2018 erwartet.

Der Ausschuss empfahl der UEFA ferner, keine Studie zu der zweiten Fragestellung – über die Auswirkungen von Kopfbällen auf Hirnstrukturen und  funktionen – in Auftrag zu geben, bevor die Studien zur ersten Fragestellung über die Belastung durch Kopfbälle abgeschlossen sind.

Der Kommissionsvorsitzende Dr. Michel D‘Hooghe erklärte: „Es handelt sich hierbei um ein äußerst wichtiges Thema, und ich bin stolz darauf, dass die UEFA mit der Vergabe dieser Forschungsaufträge eine Führungsrolle übernimmt. Die UEFA legt größten Wert auf das Wohlergehen der Spieler und diese Studien sind ein wichtiger erster Schritt bei der Klärung der Frage, ob Kopfbälle für junge Fußballer eine Gefahr darstellen.“

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