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Schwedens Ziele werden größer

Nach der Gründung des Schwedischen Fußballverbands (SvFF) im Jahr 1904 wurde Fußball schnell zur beliebtesten Sportart des Landes.
Schwedens Ziele werden größer
Nils Liedholm brachte Schweden im WM-Finale 1958 gegen Brasilien in Stockholm in Führung ©Popperfoto/Getty Images

Schwedens Ziele werden größer

Nach der Gründung des Schwedischen Fußballverbands (SvFF) im Jahr 1904 wurde Fußball schnell zur beliebtesten Sportart des Landes.

Nach der Gründung des Schwedischen Fußballverbands (SvFF) im Jahr 1904 wurde Fußball schnell zur beliebtesten Sportart des Landes. In den ersten Jahrzehnten waren überall in ganz Schweden Vereine zu finden, so dass der Verband ein Motto ausrief: "Ein Klub für jedes Dorf". Heute gibt es in dem Land der zehn Millionen Einwohner 3 000 Fußballvereine.

Die Jugendförderung und die Popularität des Frauenfußballs sind zwei Gründe für den Erfolg der Sportart. Frauenfußball wurde 1970 eingeführt, als es 728 registrierte Spielerinnen gab. Heute gibt es fast 90 000 Aktive, was den Frauenfußball zu einer bedeutenden Kraft im schwedischen Sport gemacht hat.

Noch einmal zurück zum Beginn des letzten Jahrhunderts. Das erste Länderspiel trug Schweden am 12. Juli 1908 gegen Norwegen aus. In Göteborg feierten sie eine gelungene Premiere und schlugen den Nachbarn mit 11:3. Seitdem hat der schwedische Fußball Höhen und Tiefen durchlebt. Für ein kleines Land wie Schweden können sie aber erstaunlich viele Erfolge vorweisen. Erstmalig machten sie bei den Olympischen Spielen 1924 auf sich aufmerksam, als sie die Bronzemedaille gewannen. Seitdem haben sie an elf Endrunden einer FIFA-Weltmeisterschaft teilgenommen, womit sie zu den erfahrensten WM-Nationen überhaupt gehören.

Die erfolgreichste Zeit erlebte der schwedische Fußball zwischen 1948 und 1954. Bei den Olympischen Spielen in London holte Schweden 1948 Gold, ehe sie 1950 in Brasilien Dritter bei der WM wurden. Zwei Jahre später konnten sie ihren Titel bei den Olympischen Spielen zwar nicht verteidigen, blieben nach dem dritten Platz in Helsinki aber auch nicht ohne Medaille. Als Gastgeber erreichten sie 1958 das Endspiel der WM, wo sie gegen Brasilien, die überragende Mannschaft des Turniers, mit 2:5 unterlagen.

Auch die 1990er Jahre waren erfolgreich. Schweden erreichte 1992 bei der EM im eigenen Land das Halbfinale und wurde zwei Jahre später bei der WM in den USA sensationell Dritter. Unter dem Trainerduo Tommy Söderberg und Lars Lagerbäck qualifizierte sich die Blågult, die schwedische Nationalelf, zwischen 2000 und 2008 fünfmal in Folge für ein großes Turnier. Dreimal überstanden die Skandinavier dabei die Vorrunde. Nachdem die Qualifikation für die WM 2010 knapp verpasst wurde, trat Lagerbäck nach zwölf Jahren im Amt zurück. Sein Nachfolger Erik Hamrén führte Schweden zu den Europameisterschaften 2012 und 2016.

Schwedens Nachwuchs-Nationalteams waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Die U17 belegte bei der FIFA-U17-WM 2013 den dritten Platz, und die U21 holte sich 2015 in der Tschechischen Republik den EM-Titel.

Auch die Nationalmannschaft der Frauen konnte einige Erfolge verbuchen. 1984 wurden sie Europameister und erreichten außerdem bei drei weiteren Turnieren das Endspiel (1987, 1995, 2001), 1989 belegten sie Rang drei und bei der UEFA Women's EURO 2013 im eigenen Land erreichten sie das Halbfinale. Dazu wurden Schwedens Frauen Vizeweltmeister 2003, in den Jahren 1991 und 2011 reichte es zu Bronze.

