Forschungsstipendien-Projekte wurden gewählt

Die Jury des UEFA-Forschungsstipendien-Programms wählte sechs Forschungsstipendien-Bewerbungen für 2015/16 und erfuhr die Ergebnisse der Projekte von 2014/15.

Die Jury des UEFA-Forschungsstipendien-Programms
Die Jury des UEFA-Forschungsstipendien-Programms ©Getty Images

Die Jury des UEFA-Forschungsstipendien-Programms, das die Arbeit von Forschern, die sich mit dem europäischen Fußball beschäftigen, unterstützt, hat über die Forschungsstipendien-Bewerbungen für 2015/16 entschieden.

Anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums führte die UEFA eine Sonderausgabe des UEFA-Forschungsstipendien-Programms ein, um für die Mitgliedsverbände und in Zusammenarbeit mit diesen entwickelte Projekte zu unterstützen. Die Jury begutachtete 52 Bewerbungen ausführlich und wählte die folgenden sechs Anträge aus:

Effizienzpotenziale im strategischen Stadionmanagement, von Daniel Gruber, Universität Bayreuth, Deutschland. Projekt unterstützt vom Deutschen Fußball-Bund

Ein unerhört zivilisatorischer Prozess? Soziale Beurteilung des "Supporters United"-Fanprojekts in Polen, Radoslaw Kossakowski, Universität Danzig, Polen. Projekt unterstützt vom Polnischen Fußballverband.

Übertragung von Fähigkeiten von Futsal zu Fußball bei jungen Spielern, von Luca Oppici, Victoria University, Australien. Projekt unterstützt vom Spanischen Fußballverband.

Abseits des Spiels: Ob, wann und wie lokale Fußballvereine soziale Verantwortung übernehmen, von Esbem Rahbek Gjerdrum Pedersen, Copenhagen Business School, Kopenhagen, Dänemark. Projekt unterstützt vom Dänischen Fußballverband.

Mentale Gesundheit im Fußball, von Katy Stewart, University of Glasgow, Schottland. Projekt unterstützt vom Schottischen Fußballverband.
Die Jury vergab dieses Forschungsstipendium in Gedenken an Dr. Stewart Hillis, ehemaliges Mitglied des medizinischen Kommission der UEFA, der letztes Jahr verstarb.

Optimierung von Spielerleistung und Trainingsbereitschaft: Ermüdungserscheinungen und Erholung der neuromuskulären Funktionen nach einem Fußballspiel, von Kevin Thomas, Northumbria University, Newcastle, England. Projekt unterstützt vom Englischen Fußballverband.

25 der 52 eingereichten Bewerbungen wurden von verschiedenen UEFA-Mitgliedsverbänden unterstützt. Nun werden die sechs ausgewählten Forscher die nächsten neun Monate ihre Zeit der Forschung in den entsprechenden Themengebieten widmen; nächstes Jahr werden ihre Forschungsergebnisse der UEFA in Kooperation mit den unterstützenden Mitgliedsverbänden präsentiert.

Die UEFA unterstützt die Kooperation zwischen den Mitgliedsverbänden und der akademischen Welt und erhofft sich, dass dadurch Forschungsprojekte gestartet werden, die von den Verbänden zur Weiterentwicklung ihrer eigenen Initiativen und Projekte genutzt werden. "Es gibt eine Vielzahl von Themengebieten; die Multidimensionalität ist einer der interessantesten Aspekte des Programms", sagte der Vorsitzende der Jury, William Gaillard.

Außerdem sah die Jury die Abschlusspräsentationen der Forscher, die 2014/15 Forschungsstipendien erhielten:

Studie über ausscheidende Fußballerinnen im Erwachsenenbereich aus fünf europäischen Ländern: Die Rolle des vom Trainer erzeugten motivierenden Klimas, von Paul Appleton, University of Birmingham, England

Eine vergleichende Perspektive des europäischen Fußballs: Organisatorische Kapazitäten von europäischen Fußballvereinen, von Christoph Breuer, Deutsche Sporthochschule, Köln

Risiken und Nutzen: Kreatin-Behandlung bei jungen Fußballspielern, von Pascale Kippelen, Brunel University, England

Spieler-Belastungsüberwachung: Schutz für Profifußballer vor Überbelastung mithilfe von dreiaxialen Miniatur-Beschleunigungsmessern im Hochfrequenzbereich, von Mark Robinson, Liverpool John Moores University, England

Die UEFA-Forschungsstipendien-Jury besteht aus einem Vorsitzenden, fünf Vertretern der europäischen Fußballfamilie und fünf international renommierten Wissenschaftlern, die für ihre Arbeit im Bereich des europäischen Fußballs und Sports bekannt sind.

Das Forschungsstipendien-Programm weist eine Vielzahl unschätzbarer Eigenschaften auf. Insbesondere ergeben sich durch die Forschung interessante neue Erkenntnisse über den europäischen Fußball; dies hilft der europäischen Fußballfamilie bei der Erfüllung ihrer Mission, da Entscheidungen effektiver und informierter getroffen werden können.

UEFA-Forschungsstipendien-Programm-Jury
Vorsitzender: William Gaillard (UEFA)

Vertreter der Europäischen Fußballfamilie:
Nodar Akhalkatsi (ehemaliger Präsident des Georgischen Fußballverbands, Inspektor der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA)
Per Ravn Omdal (ehemaliges Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, Ehrenmitglied der UEFA)
Giangiorgio Spiess (ehemaliges Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, Ehrenmitglied der UEFA)
Ivančica Sudac (Leiter für internationale Beziehungen und Lizenzierung, Kroatischer Fußballverband) (neu)

Vertreter der Universitäten:
Prof. Paul Downward (Loughborough University, England)
Prof. Jürgen Mittag (Deutsche Sporthochschule, Köln, Deutschland)
Prof. Gérald Simon (Universität von Burgund, Dijon, Frankreich)
Prof. Susan Bridgewater (University of Liverpool, England) (neu)

Medizinische Vertreter:
Dr. Michel D'Hooghe (Vorsitzender der medizinischen Kommission der UEFA)
Prof. Jan Ekstrand (Stellvertretender Vorsitzender der medizinischen Kommission der UEFA, Professor in Linköping, Schweden)

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