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2016: Miguelín

Miguelín startete in die Endrunde 2016 nach zwei verletzungsgeplagten Jahren und führte Spanien zum wahrscheinlich dominantesten Triumph bisher.
von Paul Saffer
aus Belgrad
2016: Miguelín
Miguelín schoss bei der Endrunde sechs Tore ©Sportsfile

2016: Miguelín

Miguelín startete in die Endrunde 2016 nach zwei verletzungsgeplagten Jahren und führte Spanien zum wahrscheinlich dominantesten Triumph bisher.

Der große Star der UEFA Futsal EURO 2016, Ricardinho, schied im Viertelfinale nach einer 2:6-Niederlage Portugals gegen den späteren Sieger Spanien aus, das ebenfalls zahlreiche Stars aufweisen konnte.

Zu diesen gehörte Miguel Sayago, besser bekannt als Miguelín. Sein Durchbruch für Spanien dauerte bis in seine späten 20er, als er in letzter Minute als Ersatz für den verletzten Fernandao für die UEFA Futsal EURO 2012 nominiert wurde. Er traf in seinen ersten beiden Endrundenspielen und sein Land holte zum vierten Mal in Folge den Titel.

Von da an war Miguelín ein Fixpunkt im Kader, half Spanien dabei, das Finale der FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft 2012 zu erreichen und war bei der UEFA Futsal EURO 2014 einer der Stars des Turniers, auch wenn sein Team im Halbfinale ausschied. Trotzdem machte er zwei Jahre später in Belgrad noch einen Schritt nach vorne.

Spanien musste nicht nur auf Fernandao, sondern auch auf Sergio Lozano, Adri und Aicardo verzichten – ein echter Rückschlag für den Angriff. Und doch gewannen sie das Turnier, und das dazu noch dominanter als zuvor. Im ersten Spiel überrollte man Ungarn mit 5:2, einer der zwei Treffer von Miguelín war ein brillanter Weitschuss.

Der weißhaarige 30-Jährige, der seit dem Turnier 2014 in Antwerpen von Verletzungsproblemen geplagt wurde, führte sein Team durch die Endrunde, wann immer er auf dem Platz war, und steuerte zahlreiche Tore und Vorlagen bei. Darunter waren auch zwei Treffer beim 7:3-Finalsieg über Russland, eines aus der Weite, wodurch er sich den Goldenen Schuh mit Mario Rivillos teilt.

Außer diesen beiden hatten auch Miguelín Teamkollege von Murcia FS, Alex, sechs Tore erzielt und jeder von ihnen hätte Spaniens Star sein können. Rivillos und Alex gaben ihre Endrundendebüts und werden wohl auch die nächsten Jahre bei zahlreichen Triumphen Spaniens dabei sein, doch Miguelín zeigte nicht nur sein ganzes Talent, sondern nutzte seine Erfahrung, um sein Team anzuführen, das trotz großer Probleme im Angriff neue Höhen erreichte.

Miguelíns Ruf in Spanien ist durch seine Leistungen für Murcia schon lange sicher, und jetzt hat er sich international bewiesen. "Wir haben so hart gearbeitet, um das zu erreichen, und deshalb fühlt es sich so großartig an, zu gewinnen", sagte er gegenüber UEFA.com. "Am Anfang des Turniers hat niemand über uns gesprochen, und wenn, dann ging es nur um die ganzen verletzten Spieler. Wir sind fokussiert geblieben und haben hart auf unser Ziel hin gearbeitet. Wir haben uns immer weiter verbessert, das war ein Schlüsselfaktor unseres Erfolgs."

Letzte Aktualisierung: 13.10.16 18.29MEZ

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