UEFA-Planungen für das Jahr 2013

Die UEFA freut sich auf ein faszinierendes neues Jahr und wird in Sachen Philosophie und Umsetzung auch 2013 vor allem das Wohlergehen des Fußballs sowie grundlegende Werte in den Vordergrund stellen.

Im Haus des europäischen Fußballs in Nyon wird auch 2013 konsequent für das Wohlergehen des Fußballs gearbeitet
Im Haus des europäischen Fußballs in Nyon wird auch 2013 konsequent für das Wohlergehen des Fußballs gearbeitet ©UEFA.com

Das Jahr 2013 verspricht für die UEFA und ihre Mitgliedsverbände erneut ein faszinierendes zu werden. Dabei steht das Wohlergehen des Fußballs bei der Philosophie und Umsetzung für den europäischen Fußballdachverband genauso im Vordergrund wie einige grundlegende Werte.

Nach einer überaus erfolgreichen UEFA EURO 2012 ist bereits Kurs auf die nächsten beiden EM-Ausgaben eingeschlagen worden. Die Vorbereitungen auf die UEFA EURO 2016 sind im vollen Gange und der nächste Meilenstein des Turniers in Frankreich wird im Frühjahr erreicht, wenn das Turnier-Logo für die Endrunde mit 24 Mannschaften präsentiert wird.

In den ersten Monaten des Jahres wird zudem genauer festgelegt, wie das Bieterverfahren für die UEFA EURO 2020 ablaufen soll. Letzten Monat hatte das UEFA-Exekutivkomitee bekannt gegeben, dass die Endrunde in ganz Europa stattfinden wird. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sagte: "Was das Bieterverfahren angeht, dies wird von der UEFA-Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe festgelegt und anschließend dem UEFA-Exekutivkomitee zur Genehmigung vorgelegt. Ein sehr wahrscheinlicher Zeitpunkt dafür ist das Treffen im März 2013. Es ist klar, dass die UEFA EURO 2012 nicht in einem oder zwei Länder, sondern in mehreren europäischen Städten stattfinden wird. Wie viele Städte es letztendlich sein werden, steht noch nicht fest."

Im Mai wird sich auf und abseits des Rasens ein Großteil der UEFA-Aktivitäten in London abspielen. In der englischen Hauptstadt findet am 23. Mai an der Stamford Bridge das Endspiel der UEFA Women's Champions League statt, tags darauf kommen alle UEFA-Mitgliedsverbände anlässlich des XXXVII. Ordentlichen UEFA-Kongresses zusammen und beraten dabei über wichtige Angelegenheiten für den europäischen Fußball. Am 25. Mai wird zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre das Endspiel der UEFA Champions League im Wembley-Stadion ausgetragen. Der Englische Fußballverband (FA) feiert in diesem Jahr seinen 150-jähriges Bestehen und freut sich darauf, zu diesem Anlass Gastgeber für die Fußball-Familie zu sein.

Das finanzielle Fairplay zeigt im europäischen Vereinsfußball erste Wirkungen. Die UEFA nimmt Maßnahmen vor, die darauf abzielen, die Stabilität und das Wohlergehen des Fußballs abzusichern und den finanziellen Exzessen, welche in den vergangenen Jahren einer Reihe von europäischer Klubs Schwierigkeiten beschert haben, ein Ende zu setzen. Die Maßnahmen des finanziellen Fairplays beinhalten eine Bewertung über mehrere Jahre hinweg, damit ein langfristiges Bild im breiteren Kontext des europäischen Vereinsfußballs gezeichnet werden kann.

An UEFA-Wettbewerben teilnehmende Vereine werden seit Sommer 2011 hinsichtlich der Transfer- und Mitarbeiterzahlungen kontrolliert und für 2013/14 ist eine Beurteilung der Finanzhaushalte in den Jahren 2012 und 2013 geplant, in denen überprüft wird, ob die Klubs kostendeckend gearbeitet haben.

"Wir werden keinen Schritt zurück machen", so UEFA-Präsident Michel Platini. "Wir haben vor ein paar Jahren mit der uneingeschränkten Unterstützung aller europäischen Vereine, Nationalverbände und der Politiker die Entscheidung getroffen, das finanzielle Fairplay einzuführen. Dies ist sehr positiv zu bewerten und wir werden den Weg weitergehen."

