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Serbien findet seinen Weg

Die Republik Serbien gibt es zwar erst seit 2006, doch seitdem hat sie im Fußball schon auf sich aufmerksam gemacht.
Serbien findet seinen Weg
Serbien feiert nach dem 5:0-Sieg gegen Rumänien die WM-Qualifikation 2010 ©AFP

Serbien findet seinen Weg

Die Republik Serbien gibt es zwar erst seit 2006, doch seitdem hat sie im Fußball schon auf sich aufmerksam gemacht.

Der Fußballverband von Serbien (Fudbalski savez Srbije oder FSS) wurde ursprünglich 1919 als Jugoslawischer Fußballverband gegründet, 1921 bzw. 1954 folgte die Aufnahme in FIFA und UEFA.

Am 28. August 1920 bestritt Jugoslawien das erste Länderspiel, bei den Olympischen Spielen in Antwerpen gegen die Tschechoslowakei, und verlor mit 0:7. Bald darauf kamen jedoch die ersten Erfolge, das Land holte Medaillen bei fünf Olympischen Spielen und nahm an acht FIFA-Weltmeisterschaften teil. 1960 in Rom gewannen die Jugoslawen die olympische Goldmedaille, Silber gab es in London (1948), Helsinki (1952) und Melbourne (1956) und Bronze in Los Angeles (1984).

Bei WM-Endrunden war Jugoslawien so etwas wie ein Stammgast: 1930 in Uruguay (Halbfinale); Brasilien (1950); Schweiz (1954); Chile (1962), wo man den vierten Platz belegte; Deutschland (1974); Spanien (1982); Italien (1990); und Frankreich (1998). Außerdem nahm das Land an fünf UEFA-Europameisterschaften teil. In Paris (1960) und Rom (1968) stand Jugoslawien im Finale, 1976 in Belgrad wurde es der vierte Rang, außerdem war man in Frankreich (1984) und in Belgien/Niederlande (2000) dabei. Mit Ausnahme der olympischen Medaillen blieben Erfolge jedoch den Juniorenteams vorbehalten.

Die jugoslawische U21 gewann 1978 den EM-Titel, ein Jahr später triumphierte sie auch beim Internationalen Juniorenturnier. Ein weiterer Erfolg war 1987 der Gewinn der FIFA-U20-Weltmeisterschaft in Chile. Der legendäre Dragan Džajic war mit 85 Länderspielen lange Zeit Rekordnationalspieler, bis ihn Savo Milošević überholt hat, der seine Karriere nach 102 Länderspielen beendet hat; bester Torschütze ist Stjepan Bobek mit 38 Treffern.

Der wahrscheinlich größte Erfolg, den eine Mannschaft aus Jugoslawien gefeiert hat, war 1991 der Sieg von FK Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) im Pokal der europäischen Meistervereine. Das Endspiel gegen Olympique de Marseille in Bari endete mit einem torlosen Remis, im Elfmeterschießen setzte sich Belgrad mit 5:3 durch. Danach holte Roter Stern in Tokio auch noch den Europa/Südamerika-Pokal, durch ein 3:0 gegen den chilenischen Klub CD Colo Colo. FK Partizan stand ebenfalls dicht vor einem europäischen Titel, 1966 verlor der Verein aus Belgrad jedoch das Finale des Pokals der europäischen Meistervereine in Brüssel mit 1:2 gegen Real Madrid CF. Auch in nationalen Wettbewerben waren die beiden Klubs aus der Hauptstadt überaus erfolgreich.

All diese Erfolge gab es, obwohl das Land immer wieder politische Wendungen durchmachen musste. Von 1919 bis 1941 war Jugoslawien ein Königreich, 1946 wurde es eine Republik. Danach änderte sich die Identität noch einige Male. Zwischen 1946 und 1963 war es die Föderative Volksrepublik Jugoslawien, danach die Sozialiste Föderative Republik Jugoslawien, bis schließlich 1992 der Zusammenbruch folgte. In der letzten Periode bestand das Land aus sechs Republiken: Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien, Mazedonien und Slowenien.

1992 wurde dem neuem Staat aus Serbien und Montenegro der Name Bundesrepublik Jugoslawien gegeben. Im gleichen Jahr wurden UN-Sanktionen verhängt, die sich auch auf den Sport auswirkten. Aus diesem Grund durfte die Nationalmannschaft nicht an der EURO '92 in Schweden teilnehmen, obwohl sie die Qualifikation geschafft hatte. Später wurde auch noch die Teilnahme an den Qualifikationen zur WM 1994 und EURO '96 verboten.

Im Februar 2003 änderte die Bundesrepublik Jugoslawien ihren Namen in Serbien und Montenegro. Im Juni 2006 gingen die beiden Nationen getrennte Wege und die Republik Serbien wurde ausgerufen. Das erste Länderspiel Serbiens als eigenständiger Staat gab es im August 2006 gegen die Tschechische Republik, danach stellten sich umgehend Erfolge ein. Unter Trainer Radomir Antić schaffte man die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika.

