Spiel für Solidarität nutzt Kindern in aller Welt

Im Rahmen eines Benefizspiels zwischen zwei All-Star-Teams, angeführt von Luís Figo und Ronaldinho, wurde Geld für die UEFA-Stiftung für Kinder zur Finanzierung humanitärer und Entwicklungshilfeprojekte rund um den Globus gesammelt.

Die aufgebrachten Mittel kommen humanitären und Entwicklungshilfeprojekten zugute.
Die aufgebrachten Mittel kommen humanitären und Entwicklungshilfeprojekten zugute. ©UEFA.com

Am 21. April veranstalteten die UEFA und das Büro der Vereinten Nationen in Genf gemeinsam das erste „Spiel für Solidarität“, ein Benefiz-Fußballspiel, das auch von der Stadt und dem Kanton Genf sowie der Fondation du Stade de Genève unterstützt wurde. Neben dem sportlichen Geschehen, für das Ronaldinho, Luís Figo und zahlreiche weitere Fußballlegenden ihre Zusage gegeben hatten, umfasste die Veranstaltung auch eine einzigartige Online-Versteigerung, an der sich Fans aus aller Welt beteiligen konnten, sowie eine Live-Auktion beim Galadinner nach der Partie. Alle aufgebrachten Mittel werden für humanitäre und Entwicklungshilfeprojekte verwendet.

Die Begegnung im Stade de Genève stieß auf großes Publikumsinteresse. Insgesamt kamen 23 654 Fußballbegeisterte ins fast ausverkaufte Rund, um bei schönstem Frühlingswetter den 4:3-Erfolg der Elf um Figo mitzuverfolgen. Die Botschaft des Spiels bestand darin, im Rahmen der von den Vereinten Nationen festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) Frieden, Menschenrechte und Wohlstand in der ganzen Welt zu fördern.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass sowohl Fans als auch Fußballlegenden sich für diese gute Sache begeistern konnten und dazu beigetragen haben, Gelder für Bedürftige zu sammeln“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Wir befinden uns in einer privilegierten Lage und müssen dies nutzen, um Kindern rund um den Globus, die unter schwierigen Umständen aufwachsen, zu helfen.“
    
Insgesamt kamen EUR 605 000 zusammen, die der UEFA-Stiftung für Kinder zur Unterstützung von vier Projekten übergeben werden, die durch eine Kommission bestehend aus Vertretern der UEFA, des Büros der Vereinten Nationen in Genf sowie der Fondation du Stade de Genève ausgewählt wurden. Die Kommission möchte Initiativen unterstützen, die Sport und insbesondere Fußball dazu nutzen, die Inklusion von behinderten Kindern zu fördern.

„Solidarität ist entscheidend, wenn es darum geht, eine gerechtere Welt für alle zu schaffen“, so Michael Møller, General-Direktor des Büros der Vereinten Nationen in Genf. „Dieses Spiel hat dies erneut bewiesen: Wichtige Vertreter der internationalen Gemeinschaft in Genf wurden zusammengebracht, um Ungleichheiten in und zwischen Ländern zu verringern, wie es im Ziel für nachhaltige Entwicklung Nr. 10 heißt, und Projekte für Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung in aller Welt zu unterstützen. Wenn wir zusammenstehen, können unsere Taten Wirkung zeigen und einen spürbaren Einfluss auf das Leben der Menschen nehmen. Wir müssen unsere Unterschiede beiseite lassen und uns auf unser gemeinsames Ziel konzentrieren, um eine Welt voller Chancen zu schaffen.“  

Eines der geförderten Projekte – Autisme Genève – liegt auf lokaler Ebene. Die Vereinigung setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung mehr Verständnis entgegengebracht wird, und will die Wertschätzung von Vielfalt innerhalb der Gesellschaft steigern. Die nicht gewinnorientierte Organisation wurde 2007 auf Initiative von Eltern gegründet, deren Kinder an Autismus-Spektrum-Störungen leiden.

Auf internationaler Ebene kommt die Kampagne folgenden Projekten zugute:

Blindenfußball in Bamako (Mali): Ein Projekt der Organisation Libre Vue, das 2012 ins Leben gerufen wurde und mehr Möglichkeiten für sehbehinderte Menschen schafft, Fußball zu spielen.

Everyone invited to the pitch! (Alle ab aufs Spielfeld!) (Argentinien): Ein seit über 20 Jahren existierendes Projekt der Asociación Civil Andar im Verwaltungsbezirk Moreno der Provinz Buenos Aires, dessen Ziel darin besteht, geistig behinderte Menschen durch Arbeitsstellen, Sport, kulturelle und gesundheitliche Angebote in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Inclusive Sports for Peace (Inklusiver Sport für den Frieden) (Sri Lanka): Ein Projekt von Handicap International in den Distrikten Trincomalee, Batticaloa und Ampara. Das Ziel ist es, jungen Menschen mit körperlicher Behinderung mehr Möglichkeiten zu bieten, sich sportlich zu betätigen, und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

„Wir freuen uns, dass die Dynamik und die Unterstützung rund um das Spiel für Solidarität es uns ermöglicht haben, Programme zu unterstützen, die darauf abzielen, das Leben von Kindern auf vier Kontinenten zu verbessern“, äußerte sich Pascal Torres, Generalsekretär der UEFA-Stiftung für Kinder. „Behinderte Kinder sind besonders verletzlich und benötigen deshalb mehr Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Grundrechte, darunter das Recht auf Bildung sowie das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.“

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