
Xherdan Shaqiri hat der Schweiz im Freundschaftsspiel gegen Tunesien einen 2:1-Erfolg beschert. Allerdings tat man sich dabei lange Zeit schwer.
Ottmar Hitzfeld hatte angekündigt, dass er nur auf wenigen Positionen testen werde – "schließlich nehmen wir den Gegner ernst." Am Ende waren es vier Veränderungen im Vergleich zum 2:0 auf Island Mitte Oktober: Hinten links erhielt Reto Ziegler anstelle von Ricardo Rodriguez eine Bewährungschance, innen verteidigte Timm Klose für Steve von Bergen, und anstelle Valon Behramis räumte Blerim Dzemaili neben Gökhan Inler auf der Doppelsechs ab. Dass Yann Sommer sein zweites Länderspiel bestreiten würde, war ohnehin klar.
Zu einem guten Auftritt trugen die Neuen aber nicht bei: Als die ersten 45 Minuten gespielt waren, mussten die Schweizer froh sein, dass sie mit einem Vorsprung in die Kabine zurück durften. Sie hatten einen uninspirierten Auftritt geboten und es auch nicht geschafft, gefährliche Aktionen der Tunesier zu verhindern. Chadi Hammami war einem Treffer zweimal sehr nahe gewesen: Einmal köpfte er daneben (34.), ein andermal verpasste er eine Hereingabe nur knapp (44.).
Dass die Schweizer führten, hatten sie einem Kopfball von Eren Derdiyok zu verdanken – und einer schlecht disponierten tunesischen Abwehr: Nach einem Freistoß Tranquillo Barnettas spielten die einen Tunesier auf Abseits, die anderen blieben stehen. Und Eren Derdiyok durfte frei stehend einköpfen (40.).
Dieses Tor war zwar nicht sonderlich verdient, gestohlen war es aber deshalb nicht, weil bereits Kapitän Inler eine ausgezeichnete Chance gehabt hatte: In der 18. Minute scheiterte er vom Elfmeterpunkt an Aymen Mathlouthi. Hamdi Harbaoui hatte Inler gefoult.
Nach der Pause wurde das Spiel der Schweizer kaum besser – auch die Neuen brachten wenig frischen Wind: weder Rodriguez, der für Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner gekommen war, noch die neue Doppelsechs mit Behrami und Gelson Fernandes.
Und in der 59. Minute war es auch um die Führung geschehen: Zouheir Dhaouadi wurde 20 Meter vor Sommers Tor kaum attackiert, er zog ab – und traf.
Bis die Partie vor gerade mal 1600 Zuschauern zu Ende war, hatten die Schweizer kaum nennenswerte Offensivaktionen: Auch mit ihrer numerischen Überzahl wussten die Schweizer wenig anzufangen, die sich ihnen nach einem Platzverweis gegen Rami Bedoui bot. Doch mit dem letzten Angriff in der Nachspielzeit schoss Xherdan Shaqiri ein – 2:1.
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