Medizinische Kommission voll zufrieden

Das umfassende medizinische Programm und die Anti-Doping-Maßnahmen für die UEFA EURO 2016 sind auf dem besten Weg. Während des Turniers wird zudem eine Verletzungsstudie durchgeführt.

Die Medizinische Kommission der UEFA
Die Medizinische Kommission der UEFA ©UEFA

Die Vorbereitungen für das medizinische Programm der UEFA und die Anti-Doping-Maßnahmen während der UEFA EURO 2016 sind auf dem besten Weg. Darüber unterrichtete die Medizinische Kommission der UEFA bei ihrem letzten Treffen in Nyon.

Das Labor der nationalen französischen Anti-Doping-Organisation AFLD in Châtenay-Malabry, rund zehn Kilometer von Paris entfernt, wurde als offizielles Testlabor für das Turnier bestätigt. Alle Proben, die während des Turniers genommen werden, kommen zur Analyse in dieses Labor. Ein Kooperationsvertrag mit der AFLD wurde im Februar 2016 unterzeichnet und eine weitere Vereinbarung, die Analysedienste im Châtenay-Malabry-Laboratorium mit einschließt, wurde im März unterzeichnet.

Die UEFA hat Verträge mit 23 nationalen Anti-Doping-Organisationen, um den Wissensaustausch und eine Kooperation zu erleichtern. In diesem Zusammenhang kooperieren die UEFA und verschiedene nationale Anti-Doping-Agenturen vor der EURO 2016 bei den Tests außerhalb des Wettkampfs, die im März starteten. Dabei wurden von der UEFA und den nationalen Anti-Doping-Organisationen über 150 Tests durchgeführt. 

Dr. Michel D’Hooghe, Vorsitzender der Medizinischen Kommission der UEFA, sagte: "Die EURO 2016 wird einen weiteren Fortschritt in der UEFA-Anti-Doping-Kampagne darstellen. Dies beinhaltet die Einführung eines hämatologischen Models des biologischen Passes, ausgedehnte Tests außerhalb der Wettkämpfe, Wettkampfkontrollen bei jedem Spiel und gezielte Kontrollen, die intelligent durchgeführt werden und auf einem Wissensaustausch basieren. Ich bin mit der ausgedehnten Zusammenarbeit mit den nationalen Anti-Doping-Agenturen sehr zufrieden. Dies wird das Anti-Doping-Programm im europäischen Fußball noch weiter verbessern."

Dr. D'Hooge ist auch mit der Entwicklung des medizinischen Programms der UEFA für die UEFA EURO 2016 in Frankreich sehr zufrieden. "Die medizinische Infrastruktur und der medizinische Stab sind sehr wichtig für ein solch großes Turnier", sagte er. "Wir werden das beste medizinische Programm und den besten Stab dort haben, zusammen mit einem Netzwerk aus französischen Ärzten, die den Mannschaften in ihren Quartieren, Hotels und in den Stadien zur Seite stehen."

Während der EURO 2016 wird auch eine Verletzungsstudie durchgeführt. Ziel der Studie ist es, das Risiko, die Verletzungsmuster und die Schwere der Verletzungen des Endrunden-Turniers beurteilen zu können. Durch den Daten- und Wissensgewinn der Studie werden Verletzungen für die Familie des Fußballs besser nachvollziehbar.

Die UEFA-Verletzungsstudie für Eliteklubs befindet sich in ihrem 15. Jahr und wird im Juni das Thema einer Sonderausgabe des British Journal of Sports Medicine sein. Das jährliche Treffen zur UEFA-Verletzungsstudie für Eliteklubs wird am 1. Juni in Lissabon stattfinden.

Die Medizinische Kommission genehmigte zudem einen Vorschlag für einen Neustart der Verletzungsstudie, wobei auf Leistungsdaten Bezug genommen wird. Diese werden auf Team- und Spielerbasis erhoben. Dabei handelt es sich unter anderem um Verletzungsdaten. Das Projekt wird von einer Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Trainern und anderen Fußball-Experten betreut, um die Daten möglichst effektiv auszuwerten.

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