Es stellten sich große Erfolge für Serbiens Nachwuchsfußballer ein. Die U19-Mannschaft gewann 2013 den EM-Titel in Litauen, zwei Jahre später triumphierte die U20 die FIFA-WM in Neuseeland. Es war das erste Mal, dass eine serbische Nationalmannschaft seit der Unabhängigkeit von Jugoslawien und der Auflösung von Serbien und Montenegro einen WM-Titel feiern konnte. 

Dejan Stanković ist der Rekordspieler von Serbiens Nationalmannschaft. Er löste Savo Milosević ab, als er im Oktober 2013 sein 103. und letztes Länderspiel absolvierte.

Der FSS hat seinen Sitz heute in Belgrad, er ist verantwortlich für alle Fußball-Aktivitäten im Land und ist ein unabhängiger, nichtstaatlicher sowie politisch und religiös neutraler Verband.

http://de.uefa.com/insideuefa/member-associations/association=srb/news/newsid=948041.html#serbien+findet+seinen+weg

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Präsident

 

Slaviša Kokeza

Slaviša Kokeza

Nationalität: Serbe
Geboren am: 7. Juli 1977
Präsident seit: 2016

• Slaviša Kokeza ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich bereits in jungen Jahren im Fußball engagierte. Nach einer kurzen aktiven Laufbahn zeichnete er sich bei verschiedenen Klubs als Funktionär aus, unter anderem bei FK Zemun und FK Crvena zvezda. 2014 wurde er zum Präsidenten des Fußballverbands von Belgrad sowie zum Vizepräsidenten des Serbischen Fußballverbands (FSS) ernannt.

• Am 20. Mai 2016 wurde er einstimmig zum FSS-Präsidenten gewählt. Kokeza kündigte umgehend Reformen an und legte sein Hauptaugenmerk dabei auf Investitionen in die Fußball-Infrastruktur, wie etwa das neue Nationalstadion und den Stammsitz des Verbands. Außerdem betonte er die Bedeutung des gegenseitigen Respekts zwischen allen Mitgliedern der serbischen Fußballfamilie.

• "Der FSS wird ein zuverlässiger Partner sein und alle Vereine unterstützen, um den Fußball sowohl auf Profi- als auch auf Amateurebene zu entwickeln", erklärte Kokeza. "Wir müssen zusammen eine Atmosphäre voller Anerkennung und Respekt schaffen, und der Verband sollte mit gutem Beispiel vorangehen."

Generalsekretär

 

Jovan Šurbatović

Jovan Šurbatović

Nationalität: Serbe
Geboren: 29. März 1968
Generalsekretär seit: 2016

• Jovan Šurbatović hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftslehre. Anschließend führte er seine Studien auf der Internationen Schule des Europäischen Zentrums für Frieden und Entwicklung in Belgrad fort und erhielt einen Master in Betriebswissenschaft. Im Jahr 2012 schloss er seine Doktorarbeit über Sportzentrum-Management erfolgreich ab.

• Am 9. Dezember 2016 wurde er zum Generalsekretär des Fußballverbands von Serbien gewählt. In den drei Monaten davor hatte er als stellvertretender Generalsekretär gearbeitet. Vorher war er Generalsekretär (2011-2016) und Vize-Präsident (2010-2011) des Fußballverbands von Belgrad.

• Er unterrichtet als Professor in der Fakultät Sport der Union-Nikola Tesla Universität und hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Sport und Management veröffentlicht. Oftmals ging es dabei um Fußball.

Verbands-Infos

  • Gegründet: 1919
  • UEFA-Mitglied: 1954
  • FIFA-Mitglied: 1921
  • Adresse: 35, Terazije CP 263 11000 BEOGRAD
  • Telefon: +381 11 323 4253
  • Fax: +381 11 323 3433

Verbands-Koeff.

LandVereinePkt.
28 NorwegenNorwegen4/414.300
29 LiechtensteinLiechtenstein1/113.000
30 SerbienSerbien2/413.000
31 SlowakeiSlowakei4/411.500
32 SlowenienSlowenien3/410.750
Letzte Aktualisierung: 10/07/2017 10:20 MEZ

Titel von Nationalteams

Nationale Wettbewerbe

Serbische Superliga 2016/17 Serbian Super League

VereineSPkt.
1FK Crvena zvezda3079
2FK Partizan3073
3FK Vojvodina3059
4FK Napredak3052
5FK Mladost Lučani3048
6FK Radnicki Niš3044
7FK Voždovac3043
8FK Javor3042
9FK Čukarički3040
10FK Spartak Subotica3038
11FK Rad3035
12FK Metalac3027
13FK Bačka3027
14FK Radnik Surdulica3025
15FK Novi Pazar3020
16FK Borac Čačak3018

Serbische Superliga 2016/17 Championship

VereineSPkt.
1FK Partizan3758
2FK Crvena zvezda3755
3FK Vojvodina3743
4FK Mladost Lučani3736
5FK Radnicki Niš3732
6FK Napredak3730
7FK Voždovac3727
8FK Javor3722

Serbische Superliga 2016/17 Relegation

VereineSPkt.
1FK Čukarički3732
2FK Spartak Subotica3732
3FK Radnik Surdulica3725
4FK Rad3725
5FK Bačka3723
6FK Borac Čačak3722
7FK Metalac3721
8FK Novi Pazar3717
Letzte Aktualisierung: 03/07/2017 13:07 MEZ