Die Entwicklung des Frauenfußballs im Jahr 2015

JAHRESRÜCKBLICK: Die Entwicklung des Frauenfußballs ist für die UEFA ein wichtiges Anliegen - hier ist unser Rückblick auf das abgelaufene Jahr.

Eine Szene aus dem Endspiel der UEFA Women's Champions League 2015
Eine Szene aus dem Endspiel der UEFA Women's Champions League 2015 ©AFP

Die Entwicklung des Frauenfußballs ist wichtig für die UEFA: Im Haus des europäischen Fußballs hat man auch 2015 an der Zukunft des Frauenfußballs gearbeitet, insbesondere durch zwei Schlüsselinitiativen: indem die Wettbewerbe, wie die UEFA Women's Champions League, sowie die U19-EM der Frauen und die U17-EM der Frauen verbessert wurden; außerdem wurden die Projekte der Nationalverbände durch die neu eingesetzten Frauenfußball-Entwicklungsbotschafterinnen unterstützt.

Karen Espelund, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und die Vorsitzende der UEFA-Frauenfußball-Kommission, sagte über die Aufgaben, Erfolge und Aussichten der UEFA:

"Bei der UEFA ist es unsere Mission, den europäischen Fußball zu fördern, schützen und zu entwickeln, das beinhaltet auch den Frauenfußball. 2015 gab es in der Entwicklung des Frauenfußballs sicher substanzielle Fortschritte. Wir müssen nun sowohl die Wettbewerbe als auch die allgemeine Entwicklung weiter vorantreiben und zählen dabei auf die enge Zusammenarbeit mit allen Interessengruppen der UEFA."

Der Zustand des Frauenfußballs
Eine der Rollen der UEFA besteht darin, die kontinuierliche Entwicklung des Frauenfußballs zu sichern. In einer kürzlich veröffentlichten Studie der UEFA für 2015/16 wurden die wichtigsten Statistiken zum Frauenfußball in den 54 Nationalverbänden bekannt. Wir haben so unter anderem gelernt, dass:
> es mittlerweile fast 1,2 Millionen registrierte Fußballspielerinnen gibt
> sich 2 200 professionelle Fußballspielerinnen auf 145 Klubs in 23 Ländern verteilen
> die fünf Länder mit den meisten Fußballspielerinnen England, Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Schweden sind

Entwicklung des Frauenfußballs in den Nationalverbänden
Das 2010 gestartete UEFA-Programm für Frauen in Fußball-Führungspositionen (WFDP) zielt darauf ab, es allen Mädchen und Frauen, unabhängig von ihren Fähigkeiten und ihrem Talent zu ermöglichen, innerhalb ihrer Kommune Fußball zu spielen. Die UEFA unterstützt dazu die von den Nationalverbänden ausgewählten Projekte über das UEFA-Hattrick-Hilfsprogramm. Seitdem gab es einige erfolgreiche Projekte, unter anderem in Bosnien und Herzegowina, Kroatien, in Georgien und Litauen und in Deutschland.

Neue Botschafterinnen
Einen Meilenstein stellte in diesem Jahr im Februar auch die Ernennung talentierter und charismatischer Spielerinnen zu Frauenfußball-Botschafterinnen der UEFA dar. Camille Abily, Verónica Boquete, Laura Georges, Lotta Schelin und Steffi Jones wurden aufgrund ihrer leuchtenden Karrieren und ihres Engagements zum Wohle des Frauenfußballs ausgewählt. Seit Jahresanfang 2015 haben sie ihre Rollen voll angenommen und werben für die Werte UEFA, inspirieren aktuelle und zukünftige Spielerinnen und vertreten den Frauenfußball.

Weibliche Spitzenkräfte
Die UEFA wünscht sich mehr Frauen in leitenden Positionen des Fußballs und unterstützt weiterhin das Programm für Frauen in Fußball-Führungspositionen, eine Initiative, die seit ein paar Jahren läuft und von der bereits mehrere Nationalverbände profitieren. In diesen Kursen werden Frauen, die in der Fußballverwaltung Europas arbeiten, weitergebildet und auf potenzielle Führungspositionen vorbereitet, so dass Führungsfähigkeiten in der ganzen europäischen Fußballfamilie erkannt, gepflegt und genutzt werden können.

Seminare und Workshops
Nicht zuletzt ist der UEFA auch daran gelegen, Wissen und Fähigkeiten weiter zu fördern. Daher werden regelmäßig Workshops und Seminare abgehalten, wie etwa im November in Wembley, als über die Auswirkungen der FIFA-Frauen-WM in Kanada auf den europäischen Frauenfußball diskutiert wurde.