FKKK-Update zum Break-Even-Monitoring 2016/17

Die Untersuchungskammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) hat ein aktuelles Update zum Break-Even-Monitoring der Saison 2016/17 gegeben.

©UEFA

Die Untersuchungskammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) ist am 9. Juni 2017 unter der Leitung von Chefermittler Yves Leterme zusammengekommen, um ein aktuelles Update zum Klub-Monitoring der Break-Even-Anforderungen der Vereine zu geben, die 2016/17 am Europapokal teilgenommen haben.

Die FKKK stellte dabei einen positiven Einfluss der Regelungen zum finanziellen Fairplay (FFP) auf das Verhalten der Klubs fest. Die jüngsten Zahlen belegen einen signifikanten Rückgang der unter Beobachtung stehenden Klubs. Am Ende des Beobachtungs-Zeitraumes 2016/17 war nur der FC Porto, so die FKKK, nicht im Einklang mit der Break-Even-Vereinbarung, hat sich aber inzwischen bereit erklärt, eine Vergleichsvereinbarung zu unterzeichnen.

Außerdem gab die FKKK auch einen Bericht über das Monitoring der Klubs, die in den vergangenen Jahren entsprechende Vergleichsvereinbarungen unterzeichnet hatte (siehe die Verlautbarung vom 21. April 2017).

Die FKKK bestätigte dabei, dass der FC Astana (Kasachstan), der FC Krasnodar (Russland), der FC Lokomotiv Moskau (Russland) und der FC Zenit (Russland) die für die Saison 2016/17 gesteckten Ziele erreicht haben. Das Monitoring des FC Rubin Kazan (Russland) wird fortgesetzt.

Mit dem Abschluss einer neuen Vereinbarung mit Porto in der Saison 2016/17 haben derzeit zwölf Klubs eine Vergleichsvereinbarung unterzeichnet.

Hier die Details zur neuen Vereinbarung:

Futebol Clube do Porto – Futebol, SAD

• Die Vergleichsvereinbarung deckt die sportlichen Spielzeiten 2017/18, 2018/19, 2019/20 und 2020/21 ab.

• Porto verpflichtet sich, die Break-Even-Vereinbarung vollumfänglich bis zur Saison 2020/21 zu erfüllen (die anderen Zeiträume enden 2018, 2019 und 2020).

• Porto hat sich bereit erklärt, das Finanzjahr 2017 mit einem maximalen Break-Even-Defizit von 30 Millionen Euro abzuschließen, im Finanzjahr 2018 sind es dann noch 20 Millionen und im Finanzjahr 2019 zehn Millionen.

• Porto hat sich bereit erklärt, in den Finanzjahren 2018 und 2019, die Personalkosten zu reduzieren und die Höhe der Transferausgaben definieren zu lassen.

• Porto stimmt weiterhin zu, eine Summe in Höhe von 2,2 Millionen Euro aus den Einnahmen der Europapokal-Teilnahmen ab 2016/17 zu zahlen. Davon werden 700.000 Euro in bar ausgezahlt, unabhängig von einem möglichen Ausstieg aus der Vergleichsvereinbarung. Die Zahlung der restlichen 1,5 Millionen ist konditional und kann unter bestimmten Umständen zurückgehalten werden, abhängig davon, ob der Klub die operativen und finanziellen Bedingungen der Vergleichsvereinbarung erfüllt.

• Porto akzeptiert, dass die Zahl der Spieler, die für die A-Liste eines Europapokal-Wettbewerbs gemeldet werden, limitiert wird. Vor allem für die Saison 2017/18 darf Porto maximal 22 Spieler für die A-Liste nominieren, statt wie sonst üblich 25, für die Saison 2018/19 sind es dann 23 Spieler. Sollte der Klub seine operativen und finanziellen Verpflichtungen aus der Vereinbarung mit der FKKK erfüllen, werden diese Beschränkungen für die Saison 2019/20 und/oder 2020/21 wieder aufgehoben.

• Porto akzeptiert, für die Dauer der Vergleichsvereinbarung, eine kalkulierte Limitierung neuer Spieler auf der A-Liste zur Teilnahme am Europapokal. Diese Kalkulation basiert auf der Summe der Transfererlöse des Klubs in den jeweiligen Perioden der Vereinbarung. Sollte der Klub seine operativen und finanziellen Verpflichtungen aus der Vereinbarung mit der FKKK erfüllen, werden diese Beschränkungen für die Saison 2019/20 und/oder 2020/21 wieder aufgehoben.

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