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UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte

UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte
Teilnehmer an einem Workshop des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte ©Getty Images

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Das UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte (FDEP) ist ein dreiteiliges Programm, mit dem bezweckt wird, Ärzte aus allen 54 UEFA-Mitgliedsverbänden im Bereich der modernen Fußballmedizin weiterzubilden. Das Programm besteht aus einem kombinierten Lernansatz – Workshops und E-Learning-Plattform – und vermittelt den Ärzten anhand von Lernvideos und Wissenstests theoretisches und praktisches Fachwissen. In einem Online-Forum haben die Kursteilnehmer ferner die Möglichkeit, auch außerhalb der Workshops wichtige Fragen zu diskutieren.

Der erste dieser Kurse wurde im Februar 2012 in Wien abgehalten, Themenschwerpunkte waren der Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Fußballarztes sowie die medizinische Erstversorgung von Spielern. Im September 2013 folgte ein Workshop in Amsterdam, in dem es vor allem um Therapie und Rehabilitation der Spieler ging. Teil drei – Schwerpunkt Verletzungsprävention – fand im April 2015 in Budapest statt. Alle Workshops werden von erfahrenen internationalen Experten und Mitgliedern der Medizinischen Kommission der UEFA geleitet, die oft selbst viele Jahre als Ärzte bei ihren Nationalmannschaften gearbeitet haben.

Ein wichtiger Teil des Programms ist ein rigoroser Test am Ende jedes Workshops, bei dem das erworbene Wissen getestet wird. Diese Evaluationen sind deshalb so wichtig, weil von den Teilnehmern erwartet wird, ihre in den Kursen erworbenen Fähigkeiten in ihren Heimatländern an andere Ärzte weiterzugeben. So soll gewährleistet werden, dass wirklich nur Kandidaten, die hinreichende Kompetenz bewiesen haben, diese Aufgabe übernehmen.

Um die hohen Standards des UEFA-Programms aufrecht zu erhalten, müssen sich alle Folgekurse in den jeweiligen Ländern strikt an den Kurshandbüchern und Leitlinien der UEFA-Workshops orientieren. Die UEFA bietet dafür ihre Hilfe bei der Übersetzung der Kursmaterialien an und liefert auf Wunsch auch logistische Unterstützung für die praktischen Übungseinheiten. So können sich die Nationalverbände von der UEFA beispielsweise kostenlos medizinische Ausrüstungsgegenstände ausleihen. Außerdem erhalten die Ärzte freien Zugang zur E-Learning-Plattform des FDEP, um sich fortzubilden.

Die UEFA legt großen Wert darauf, dass die Tutoren, die in den jeweiligen Nationalverbänden das erworbene Wissen an andere Ärzte weitervermitteln, auch über eine entsprechende Befähigung verfügen. Diese ist eine Voraussetzung dafür, dass die Folgekurse von der UEFA anerkannt werden. Viele dieser Folgekurse werden auch von Mitgliedern der Medizinischen Kommission der UEFA besucht, welche die korrekte Weitervermittlung des in den UEFA-Kursen erworbenen Wissens überwachen.

Als Resultat dieser Folgekurse hat die UEFA nun begonnen, ein Netzwerk kompetenter medizinischer Tutoren aufzubauen, die ihr erworbenes Wissen in ganz Europa weitervermitteln sollen. Dies, kombiniert mit den medizinischen Mindestanforderungen der UEFA, die von Klubs und Verbänden bei allen UEFA-Spielen unter anderem eine medizinische Notfallausrüstung verlangen, hat dafür gesorgt, dass bei der medizinischen Versorgung der Spieler große Fortschritte gemacht wurden.

Dank des Fortbildungsprogramms für Fußballärzte und den medizinischen Mindestanforderungen ist dafür gesorgt, dass UEFA-Spiele und -Wettbewerbe künftig nicht nur bestimmten medizinischen Standards unterliegen, sondern auch durch eine zunehmende Anzahl von gut ausgebildeten Ärzten begleitet werden, die dank ihrer modernen medizinischen Geräte in der Lage sind, Leben zu retten.