Solidaritätszahlungen 2016/17 für die Nachwuchsförderung

Die UEFA erhöht ihre Solidaritätszahlungen an die europäischen Erstligaklubs für die Nachwuchsförderung dieses Jahr auf EUR 124,37 Mio.

Der Torhüter von Real Madrid, Keylor Navas, muss sich bei Mario Mandžukićs beeindruckendem Fallrückzieher für Juventus Turin im Finale der UEFA Champions League 2016/17 geschlagen geben.
Der Torhüter von Real Madrid, Keylor Navas, muss sich bei Mario Mandžukićs beeindruckendem Fallrückzieher für Juventus Turin im Finale der UEFA Champions League 2016/17 geschlagen geben. ©Getty Images

Die UEFA hat dieses Jahr die für Nachwuchsförderung vorgesehenen Solidaritätszahlungen zugunsten der europäischen Erstligaklubs, die durch die Einnahmen aus den UEFA-Klubwettbewerben 2016/17 finanziert werden, erhöht.

Den Vereinen werden insgesamt EUR 124,37 Mio. (120,83 Mio. im Vorjahr) von den Einnahmen aus der UEFA Champions League und UEFA Europa League 2016/17 zur Verfügung gestellt; das Geld wird jeweils von der Profiliga oder dem Nationalverband des betreffenden Landes an die Vereine weitergeleitet.

80 % dieser Summe werden an Klubs von Nationalverbände bzw. Ligen mit mindestens einem an der Gruppenphase der UEFA Champions League teilnehmenden Verein verteilt, 20 % an Nationalverbände bzw. Ligen ohne Teilnehmer in der Gruppenphase der europäischen Königsklasse.

Die Vereine sind verpflichtet, die Beiträge für die Nachwuchsförderung und für gemeinwohlorientierte Projekte auf lokaler Ebene einzusetzen.

Nur Vereine, die in der Saison 2016/17 weder an der Champions-League- noch an der Europa-League-Gruppenphase teilgenommen haben, haben Anspruch auf einen Anteil aus diesen Solidaritätszahlungen.

Für die Spielzeit 2016/17 werden folgende Beträge ausgeschüttet:
- 17 Verbände bzw. Ligen mit Teilnehmern an der Gruppenphase der UEFA Champions League 2016/17: EUR 99,49 Mio. (im Vergleich zu EUR 96,66 Mio. 2015/16);
- 37 Verbände bzw. Ligen ohne Teilnehmer an der Gruppenphase der UEFA Champions League 2016/17: EUR 24,87 Mio. im Vergleich zu EUR 24,16 Mio. 2015/16).

Die Zahlungen erfolgen auf der Grundlage des von der UEFA und der Europäischen Klubvereinigung (ECA) vereinbarten und vor zwei Jahren eingeführten Verteilungsschlüssels.

Der Anteil der Solidaritätszahlungen für die Nachwuchsförderung in Vereinen, die nicht an der Gruppenphase der UEFA Champions League oder der UEFA Europa League teilnehmen, beträgt 5 % der gesamten Bruttoeinnahmen aus den beiden Wettbewerben.

Diese Ausschüttung an die Nationalverbände bzw. Ligen richtet sich zudem nicht mehr exklusiv nach dem Marktwert. Mit dem neuen Verteilungsschlüssel werden 60 % des verfügbaren Betrags zu gleichen Teilen unter allen Nationalverbänden bzw. Ligen aufgeteilt und nur 40 % entsprechend dem TV-Marktwert der einzelnen in der UEFA Champions League vertretenen Verbände, was zu größeren Gewinnen für Vereine aus weniger starken Verbänden führt.

Grundsätzlich sind die Gelder zu gleichen Teilen zwischen allen Vereinen der höchsten Liga aufzuteilen, die nicht an den Gruppenspielen der UEFA Champions League und der UEFA Europa League beteiligt waren. Es können andere Ausschüttungskriterien genehmigt werden, vorausgesetzt, dass sie auf definierten Kriterien betreffend die Nachwuchsförderung basieren.

Um Mittel zu erhalten, muss ein Verein ein Nachwuchsförderprogramm gemäß dem von der UEFA genehmigten, nationalen Klublizenzierungshandbuch vorweisen können.