Einer der wichtigsten Tage in der Geschichte des schwedischen Fußballs ist der 19. April 1990. Damals wurde Lennart Johansson, Ehrenpräsident des SvFF, zum UEFA-Präsidenten gewählt. Johansson hat den europäischen Fußball durch sehr aufregende Zeiten geführt, unter anderem fiel unter seine Amtszeit die Einführung der UEFA Champions League. In der UEFA-Führung erhielt Johansson mit Lars-Christer Olsson zeitweise schwedische Unterstützung. Der ehemalige Generalsekretär des SvFF wurde Nachfolger von UEFA-Generaldirektor Gerhard Aigner.

In den letzten Jahren hat es sich der SvFF zum Ziel gemacht, bessere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. In einem Land, in dem nur von April bis November Fußball unter freiem Himmel gespielt werden kann, sind Sporthallen unerlässlich, wenn Vereine und Nationalmannschaften auf internationaler Ebene konkurrenzfähig bleiben wollen. Deshalb investiert der Verband nun primär in Sporthallen und Kunstrasenplätze, um auch in der Zukunft Erfolge feiern zu können.

http://de.uefa.com/insideuefa/member-associations/association=swe/news/newsid=943124.html#schwedens+ziele+werden+großer

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Präsident

 

Karl-Erik Nilsson

Karl-Erik Nilsson

Nationalität: Schwede
Geboren: 6. Mai 1957

Präsident seit: 2012

• Karl-Erik Nilsson war Lehrer in Kalmar, ehe er in die Politik ging. Von 1995 bis 2006 war er Bürgermeister seiner Heimatstadt Emmaboda, ehe er die aktive Politik aufgab. Seinen ersten Posten als Fußballfunktionär bekleidete er beim lokalen Klub Lindås BK. In den 1980ern fing Nilsson als Schiedsrichter an, er leitete Spiele in der UEFA Champions League und bei der UEFA EURO 2000.

• Im März 2012 wurde Nilsson zum Präsidenten des Schwedischen Fußballverbands (SvFF) gewählt. Davor war er Mitglied des SvFF-Vorstands sowie Präsident des Regionalverbands von Bohuslän. Bei der UEFA-U21-Europameisterschaft 2009 fungierte er als Turnierdirektor, zudem arbeitete er noch in anderen Funktionen für die UEFA, etwa als Schiedsrichterbeobachter und Mentor für junge Schiedsrichter.

• Nilsson spielt gerne Klavier und fährt mit seinem Boot an der schwedischen Westküste an den Inseln von Bohuslän entlang. Er betont, wie wichtig die Symbiose zwischen Spitzen- und Breitenfußball für ihn ist: "Wir brauchen erfolgreichen Spitzenfußball, denn das ist es, was die Menschen interessiert. Aber die Spitze benötigt auch einen blühenden Breitenfußball im ganzen Land, damit sich die Talente entwickeln können." Nilsson wurde im März 2017 für eine neue Amtszeit als Präsident bestätigt. Einen Monat später wurde er ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt und wurde 1. UEFA-Vizepräsident.

Generalsekretär

 

Håkan Sjöstrand

Håkan Sjöstrand

Nationalität: Schwede
Geboren: 1. Oktober 1966
Generalsekretär seit: 2014

• Håkan Sjöstrand wechselte vom Einzelhandelsunternehmen ICA, wo er Marketing-Direktor war, zum Schwedischen Fußballverband (SvFF).

• In seiner aktiven Karriere spielte Sjöstrand für die damaligen schwedischen Zweitligisten Skiljebo SK und Gefle IF. Zuletzt trainierte er zusammen mit seiner Frau bei Skiljebo die Mannschaft ihrer Zwillingstöchter.

• SvFF-Präsident Karl-Erik Nilsson nannte Sjöstrand "den Motor, den wir brauchen", nachdem er ihn als neuen Generalsekretär verpflichten konnte. Sjöstrand selbst will vor allem den kommerziellen Bereich des SvFF stärken. Über seine Aufgabe sagte er: "Das ist eine aufregende Herausforderung bei einem der stärksten Markennamen in Schweden."

Verbands-Infos

  • Gegründet: 1904
  • UEFA-Mitglied: 1954
  • FIFA-Mitglied: 1904
  • Adresse: Evenemangsgatan 31 171 23 Solna
  • Telefon: +46 8 735 0900
  • Fax: +46 8 735 0901

Verbands-Koeff.

LandVereinePkt.
23SchottlandSchottland1/417.625
24BelarusBelarus1/417.625
25SchwedenSchweden1/417.475
26BulgarienBulgarien1/417.375
27NorwegenNorwegen1/416.425
Letzte Aktualisierung: 25/08/2017 08:32 MEZ

Titel von Nationalteams

Nationale Wettbewerbe

Letzte Aktualisierung: 12/09/2017 11:14 MEZ