Finanzielles Fairplay funktioniert

Das Finanzielle Fairplay führt zu einem positiven Wandel in den Finanzen des europäischen Klubfußballs, wie auf dem letzten UEFA-Workshop für Klublizenzierung und finanzielles Fairplay bekanntgegeben wurde.

Der Workshop zeigte viele positive Errungenschaften des Finanziellen Fairplays auf
Der Workshop zeigte viele positive Errungenschaften des Finanziellen Fairplays auf ©Domenic Aquilina

Der andauernde Erfolg des Finanziellen Fairplays wurde von positiven Zahlen und Fakten bestätigt, die beim UEFA-Workshop für Klublizenzierung und finanzielles Fairplay auf Malta bekannt gegeben wurden.

Rund 160 Experten für Lizenzierung und Finanzen aus Europa und der ganzen Welt wurde erklärt, dass die aktuellsten UEFA-Recherchen einen Wandel in den Finanzen des europäischen Klubfußballs bestätigen.

Eine detaillierte Prüfung von über 700 Klubs zeigt, dass die Gesamtverluste der Vereine im vierten Jahr in Folge geringer wurden und jetzt nur noch bei etwas mehr als 320 Millionen Euro liegen.

2015 deutete die Recherche darauf hin, dass die Anzahl der europäischen Länder, die berichten, dass ihre Klubs insgesamt Profit verbuchen, stark anstieg - von 15 (2014) auf 25 (letzte Ergebnisse). Heute schreiben etwa 46 Topligen insgesamt schwarze Zahlen.

Andere Fakten, die den Effekt des Finanziellen Fairplays veranschaulichen, sind der Rückgang von überfälligen Zahlungen von 57 Millionen Euro (2011) auf 5 Millionen Euro (30. Juni 2016) – eine Senkung von fast 92 % – sowie die Verringerung von strittigen und aufgeschobenen Zahlungen an Spieler (zwischen Juni 2014 und Juni 2016 gesunken um 72 % bzw. 37 %).

Der Maltesische Fußballverband (MFA) war bei der 14. Ausgabe des Workshops, der eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen der Lizenzierung sowie finanzielle Trends behandelte, Gastgeber von Repräsentanten der UEFA, ihrer 55 Mitgliedsverbände und Teilnehmer von AFC, CONCACAF und CONMEBOL.

"Wir leben in einer Welt des europäischen Fußballs, die sich verändert, und wir wissen Ihre Mitarbeit zu schätzen", sagte MFA-Präsident Norman Darmanin Demajo. "Am Ende des Tages sind wir alle auf der guten Seite, weil wir mit positiven Absichten für den europäischen Fußball hier sind."

Die diesjährige Versammlung sprach auch darüber, wie Klublizenzierung Frauen- sowie Juniorenfußball unterstützen und langfristige Entscheidungen im Klubmanagement beeinflussen kann.

David Gill, Vorsitzender der UEFA-Klublizenzierungskommission und Mitglied des Exekutivkomitees, begrüßte den zukünftigen Fokus auf die Entwicklung des Fußballs. "Wir sollten uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen", sagte er, "sondern immer danach streben, das System zu verbessern und weiterzuentwickeln, gerade in Bereichen wie Frauenfußball und Nachwuchsfußball, wo ich mir sicher bin, dass das System signifikant zur Entwicklung beitragen kann."

Im Rahmen des Workshops gab es Podiumsdiskussionen, um Feedback und Unterstützung von UEFA-Mitgliedsverbänden zu sammeln, wie man die zwei Entwicklungsbereiche in der Klublizenzierung und den Regeln zum Finanziellen Fairplay verbessern kann.

Die Delegierten waren sich einig, dass das Finanzielle Fairplay innerhalb weniger Jahre alle Ziele erreicht haben wird, die 2010 gesteckt wurden. Die Rechtmäßigkeit dieser wurde mehrfach vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne bestätigt – ein Ergebnis, das nicht ohne die konstant harte Arbeit und Unterstützung von Lizenzierungsmanagern und Experten in den Mitgliedsverbänden der UEFA möglich gewesen wäre.