Dialog zahlt sich aus

Die Mitteilung der Europäischen Kommission zum Sport, die letzte Woche veröffentlicht wurde, ist von der UEFA und Generalsekretär Gianni Infantino ausdrücklich begrüßt worden.

Die Mitteilung der Europäischen Kommission zum Sport, die letzte Woche veröffentlicht wurde, ist von der UEFA ausdrücklich begrüßt worden. Sie unterstreicht die Notwendigkeit eines fortgesetzten Dialoges zwischen dem europäischen Fußball-Dachverband und den politischen Behörden in Europa – und bekräftigt die Stärke und Wichtigkeit zahlreicher Schlüsselwerte der UEFA.

Die Europäische Kommission unterstützt viele Schlüsselpositionen der UEFA, darunter auch die Maßnahmen zum finanziellen Fairplay, die Kampagne gegen illegale Wettgeschäfte und Spielmanipulationen sowie wichtige Elemente des europäischen Sportmodells. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino nahm dazu gegenüber UEFA.com Stellung.

"Das allgemeine Gefühl bezüglich der Mitteilung ist positiv", sagte er. "Sie ist positiv, weil die Kommission jetzt wirklich die Besonderheit des Sports versteht, über die wir seit langer Zeit diskutieren."

"Besonders sind wir über die Tatsache erfreut, dass die Kommission die Regeln des Finanziellen Fairplays befürwortet, die der Schlüssel für die Zukunft des europäischen Klubfußballs sind. Die Kommission hat die Notwendigkeit erkannt, gegen Wettbetrug, illegale Wetten und Spielabsprachen zu kämpfen ... die die Seele des Fußballs gefährden. Und schließlich befürwortet die Kommission die Zentralvermarktung der Medienrechte, ein ganz wichtiger Schritt hinsichtlich der europäischen Gesetzgebung im Sportbereich."

In den letzten Jahren hat die UEFA einen engen Kontakt zur Europäischen Union gesucht. Die EU ist eine gesetzgebende und politische Realität, und hat als solche zunehmenden Einfluss nicht nur auf die UEFA sondern auch auf die 53 Mitgliedsverbände. In ihrem Dialog mit den EU-Behörden hat die UEFA vor allem ihre Position hinsichtlich der Besonderheit des Sports bekräftigt und darauf gedrängt, die Strukturen des europäischen Sportmodells zu bewahren. Werte wie der Schutz von Minderjährigen, das finanzielle Fairplay, Sportwetten und Übertragungsrechte sind brennende Fragen, die auf EU-Ebene diskutiert wurden.

Die Unterstützung des europäischen Sportmodells durch die Europäische Kommission ist besonders wichtig, da der europäische Fußball auf diesem Fundament basiert. "Wir sind sehr erfreut, weil das europäische Sportmodell ein Teil unserer Kultur ist", sagte Infantino. "Die Befürwortung ... einiger Eckpfeiler wie den Prinzipien des Auf- und Abstiegs, der Pyramidenstruktur des Sports, des offenen Wettbewerbs im Sport, die Tatsache, dass Sport auf nationaler Basis organisiert wird ... und auch etwas, das uns sehr am Herzen liegt, ist die finanzielle Solidarität; die Umverteilung des Geldes, das im Profisport eingenommen wird, in den Breitenfußball, das ist sehr wichtig für uns."

Der Dialog zwischen UEFA und EU ist von großem Nutzen für beide Seiten und UEFA-Präsident Michel Platini hat bereits mehrfach vor Ort in Brüssel die Vorstellungen der UEFA vertreten. "Präsident Platini ist vor kurzem mit einigen Kommissaren zusammengetroffen und auch mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Herrn Barroso. Außerdem hat er den Präsidenten des Europäischen Parlaments getroffen", sagte Infantino. "Dialog ist sehr wichtig, weil wir in Europa sind, wir sind der europäische Fußball-Dachverband. Wir sind ein wertvoller Partner für die Europäische Kommission; und sie denken sicher dasselbe über uns."

Die Beziehungen zwischen UEFA und EU werden auch weiterhin sehr eng und zu beiderseitigem Nutzen bleiben. "Es wird weiter einen so positiven Draht geben", sagte Infantino. "Natürlich benötigen wir die Hilfe der politischen Behörden im Kampf gegen Sportbetrug, illegale Wettgeschäfte und Gewalt. All diese Probleme können wir nicht alleine angehen ... aber wir glauben fest daran, die nötige Unterstützung zu bekommen."