EU-Kommissar begrüßt UEFA-Reformen

Der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, hat seine Zufriedenheit über die Entschlossenheit der UEFA ausgedrückt, all ihre Aktivitäten im Sinne von Good Governance durchzuführen.

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, spricht auf dem UEFA-Kongress in Helsinki
Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, spricht auf dem UEFA-Kongress in Helsinki ©UEFA

Der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics, hat die Good Governance-Reformen der UEFA, wie sie am Mittwoch beim UEFA-Kongress in Helsinki bestätigt wurden, begrüßt.

In seiner Rede auf dem Kongress sagte Navracsics, dass er sich über die volle Entschlossenheit der UEFA freue, Good Governance zu fördern. Er drückte seinen Wunsch aus, dass Governance "Teil der DNA der Sportorganisationen, groß oder klein" sein müsse.

"Wir alle haben gesehen, wie Fehler in der Governance das Bild des Sports getrübt haben", sagte der Kommissar. "Fußball ist besonders verwundbar, obwohl er keineswegs der einzige Sport ist, der davon betroffen ist. Aber wegen seiner hohen Popularität steht der Fußball unter noch stärkerer Beobachtung."

Navracsics sagte, dass er glücklich darüber sein, dass die UEFA-Verbände im vergangenen September Aleksander Čeferin zum UEFA-Präsidenten gewählt haben - dies auf der Basis eines Programms, das sich stark auf Good Governance konzentriert.

"Ich war ebenfalls erfreut darüber, dass die UEFA die Deklaration , die ich im vergangenen September herausgebracht habe, unterschrieben hat, und die alle Verbände und Organisationen - in der EU und darüber hinaus - dazu auffordert, die Kultur von Good Governance in ihre Aktivitäten einzubinden."

"Nun freue ich mich zu sehen, dass die UEFA diese Verpflichtungen ernst nimmt", fügte er hinzu.

Aleksander Čeferin und Tibor Navracsics
Aleksander Čeferin und Tibor Navracsics©UEFA

"Transparenz, Verantwortlichkeit und die Einbeziehung von Interessensgruppen sind das Rückgrat der Prinzipien von Good Governance."

"Der Sport muss das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen, um einen Platz im Herzen der Gesellschaft zu behalten."

Der Kommissar unterstrich, dass die UEFA und die Europäische Kommission in weiten Bereichen gemeinsame Ziele teilen. Ein formales Arrangement for Cooperation [unterschrieben 2014] deckt zahlreiche Punkte ab, darunter das Finanzielle Fairplay, Spielabsprachen und die Dritteigentümerschaft.

Navracsics erinnerte daran, dass der Fußball viel mehr sein könne als nur Unterhaltung oder Leidenschaft. Er unterstrich die Kraft des Sports, wenn es darum geht, die Menschen zusammenzubringen und auf den Werten des Fairplay basierend für soziale Inklusion, Solidarität und gegenseitigen Respekt zu werben.

"Die UEFA und die Kommission sind sich dieser Kraft bewusst, und das ist in der Tat ein Bereich, in dem wir unsere Zusammenarbeit erweitern können", sagte er.

Navracsics sagte, dass beide Organisationen viele Werte teilen - "die Integrität des Sports, der Respekt vor Menschenrechten und Würde, die Nicht-Diskriminierung und die Solidarität."

Er begrüßte zudem die Arbeit, die die UEFA unternimmt, um den Breitenfußball zu fördern - darunter auch die UEFA-Breitenfußball-Woche, die in jedem September stattfindet -, und die darauf abgestimmte Europäische Woche des Sports, mit der die Kommission sich für Sport und körperliche Aktivitäten auf dem gesamten Kontinent einsetzt.

"Ich weiß, wie aktiv die UEFA in diesen Bereichen ist", sagte er. "Und ihre Kampagnen gegen Rassismus und Gewalt sind besonders wichtig. Fußball hat die Kraft, große Bereiche der Gesellschaft zu erreichen, und das auf eine Weise, auf die es Politiker und Regierungen einfach nicht können."