Vielfalt durch Fußball fördern - Michel Platini

In seiner Ansprache an die Teilnehmer der Konferenz Respektiere Vielfalt in Rom sprach UEFA-Präsident Michel Platini von der Verantwortung der Fußballgemeinde, Vielfalt zu fördern und Diskriminierung auszulöschen.

In seiner Grundsatzrede an die Delegierten bei der UEFA-Konferenz Respektiere Vielfalt in Rom betonte UEFA-Präsident Michel Platini die Rolle, die der Fußball dabei spielen muss, ein lehrreiches Beispiel für die Gesellschaft hinsichtlich Vielfalt und der Balance zwischen Aufklärung und Strafe für jene, die dagegen verstoßen, zu sein.

Herr Platini sprach zum Beginn dieser Konferenz, die gemeinsam von der UEFA, dem FARE-Netzwerk und der Spielergewerkschaft FIFPro organisiert und vom Italienischen Fußballverband (FIGC) in Rom ausgerichtet wird, auch über die langfristig angelegte RESPECT-Kampagne.

"Fußball ist ein außergewöhnliches Beispiel einer sozialen Mischung und von Vielfalt aller Arten", sagte er den Delegierten. "Vom unbedeutendsten Bolzen gehen in den Vororten bis zu den gleißenden Lichtern des Endspiels der UEFA Champions League kann man Vielfalt, als eine Abbildung der Globalisierung, mit all den Herausforderungen, die sie verursacht, aber auch all ihren Chancen, beobachten."

"Das ist die höfliche Art und Weise etwas zu sagen, das besser direkter ausgesprochen werden könnte: Die Zeiten, da der Fußball in Europa ein Sport für Chauvinisten mittleren Alters war, sind vorbei, und Gott sei Dank werde diese Tage nie zurückkehren."

"Fußball ist extreme populär, er ruft Leidenschaft bei hunderten Millionen junger Menschen hervor, er füllt ihre Träume und oft auch ihre Ziele. Natürlich bringt diese außerordentliche Popularität auch eine Verantwortung mit sich, die weit über den Sport hinausgeht. Die Tatsache, dass der Fußball solch eine große Gefolgschaft hat, bedeutet auch, dass er die Pflicht hat, Werte zu vermitteln, die dabei helfen, dass die Gesellschaft toleranter gegenüber der Vielfalt wird. Der Fußball muss ein Beispiel geben."

"Die, die unseren Sport anführen, müssen die Spieler vor allen Formen der Diskriminierung schützen, denn letztendlich geht es dabei effektiv um ihren Arbeitsplatz. Sie tun dies, da diesen Spielern als Menschen Respekt zusteht. 'RESPECT' ist der Name der Kampagne, die ich vor sechs Jahren gestartet habe, um – da wir über den Fußball reden – die Übel anzugehen, die es in unserem Sport oft gibt. Vor allem beschäftigen wir uns mit der Diskriminierung."

Mehr als 200 Delegierte aus den Mitgliedsverbänden der UEFA, den Ligen, den Vereinen, politischen und Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) und Minderheitengruppen treffen sich gemeinsam mit relevanten Experten und Medienvertretern in der italienischen Hauptstadt für diese zweitägige Veranstaltung, in der es eine Auswertung bewährter Praktiken, Workshops und eine Podiumsdiskussion von Spielern geben wird.

"Der Fußball heißt willkommen, er schließt ein und integriert", schloss Herr Platini. "Er diskriminiert niemanden und verfolgt niemanden. Er ist eine Antriebskraft für Fortschritt in der Gesellschaft. Daran glaube ich und dafür stehe ich."