Ausblick auf Europas Top-Ligen
Samstag, 7. November 2009Der englische Meister Manchester United FC versucht, beim aktuellen Tabellenführer Chelsea FC zu gewinnen und in Madrid treffen die Lokalrivalen Atlético und Real aufeinander. uefa.com blickt auf alle Spiele voraus, Sie können wie gewohnt im MatchCentre alles aus den europäischen Ligen verfolgen.
England: Chelsea FC - Manchester United FC (Sonntag, 16:00 Uhr)
Manchester, amtierender Meister, möchte dem wachsenden Selbstvertrauen von Tabellenführer Chelsea einen Dämpfer verpassen. Mit einem Sieg könnte man an den Londonern vorbeiziehen, die Rückkehr von Nemanja Vidić, Ryan Giggs und Dimitar Berbatov erhöhen die Chancen, auch wenn Rio Ferdinand ausfällt. "Wenn man mich fragt, welches Spiel der Saison ich unbedingt gewinnen will, dann sage ich, dass es das an der Stamford Bridge ist", so Linksverteidiger Patrice Evra, der Chelseas torhungrige Offensive (19 Treffer in den letzten fünf Spielen) stoppen will. United blieb in 17 Spielen bislang erst achtmal ohne Gegentor, will Carlo Ancelotti und Co. jedoch trotzdem einen Rückschlag verpassen.
Frankreich: Olympique Lyonnais - Olympique de Marseille (Sonntag, 21:00 Uhr)
Nach dem 1:0-Sieg über AS Saint-Etienne und dem 1:1-Unentschieden gegen Liverpool FC will Lyon die Woche mit einem Erfolg zu Hause gegen OM abrunden. Lyon ist bereits für das Achtelfinale der UEFA Champions League qualifiziert, und das schon zum siebten Mal in Folge. Didier Deschamps und seine Mannschaft machten unter der Woche beim 6:1 gegen den FC Zürich auch kräftig auf sich aufmerksam. Fünf Punkte Rückstand sind es auf Les Gones, schon sieben auf Tabellenführer Bordeaux, doch Benoît Cheyrou will sich nach der Torgala in der Königsklasse nicht auf den Lorbeeren ausruhen. "Das Ergebnis gibt uns Selbstvertrauen", sagte er. "Doch gegen Lyon müssen wir noch einmal eine Schippe drauflegen im Vergleich zum Spiel gegen Zürich, und das können wir auch."
Belgien: R. Standard de Liège - Club Brugge KV (Sonntag, 20:30 Uhr)
Club Brugge, Tabellenführer der Eerste Klasse, reist zum amtierenden Meister und möchte dort den von Trainer Adrie Koster eingeführten Offensivgeist auch außerhalb des Jan-Breydel-Stadions zeigen und zudem die Serie nicht verlorener Spiele (seit dem 15. August) verlängern. Die Gastgeber sind momentan auf Rang drei, haben bereits acht Punkte Rückstand und warten seit dem 4. Oktober auf einen Sieg in der Liga. Der Erfolg in der UEFA Champions League gegen Olympiacos FC gab ihnen jedoch wieder Mut. "Unsere Späher sagen, dass Club Brugge technisch jetzt viel stärker spielt", so Verteidiger Mohamed Sarr. "Doch wir sind immer dann am Besten, wenn große Duelle anstehen."
Niederlande: FC Twente - AFC Ajax (Sonntag, 16:30 Uhr)
Beim absoluten Spitzenspiel in den Niederlanden will Ajax die drei Punkte Rückstand auf Steve McClarens Twente aufholen. Die Gastgeber sind zu Hause jedoch seit dem 26. Februar unbesiegt, auch dank dem klassischen 4-3-3-System, das selbst Johann Cruyff gefällt. "Cruyff findet es scheinbar toll, dass Twente auch unter einem englischen Trainer ein 4-3-3 spielt", so McClaren. Seit der Verpflichtung von Marko Pantelić kann Ajax-Trainer Martin Jol das gleiche System spielen lassen, auch wenn Luis Suárez mit seinen bislang 16 Toren in der Eredivisie allen die Show stiehlt.
Spanien: Club Atlético de Madrid - Real Madrid CF (Samstag, 22:00 Uhr)
Atlético-Flügelspieler Simão will mit seinen Teamkollegen den Schwung des 2:2-Unentschiedens gegen Chelsea in der UEFA Champions League mit in das Derby nehmen, in dem man die schlechte Heimbilanz gegen das momentan zweitplatzierte Real verbessern will. Seit zehn Jahren warten die Rojiblancos auf einen Derby-Sieg im heimischen Vicente Calderón, 18 Tore kassierte man gegen den Lokalrivalen in dieser Zeit, jetzt kommen aktuell sogar noch Abstiegssorgen hinzu. "Wir müssen uns dieser Aufgabe annehmen, engagiert und hoffnungsvoll wie gegen Chelsea auftreten", so Simão. "Da haben wir hart gekämpft und die Fans hinter uns gebracht."
Italien: FC Internazionale Milano - AS Roma (Sonntag, 20:45 Uhr)
Wenn es bei Inter in der Liga gut läuft, haben sie danach meist Probleme in Europa. Die Roma hofft nun, dass das Gegenteil der Fall ist, zumal der amtierende Meister nach dem Sieg in Kiew plötzlich auf Platz eins der UEFA-Champions-League-Gruppe F steht. Claudio Ranieri muss auf Kapitän Francesco Totti, den Brasilianer Juan und Rodrigo Taddei verzichten, trotzdem will der Chilene David Pizarro drei Punkte, "um weitere Probleme zu vermeiden." Die Giallorossi sind momentan 14. der Serie A und wollen ihre Fans nicht noch einmal enttäuschen. "In der Tabelle sieht es für uns nicht gut aus. Jetzt wollen wir Rache, an diesem Wochenende wollen wir damit anfangen", so der 30-Jährige.
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