Seit der Einführung im letzten Sommer wurden bei europäischen Vereinswettbewerben zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten eingesetzt und auch bei der Endrunde der UEFA-U21-Europameisterschaft in Israel wird es dieses von den Nationalverbänden geschätzte System geben, um Schiedsrichtern insbesondere bei Strafraumsituationen eine zusätzliche Hilfestellung zu bieten.

Der Kampf gegen Spielabsprachen und Korruption bleibt für die UEFA, den UEFA-Präsidenten und das UEFA-Exekutivkomitee in den nächsten Jahren weiterhin eine Priorität. Die UEFA sieht sich bei dem Bemühen, dieses Übel im Fußball zu bekämpfen und zu eliminieren, in einer großen Verantwortung. Mithilfe des Frühwarnsystems für Wettbetrug wird die UEFA europaweit rund 30.000 Spiele überwachen. Zudem wird das Bestreben des Exekutivkomitees, Sportbetrug europaweit als Straftat in den nationalen Gesetzen zu verankern, von der UEFA weiter unterstützt.

Der Frauenfußball befindet sich weiterhin auf dem Vormarsch und wieder hat sich die Anzahl der Frauen und Mädchen, die entweder selbst spielen oder bei Fußballaktivitäten involviert sind, enorm gesteigert. Das UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramm (WFDP) hilft den Verbänden beim Verbessern der Strukturen, zudem darf man sich darauf freuen, bei der UEFA Women's EURO 2013 in Schweden die besten Fußballerinnen des Kontinents in Aktion zu sehen.
 
Auf Männer- und Juniorenebene steht die U21-Endrunde an der Spitze einiger viel versprechender Nationalmannschaftswettbewerbe bis hin zu U17-Events. Ebenfalls mit Spannung erwartet wird UEFAs neuer Wettbewerb für den Vereinsnachwuchs, die UEFA Youth League, welche im späteren Verlauf des Jahres gestartet wird.

Gesunde Wurzeln führen zu einem gesunden Verband und die Breitenfußball-Aktivitäten der europäischen Fußballfamilie erreichen beim UEFA-Breitenfußballtag am 22. Mai in London und bei vielen gleichzeitigen Aktionen von UEFAs Mitgliedsverbänden in ganz Europa ihren Höhepunkt. Damit wird wieder einmal das Engagement der UEFA hinsichtlich der Breitenfußball-Pflege unterstrichen und die Idee, dass der Fußball für alle offen steht, gefördert.

Seit mehr als 50 Jahren bilden die Nationalverbände die Säulen für den europäischen Fußball und sind damit auch eine Schlüsselkomponente bei der Arbeit und den Visionen der UEFA. Dazu darf man von UEFA-Programmen wie HatTrick, KISS und der Studiengruppe weiter Unterstützung für den Sport und seine Infrastruktur erwarten. Fachwissen wird so für das allgemeine Wohlergehen des europäischen Fußballs ausgetauscht und der Kongress in London bietet eine weitere Möglichkeit für die UEFA und ihre Mitgliedsverbände, Einigkeit und Stärke bei der Weiterentwicklung des europäischen Fußballs zu zeigen.

Die UEFA verspricht, die Bemühungen bei der Bekämpfung von Rassismus und Gewalt im Fußball niemals einzustellen. "Es gibt im Fußballstadion keinen Platz für irgendeine Form von Diskriminierung", stellte Michel Platini klar. "Wir werden den Kampf deshalb unerbittlich weiterführen, mit all unserer Kraft, zusammen mit unseren Partnern und allen, die unseren Gedanken, dass uns Vielfältigkeit uns reicher und nicht ärmer macht, teilen."

UEFAs Aktivitäten im Rahmen der sozialen Verantwortung machen eindeutig klar, wie der Fußball Menschen zusammenführen, aus Konflikt entstandene Wunden heilen sowie Jung und Alt begeistern kann. Der UEFA-Präsident erklärte: "Der Fußball ist überall enorm beliebt, in allen Ecken der Gesellschaft. Dies gibt uns nicht nur die Möglichkeit, sondern verleiht uns auch die Verantwortung, mit unserer Hilfe zu versuchen, aus der Welt einen besseren Ort zu machen."

Zu Beginn eines weiteren faszinierenden Jahres steht die UEFA weiter als arrivierter Schlüsselspieler im europäischen Fußball da und wird – im Einklang mit ihren Werten – das Jahr 2013 mit dem Motto 'Football first' angehen.

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