UEFA schenkt der Stadt Marseille ein Maxispielfeld

Im Rahmen der UEFA-Breitenfußballwoche war der ehemalige französische Stürmerstar David Trezeguet bei der Übergabe des Maxispielfelds durch die UEFA an die europäische Hauptstadt des Sports 2017, Marseille, zugegen.

David Trezeguet zusammen mit Kindern bei der Feier im Rahmen der Übergabe des Maxispielfelds durch die UEFA an die Stadt Marseille.
David Trezeguet zusammen mit Kindern bei der Feier im Rahmen der Übergabe des Maxispielfelds durch die UEFA an die Stadt Marseille. ©UEFA.com

Die UEFA hat im Rahmen der UEFA-Breitenfußballwoche der Stadt Marseille ein Maxispielfeld geschenkt. Der ehemalige französische Stürmer David Trezeguet zählte bei der Einweihungsfeier in der französischen Metropole zu den Gästen.

Als Teil des UEFA-Breitenfußballprogramms kamen über 200 Kinder zwischen sieben und elf Jahren aus zwei verschiedenen Schulen des 12. Arrondissements von Marseille zur Eröffnung des Kunstrasen-Maxispielfelds im Stade Sévan, der Heimstätte der 17 Teams von Entente UGA Ardziv, einem 1924 gegründeten Klub der Stadt.

Das Spielfeld wurde von der UEFA mit einer Spende von EUR 100 000 finanziert, die aus Anlass der Ernennung von Marseille zur europäischen Hauptstadt des Sports 2017 erfolgte.

Die UEFA-Breitenfußballwoche findet zeitgleich mit der europäischen Woche des Sports statt. Im Rahmen dieser Initiative der Europäischen Kommission sollen Sport und körperliche Betätigung in ganz Europa gefördert werden (#BeActive).

Unter den Augen des Welt- und Europameisters von 1998 bzw. 2000 trugen die Jungen und Mädchen ihre Partien auf altersgerechten Kleinspielfeldern aus und nahmen an Geschicklichkeits-Wettbewerben und lehrreichen Spielen zu den Fußballregeln teil. Die Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der UEFA, dem Französischen Fußballverband (FFF), der regionalen Mittelmeerliga, dem Fußball-Distrikt Provence und dem französischen Bildungsministerium organisiert.

„Ich bin wirklich beeindruckt von diesen Kindern. Sie genießen es, auf diesem Platz zu sein“, sagte Trezeguet. „Sie spielen zusammen und haben Spaß. Fußball kann wirklich stark sein, er vereint die Menschen, auch unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund. Jetzt sind sie an der Reihe, zu spielen. Sie sind die Zukunft.“

„Die UEFA ist fest davon überzeugt, dass Fußball und Spaß am Spiel allen offenstehen sollten. Fußball spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Menschen zusammenzubringen“, sagte Frank Ludolph, Leiter Fußballausbildung der UEFA. „Auf Juniorenniveau steigen die Abbrecherquoten im Fußball in ganz Europa. Deshalb ist die UEFA überzeugt, dass es entscheidend ist, in den Breitenfußball zu investieren. Fußball ist eine gute Art, Werte für das Leben zu lernen. Investitionen in den Breitenfußball gehören zu den elf Werten, die sich in den Aufgabenbereichen der UEFA widerspiegeln“, so Ludolph weiter. „Ohne Breitenfußball gibt es keine Elitestufen – ohne feste Wurzeln werden keine Blumen blühen. Normalerweise verschenken wir drei Spielfelder pro Jahr, darunter eines an die europäische Hauptstadt des Sports und jeweils eines an die Austragungsstädte der Klubwettbewerbsendspiele.“

„Wir haben den Beitrag der UEFA zu diesem fantastischen Tag wirklich sehr geschätzt“, sagten die beiden Klubpräsidenten Roger Dermesropian und Philippe Cazarian. „Unser Klub zählt 300 Spieler, von den ganz Kleinen bis zu den Veteranen. Unsere erste Mannschaft spielt in der höchsten regionalen Amateurspielklasse, der Régionale 1 [6. Ebene im französischen Fußball], und es war sehr wichtig, die Qualität unseres Hauptspielfelds für alle unsere Spieler zu verbessern. Mit diesem Spielfeld können unsere Trainer auch besser mit den Kindern arbeiten.“

„Wir brauchen Infrastruktur, um den Breitenfußball am Leben zu erhalten, insbesondere in einer Stadt wie Marseille, in der Fußball gelebt wird und es immer mehr registrierte Spieler gibt“, sagte Raphaël Boutin, Verwaltungsdirektor der regionalen Mittelmeerliga. „Es ist wichtig, die Klubs für ihren Einsatz zu belohnen. Ohne sie und ohne die Freiwilligen könnten wir keine Spitzenspieler ausbilden. In diesem Zusammenhang sollte die Rolle des Fußballs in der Gesellschaft nicht unterschätzt werden. Der Fußball stellt sich seiner sozialen Verantwortung.“

„Es ist eine tolle Breitenfußballfeier für Jungen und Mädchen, unabhängig davon, woher sie kommen“, fügte Sébastien Pessoa, Projektleiter der FFF hinzu. „Wir feiern unseren Sport in all seinen Facetten: Bildung, Spiel, Spaß und Sport.“