#EqualGame: SSC Neapel und Kalidou Koulibaly unterstützen Inklusion

Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel und Michele Uva, Geschäftsführer des Italienischen Fußballverbands, sprachen mit Schülerinnen und Schülern in Mailand über die Bedeutung von Inklusion und Vielfalt im Fußball.

©UEFA.com

Rund 800 Schülerinnen und Schüler kamen im Agnesi-Gymnasium in Mailand zu einem Diskussionsforum über Vielfalt zusammen, zu dem der SSC Neapel eingeladen hatte. Die Veranstaltung fand im Rahmen der UEFA-Kampagne #EqualGame zur Förderung von Inklusion, Vielfalt und Barrierefreiheit im Fußball statt.

Das Forum dauerte 90 Minuten und war wie ein Fußballspiel in zwei 45-minütige Hälften aufgeteilt. Die erste Hälfte gehörte Napoli-Verteidiger Kalidou Koulibaly, die zweite den Schülern, die über ihre Erlebnisse in Sachen Diskriminierung berichten und den Organisatoren Fragen stellen konnten.

Rund 800 Schülerinnen und Schüler aus Mailand nahmen an einem Diskussionsforum des SSC Neapel zum Thema Diversität teil.
Rund 800 Schülerinnen und Schüler aus Mailand nahmen an einem Diskussionsforum des SSC Neapel zum Thema Diversität teil.©UEFA.com

„Dieses Forum ist euch gewidmet, den jungen Menschen, der nächsten Generation“, sagte Nicola Lombardo, Kommunikationsdirektor beim SSC Neapel. „Als die UEFA diese fantastische Kampagne gestartet und die Vereine um Unterstützung gebeten hat, habe ich keine Sekunde gezögert.“

Im Februar 2016, während eines Auswärtsspiels gegen Lazio Rom im Stadio Olimpico, forderte Koulibaly den Schiedsrichter auf, die Partie zu unterbrechen, nachdem jede Ballberührung des senegalesischen Nationalspielers von einer Gruppe Fans mit Affengeräuschen begleitet wurde. „Zusammen mit meinen Teamkollegen haben wir mit dem Schiedsrichter gesprochen und ihn aufgefordert, das Spiel zu unterbrechen“, erinnert sich Koulibaly.

Michele Uva, Geschäftsführer des Italienischen Fußballverbands (FIGC), nahm ebenfalls am Forum teil.
Michele Uva, Geschäftsführer des Italienischen Fußballverbands (FIGC), nahm ebenfalls am Forum teil.©UEFA.com
Die Veranstaltung fand im Rahmen der UEFA-Kampagne #EqualGame statt.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der UEFA-Kampagne #EqualGame statt.©UEFA.com

In der darauffolgenden Woche trugen die Napoli-Fans als Zeichen der Solidarität Masken mit Koulibalys Konterfei. „Das hat mich sehr berührt, wie sie mich alle unterstützt haben. Das werde ich nie vergessen. Es ist nicht einfach, wenn du dich so allein fühlst, doch bei dem Spiel kamen auch Lazio-Spieler zu mir, um zu reden. Das zeigt, dass wir zusammenhalten und gemeinsam gegen Diskriminierung kämpfen müssen.“

Koulibaly sprach auch das Problem der Sklaverei in Lybien an und räumte ein, dass sich die Situation im italienischen Fußball verbessert hat, seit er 2014 vom KRC Genk in die Serie A wechselte.„Die Zahl der Vorfälle im Zusammenhang mit Diskriminierung sind im italienischen Fußball seit 2011 um 75 % zurückgegangen“, erklärt Michele Uva, Geschäftsführer des Italienischen Fußballverbands und UEFA-Vizepräsident. „Nach Familie und Schule ist der Sport die dritte Stufe im Kampf gegen Diskriminierung. Es liegt an euch Schülern, diese Botschaft hinauszutragen und euch Gehör zu verschaffen.“

„Die Hautfarbe einer Person muss künftig dieselbe Bedeutung haben wie die Farbe ihrer Augen“, betont Damiano Tommasi, Präsident der italienischen Profifußballervereinigung. „Ich bin zuversichtlich, dass dies bei unserer nächsten Generation der Fall sein wird.“

Eduardo De Laurentis, Vizepräsident des SSC Neapel, schloss das von allen Beteiligten geschätzte Forum mit folgenden Worten ab: „Wir sind im Jahr 2017. Gemeinsam können wir Diskriminierung besiegen und diesen Radaubrüdern das Handwerk legen.“
 

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