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Jagd auf Leverkusen geht weiter

Samstag, 7. November 2009
Tim Wiese will die Bremer Erfolgsserie ausbauenTim Wiese will die Bremer Erfolgsserie ausbauen (©Getty Images)

Am Sonntag sind die drei deutschen Teilnehmer an der UEFA Europa League im Einsatz. Für Werder Bremen gegen den BV Borussia Dortmund und den Hamburger SV bei Hannover 96 geht es dabei um wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft, sie wollen den Rückstand auf Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen wieder verkürzen. Hertha BSC Berlin will dagegen nach dem Erfolg beim SC Heerenveen am Donnerstag nun auch in der Bundesliga nachlegen und gegen den 1. FC Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Erfolgsserie
Leverkusen gewann am Freitag mit 4:0 gegen Eintracht Frankfurt, damit liegen Werder und der HSV im Moment vier Zähler hinter der Werkself zurück. Bremen siegte am Donnerstag zwar mit 2:0 gegen FK Austria Wien, doch dabei war auch eine Menge Glück im Spiel, die Truppe von Thomas Schaaf hätte die Partie auch gut und gerne verlieren können. Torhüter Tim Wiese will die Werder-Serie von 18 Spielen in Folge ohne Niederlage unbedingt verteidigen und fordert deshalb: "Das Larifari-Gekicke muss endlich ein Ende haben. Wir müssen wieder abgeklärter und nicht mehr so offen spielen." Denn ansonsten könnte es ein böses Erwachen geben gegen den BVB, der jedoch gleich mehrere Stammspieler ersetzen muss, seit Freitag auch noch Sven Bender, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Doch auch die Bremer haben Verletzungssorgen, bei den Hausherren fallen weiter Torjäger Claudio Pizarro und Kapitän Torsten Frings aus.

Nordderby in Hannover
Hamburg hat zuletzt zwei Rückschläge einstecken müssen. Am letzten Wochenende setzte es mit dem überraschenden 2:3 gegen den VfL Borussia Mönchengladbach die erste Saisonniederlage, am Donnerstag kam man dann in der UEFA Europa League gegen Celtic FC nicht über ein torloses Remis hinaus. Das Selbstvertrauen hat vor dem Nordderby in Hannover also ein wenig gelitten, und nun geht es ausgerechnet gegen den Angstgegner. Nur drei der letzten 14 Partien gegen die Niedersachsen konnte der HSV für sich entscheiden. Beim letzten Aufeinandertreffen in Hannover setzte es sogar eine deutliche 0:3-Pleite. Zudem sind die Niedersachsen, die zum ersten Mal in dieser Saison ein ausverkauftes Haus haben und 49 000 Zuschauer begrüßen dürfen, nach zwei Siegen in Folge im Aufwind. Erschwerend kommt für Hamburg hinzu, dass weiterhin rund ein halbes Dutzend Leistungsträger ausfallen, wenigstens hat sich Nationalspieler Jerome Boateng fit gemeldet.

Neues Selbstvertrauen
Die Hertha kann doch noch gewinnen, mit dieser Erkenntnis kam Trainer Friedhelm Funkel aus den Niederlanden zurück. Das 3:2 bei Heerenveen soll die Initialzündung gewesen sein, gegen Köln wird gleich das nächste Erfolgserlebnis anvisiert. Drei Punkte sind bei einem Blick auf die Tabelle auch dringend notwendig, Berlin hat bereits fünf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Mittlerweile ist aber wenigstens das Selbstvertrauen zurückgekehrt in die Hauptstadt, Hertha-Kapitän Arne Friedrich sagte zum Spiel gegen Köln: "Das dürfen wir nicht verlieren, wir werden kämpfen bis zum Umfallen."

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