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Geschichte

Die UEFA begann Mitte der Neunziger erste Futsal-Turniere zu organisieren. Spanien gewann die erste EM und ist seitdem die dominante Nation.
Geschichte
Spanien jubelt über den Sieg im Finale 2012 ©Action Images
 

Geschichte

Die UEFA begann Mitte der Neunziger erste Futsal-Turniere zu organisieren. Spanien gewann die erste EM und ist seitdem die dominante Nation.

Die FIFA führte 1988 Futsal als neue Disziplin ein. Brasilien gewann im Januar 1989 die erstmals ausgespielte FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft. In der Folgezeit wurde Futsal auch in Europa immer beliebter, während der 90er Jahre erfreute sich der Sport in immer mehr Ländern wachsender Popularität.

Dies machte sich auch auf dem Platz bemerkbar. Im Januar 1996 veranstaltete die UEFA im spanischen Córdoba ein europäisches Futsal-Turnier.

Souveräner Sieger dieses Turniers wurde der Gastgeber. Im gleichen Jahr erreichten bei der dritten FIFA-WM drei Teams aus Europa das Halbfinale. Im April 1997 beschloss das UEFA-Exekutivkomitee eine UEFA-Futsal-Europameisterschaft durchzuführen.

Das Turnier fand im südspanischen Granada statt, und Russland sicherte sich seinen ersten Titel. Konstantin Eremenko verwandelte in einem dramatischen Sechsmeterschießen gegen Gastgeber Spanien den entscheidenden Versuch und bescherte seinem Team damit den Gewinn der ersten UEFA-Futsal-Europameisterschaft. Zwei Jahre später drehten die Spanier den Spieß um und triumphierten in Moskau. Das Endspiel gegen die Ukraine wurde durch Tore von Alberto Riquer und Javi Sánchez gewonnen. Georgiy Melnikov hatte die Ukrainer zuvor in Führung geschossen. Der Gastgeber, der im Halbfinale mit 1:2 gegen Spanien verlor, gewann die Partie um den dritten Platz gegen Italien mit 2:1.

Im Finale 2003 behielt Gastgeber Italien dank des Tores von Vinicius Bacaro gegen die Ukraine mit 1:0 die Oberhand. Spanien, das 2000 und 2004 FIFA-Futsal-Weltmeister wurde, holte sich die EM 2005 durch einen Finaltriumph gegen Russland und war auch zwei Jahre darauf in Porto gegen Italien erfolgreich. 

Nach fünf Endrunden mit je acht Mannschaften wurde der Wettbewerb 2010 in Ungarn auf zwölf Teilnehmer erweitert. Außerdem fand das Turnier im Januar statt, um eine Lücke im UEFA-Kalender zu füllen. Sportlich änderte sich wenig, denn Spanien triumphierte in Debrecen mit 4:2 gegen Portugal und feierte den dritten Titelgewinn in Folge. 2012 wurde das Turnier in Kroatien ausgetragen, dabei gab es bei der Halbfinal-Niederlage der Gastgeber gegen Russland die Rekordkulisse von 14 300 Zuschauern. Im Finale mussten sich die Russen Titelverteidiger Spanien mit 1:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Im Halbfinale 2014 gab es die Revanche zugunsten von Russland, das im Finale jedoch mit 1:3 gegen Italien verlor.

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