UEFA stärkt die Rechte der Spieler

Die UEFA hat sichergestellt, dass alle Spieler im Falle einer Anklage wegen eines positiven Dopingtests das Recht haben, sich zu verteidigen.

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Die UEFA hat sichergestellt, dass alle Spieler im Falle einer Anklage wegen eines positiven Dopingtests das Recht haben, sich zu verteidigen. Diese Reglementänderung wurde im Juni vom UEFA-Exekutivkomitee abgesegnet und anschließend in die UEFA-Disziplinar-Regularien (DR) aufgenommen.

In diesen Ergänzungen der UEFA-Disziplinar-Regularien finden sich zudem weitere Artikel, die die Spieler schützen sollen, gegen die eine Dopinganklage eröffnet wurde. Gleichzeitig soll so auch sicher gestellt werden, dass die UEFA-Disziplinarorgane unabhängig bleiben.

Die UEFA ist sich bewusst, dass es finanzielle Diskrepanzen zwischen den Fußballern in den 55 Mitgliedsverbänden gibt. Die UEFA hat dafür gesorgt, dass Spieler, die finanzielle Probleme haben, bei Bedarf rechtliche Unterstützung und Pro-Bono-Beratungen erhalten (Artikel 39 DR). Zudem sind Disziplinarverhandlungen gegen Spieler, die wegen einer Verletzung der Anti-Doping-Regeln angeklagt sind, für diese kostenlos (Artikel 51 (2) DR), darunter fällt auch die Berufungsgebühr (Artikel 60 (4) DR).

Die Unabhängigkeit der UEFA-Disziplinarorgane ist für die Integrität der Disziplinarmaßnahmen durch den Verband von größter Bedeutung. Um die Transparenz zu verbessern, müssen die Mitglieder der UEFA-Disziplinarorgane jetzt eine offizielle Deklaration unterzeichnen (Artikel 32 (1) DR).

Außerdem ist es künftig möglich, Anhörungen in Fällen von Verletzungen der Anti-Doping-Regularien öffentlich abzuhalten, sollte der Angeklagte dies wünschen und der Vorsitzende der jeweiligen Disziplinarkammer dies akzeptieren (Artikel 41 (7) DR).

Mit der Einführung der oben genannten Zusätze sind die Disziplinarvorgänge der UEFA robuster und unabhängiger denn je. Das neue System sorgt dafür, dass ein Fußballspieler sich in einer besseren Position befindet, sollte er vor die UEFA-Disziplinarkammern zitiert werden.

Die UEFA zeigt damit, dass sie nicht nur weiterhin entschlossen gegen Doping kämpft, sondern auch alle angeklagten Fußballer, die unter der UEFA-Obhut ihrem Beruf nachgehen, im Falle einer Anklage ein faires und transparentes Verfahren bekommen.