Das UEFA Match Command Centre – wo alle Fäden zusammenlaufen

Dank dem Match Command Centre steht die UEFA kontinuierlich mit allen Spielorten in Kontakt und kann so für höchste Sicherheit und optimale Fernsehbilder sorgen.

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Das Match Command Centre im schweizerischen Nyon.
Das Match Command Centre im schweizerischen Nyon.©UEFA.com

Die UEFA Champions League ist einer der bestbesuchten sportlichen Wettbewerbe weltweit, der auch mit die höchsten Einschaltquoten verzeichnet. Gewährleistet wird dieser Erfolg auch durch die logistische Meisterleistung, die Spieltag um Spieltag hinter den Kulissen abgeliefert wird. Vom Match Command Centre am UEFA-Sitz in Nyon aus stehen die UEFA-Mitarbeiter kontinuierlich mit allen Spielorten in Kontakt und können so für höchste Sicherheit und optimale Fernsehbilder sorgen. Die Schaltzentrale des europäischen Fußballs hat ihren Wert längst bewiesen.

„Das Match Command Centre wurde zur Saison 2008/09 eingerichtet“, erklärt der stellvertretende Generalsekretär der UEFA, Giorgio Marchetti. „Es ist wirklich von unschätzbarer Bedeutung, da es der UEFA ermöglicht, die vollständige Kontrolle über die Geschehnisse vor Ort zu behalten. Natürlich sind wir bei allen Spielen auch in verschiedenen Funktionen – dem Spieldelegiertem, dem Spielortverantwortlichen und anderem Personal – im Stadion vertreten, aber wir brauchen eine Art zentrale ,Fernsteuerung‘.“

So können die Abgesandten in den verschiedenen Stadien in ganz Europa Informationen ans Match Command Centre schicken, während die Leitstelle in Nyon wiederum Rückmeldung geben kann, ob sämtliche Bestimmungen und Standards der UEFA bei all ihren Spielen auf dem Kontinent eingehalten werden.

Das Match Command Centre besteht seit 2008.
Das Match Command Centre besteht seit 2008.©UEFA.com

„Vor und während des Spiels stehen vor allem Sicherheitsfragen im Vordergrund, seien es ,Flitzer‘ auf dem Spielfeld oder Unruhestifter unter den Anhängern der Heim- oder der Auswärtsmannschaft“, erläutert Kenny Scott, der für die operative Sicherheit verantwortlich zeichnet.

Eine besondere Rolle spielt das Match Command Centre in heiklen Situationen, wenn die Fortsetzung der Partie aus Sicherheitsgründen auf dem Spiel steht. Giorgio Marchetti erklärt, dass die Leitstelle den Informationsfluss optimiert, sodass alle Akteure im operativen Bereich stets über alles Wesentliche auf dem Laufenden sind.

Währenddessen überwachen Mitarbeitende des Bereichs TV und Broadcast Operations an den Spielabenden die Produktion des Weltsignals und der Bildschirmgrafiken. Im Match Command Centre laufen bis zu 16 Signale zusammen, und die UEFA hat die Möglichkeit, besondere Vorkommnisse bei einzelnen Spielen umgehend zu überprüfen.

Pro Champions-League-Begegnung sind mindestens 14 Host-Broadcaster-Kameras im Einsatz, bei einigen Partien gar bis zu 28 oder 29 – so wird gewährleistet, dass jeglicher Vorfall aus allen erdenklichen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Dieses zusätzliche Material wird den Sendeanstalten in den einzelnen Ländern ebenfalls zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Berichterstattung oder ihre Analysen entsprechend ergänzen können.

„Sehr wichtig ist auch die Funktion des Macht Command Centres als Datensammelstelle“, so Giorgio Marchetti weiter. „Wir sammeln sämtliche relevanten Informationen, speichern diese und geben sie an die entsprechenden Abteilungen weiter, damit diese sie bei der Erstellung ihrer Berichte zu Hilfe ziehen können.“

Das Match Command Centre ist von unschätzbarem Wert für die UEFA, da es ihr einen vollständigen Überblick über jedes einzelne Spiel ermöglicht. Es funktioniert wie eine Kommunikationsleitstelle, die sicherstellt, dass alle stets über aktuellsten Informationen verfügen. Das System kommt nicht nur in der UEFA Champions League, sondern auch in der UEFA Europa League, bei den European Qualifiers und in der neuen UEFA Nations League zum Einsatz.

Videos und Fotos, die einen Eindruck von den Abläufen im Match Command Centre der UEFA an Spieltagen liefern, sind über folgenden Link abrufbar: https://uefa.box.com/v/MatchCommandCentre

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