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2012: Kike

14 Jahre nach seinem Debüt für Spanien half Kike seiner Nationalmannschaft in Zagreb zum fünften Titel bei einer UEFA-Futsal-Europameisterschaft.
von Paul Saffer
2012: Kike
Kike feiert nach dem Finale der UEFA Futsal EURO 2012 ©Sportsfile

2012: Kike

14 Jahre nach seinem Debüt für Spanien half Kike seiner Nationalmannschaft in Zagreb zum fünften Titel bei einer UEFA-Futsal-Europameisterschaft.

Am 24. Januar 1998 gab in Porto ein Teenager namens Kike in der spanischen Futsal-Nationalmannschaft beim 12:3 gegen die portugiesischen Universitäts-Auswahl sein Debüt. Neben ihm war auch Luis Amado erstmals dabei. 14 Jahre später nehmen beide in Zagreb an der fünften UEFA-Europameisterschaft teil.

Kikes Bedeutung für Spanien bei den EURO-Triumphen 2001, 2005, 2007, 2010 und 2012 war enorm. Von seiner sicheren Ballbehandlung, über sein Positionsspiel bis hin zu seiner inspirierenden Präsenz weiß er zu überzeugen. Bei Timeouts ist es ganz normal, dass Verteidiger Kike seine Kollegen antreibt und ihnen wie ein Trainer taktische Anweisungen gibt.

Bevor die UEFA Futsal EURO 2012 in Kroatien begann, sagte der Spieler von Murcia FS zu UEFA.com: "Der Sieg ist so wunderbar, man möchte dieses Gefühl immer wiederholen." Als Spanien zur Endrunde kam – bis dahin hatten sie seit mehr als sechs Jahren kein Spiel mehr über 40 Minuten verloren –, konnten sie auf dieser Erfahrung aufbauen.

In Zagreb lief von Beginn an alles wie geplant. Im Eröffnungsspiel wurde Slowenien mit 4:2 geschlagen, es folgte ein 4:1 gegen die Ukraine, wobei Kike ein bizarres Volleyeigentor schoss. Im Viertelfinale gab es dann ein klares 8:3 gegen Rumänien – in dieser Partie war es Kike, der mit der Hacke einen Treffer von Torras vorbereitete.

Im Halbfinale wartete der alte Rivale Italien, und jetzt zeigte Kike abermals, dass er das ganze Repertoire des Futsal draufhat. Nachdem Aicardo für Spanien getroffen hatte, waren es Kike und Ortiz, die die Defensive zusammenhielten und dieses knappe 1:0 über die Bühne brachten, sodass abermals das Endspiel erreicht wurde.

Gegner war – genauso wie 2005 – Russland. Und diesmal lief Spanien einem Rückstand hinterher. Bis 34 Sekunden vor dem Ende, dann war es Sergio Lozano, der den Ausgleich erzielte. Und in der Verlängerung traf er abermals, ehe Borja mit dem 3:1 den aktuellen Titel der Spanier unter Dach und Fach brachte.

Kike erinnert sich: "Spanien hat niemals aufgegeben. Wir wollten immer etwas mehr. Wir glaubten immer, dass wir noch mehr geben können, und glücklicherweise hatten wir Erfolg. Russland spielte ein großes Turnier, ein großartiges Finale, aber wir waren die verdienten Sieger. Alle Titel sind besonders. Der erste wegen meiner Jugend, während dieser ebenfalls besonders ist, weil das Ende meiner Karriere naht. Ich bin fast 34."

So war es dann auch. Nachdem er Spanien als Kapitän bei der FIFA-Futsal-WM 2012 ins vierte Finale geführt hatte, das gegen Brasilien mit 2:3 verloren und somit der dritte globale Titel verpasst wurde, beendete Kike seine internationale Karriere. So wie es Amado kurz vor dem Turnier bereits gemacht hatte.

Letzte Aktualisierung: 23.09.14 15.50MEZ

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    • Kike
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