UEFA-Bericht: Zahl registrierter Spielerinnen steigt

Der UEFA-Bericht „Women’s Football across the National Associations 2017“ (UEFA-Frauenfußball in den Nationalverbänden 2017) zeigt auf, wie sich der Frauenfußball in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat und bietet diesbezügliche Einblicke in die 55 UEFA-Mitgliedsverbände.

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Ein neuer UEFA-Bericht „Women's football across the national associations 2017“ (UEFA-Frauenfußball in den Nationalverbänden 2017) zeigt auf, wie sich der Frauenfußball in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat und bietet diesbezügliche Einblicke in die 55 UEFA-Mitgliedsverbände.

Frauenfußball wird immer beliebter und die Anzahl der aktiven Mädchen und Frauen steigt in ganz Europa. Zusätzlichen Aufschwung brachte die größte UEFA Women’s EURO in der Geschichte des Wettbewerbs, die 2017 mit 16 Teilnehmern in den Niederlanden ausgerichtet wurde und sämtliche bestehenden Besucher- und Zuschauerrekorde zu Fall brachte.

Der Bericht stützt sich auf von allen Nationalverbänden über eine jährlich durchgeführte Frauenfußball-Umfrage bereitgestellte Daten, ergänzt durch die im Rahmen der UEFA-Breitenfußball-Charta im Juni 2017 erhobenen Daten. Die Zahlen im Bericht bringen das Wachstum im Frauenfußball in ganz Europa zum Ausdruck:

  • Registrierte Spielerinnen: Anstieg von 1,270 Mio. 2016 auf 1,365 Mio. 2017 (+ 7,5 % in einem Jahr)
    • Länder mit mehr als 100 000 registrierten Deutschland, England, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Schweden
    • Profis und Halbprofis: Die Zahl hat sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt von 1 680 (2013) auf 3 572 (2017)
    • Qualifizierte Trainerinnen: Anstieg von 17 553 (2016) auf 19 474 (2017)
    • Qualifizierte Schiedsrichterinnen: Von 7 505 (2013) auf 12 785 (2017), was einem Anstieg von 70 % entspricht
    • Mädchenfußball: Zuwachs bei der Anzahl Juniorinnenmannschaften von 21 285 (2013) auf 35 183 (2017)

Nadine Keßler, Leiterin der UEFA-Abteilung Frauenfußball, und ehemalige sehr erfolgreiche Spielerin, blickt zuversichtlich in die Zukunft, ist sich allerdings auch bewusst, dass es noch viel zu tun gibt:

„Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben und die Entwicklung des Frauenfußballs fördern“, sagte sie. „Dieser Bericht zeigt auf hervorragende Weise auf, wie wir Schritt für Schritt vorwärts gehen, und die Daten rechtfertigen die Bemühungen, die unternommen werden, um die Bedeutung des Frauenfußballs in unseren Nationalverbänden und der Welt hervorzuheben. Die Auswirkungen der Entwicklungsarbeit sind anhand des höheren Niveaus und des gestiegenen Interesses an UEFA-Frauenwettbewerben bereits deutlich spürbar. Dennoch bleibt noch viel zu tun und wir sollten uns ehrgeizige Ziele stecken und nie vergessen, dass wir – alle Interessengruppen im Fußball – diese nur erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten.“

Der Aufschwung im Frauenfußball und das stetig steigende Interesse seitens der Fans wären nicht möglich gewesen ohne die Investitionen und das Engagement der Nationalverbände, die zahlreiche Entwicklungsprojekte von der Breitenfußball- bis zur Elitestufe organisiert haben.

Dank dieser Investitionen konnten nachhaltige, positive Ergebnisse bei den Teilnehmerzahlen, der Professionalisierung und den Leistungen auf allen Stufen erreicht werden.