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Letzte Chance für Markus Babbel?

Freitag, 30. Oktober 2009
Bleibt Babbel auch in Zukunft Stuttgarts Trainer?Bleibt Babbel auch in Zukunft Stuttgarts Trainer? (©Getty Images)

Nach dem Pokalaus bei der zweitklassigen SpVgg Greuther Fürth hat der Vorstand des VfB Stuttgart sich hinter Markus Babbel gestellt. Nun geht es gegen den FC Bayern München.

Rückendeckung

Viele Beobachter gehen davon aus, dass der junge Trainer bei einer weiteren Niederlage gegen den deutschen Branchenriesen sein Amt nicht behalten darf. "Die Vorstandsmitglieder haben sich lange mit dem gesamten Trainerteam zusammengesetzt, und gemeinsam haben wir unsere derzeitige Situation analysiert. Dabei haben Markus Babbel und sein Team uns ganz klar den Eindruck vermittelt, die Krise meistern zu können. Die Trainer sind nicht ratlos, im Gegenteil. Sie sind voller Hoffnung und haben uns Wege aufgezeigt, wie sie mit der Mannschaft aus der Krise herauskommen wollen", wurde Horst Heldt Mitte der Woche zitiert. Ob das noch so gilt, wenn es gegen Bayern die sechste Pflichtspielniederlage in Folge hagelt?

Zwei Siege gegen die Eintracht
Die Bayern reisen durchaus gestärkt in die Schwabenmetropole, sie haben sich mit zwei Erfolgen gegen Eintracht Frankfurt – zuerst 2:1 in der Liga, dann 4:0 im DFB-Pokal – neues Selbstvertrauen geholt. "4:0 ist deutlich, daran müssen wir in den nächsten Spielen anknüpfen", sagte etwa Miroslav Klose, der mit dem 1:0 am Mittwoch seine Torflaute beendete. "Wir haben Selbstvertrauen. Das 4:0 war die beste Vorstellung in meiner Periode", sagte Louis van Gaal. "Wenn wir noch zwei Spiele gewinnen, sind wir Erster oder Zweiter."

Bayer als Vorbild?

Ein wieder erstarkter FC Schalke 04 ist im Abendspiel der Gastgeber für Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen. In den Medien ist mehr und mehr von finanziellen Problemen der Knappen die Rede, doch das scheint Felix Magath und seine Mannen auf dem Platz nicht zu beeinflussen. Um Innenverteidiger Marcelo José Bordon (33) und den Stürmer Kevin Kuranyi (27), der diese Saison schon fünf Mal traf, hat er eine junge, viel versprechende Mannschaft aufgebaut, die ein bisschen so die Liga durcheinander wirbelt, wie das Leverkusen in der letzten Hinserie gelang. Bei Bayer scheint es nun so, als ob man den Ertrag für das Aufbaujahr einfahren könnte. "Wir müssen nun mit den Füßen auf dem Boden bleiben und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Schon am Samstag erwartet uns mit Leverkusen der nächste schwere Gegner", sagt Rafinha, der ebenfalls wieder zu seiner Form gefunden hat.

Hamburger Trotz
Beim Hamburger SV trotzt man weiter tapfer der Verletztenmisere. In der Bundesliga blieb man bisher ungeschlagen und in der UEFA Europa League liegt man nach dem 1:0 bei Celtic FC auf Kurs in die nächste Runde. Da soll zu Hause gegen den VfL Borussia Mönchengladbach natürlich weitergemacht werden. "Wir konnten die Woche gut und konzentriert arbeiten und freuen uns auf das Spiel", sagt Bruno Labbadia, der natürlich auch weiß, dass Gladbach – auswärts bisher mit einem mageren Pünktchen unterwegs – wohl nicht im Hurrastil agieren wird: "Es kann auch einmal sein, dass wir den Ball hinten herum spielen müssen. Da ist die Geduld des Publikums gefragt. Wir wollen aber dennoch schnell spielen, denn nur so kann man den Gegner knacken."

Wieder mal Tabellenführer?

Mannschaft der Stunde aber ist Werder Bremen – Hamburgs hanseatischer Rivale hat sich durch vier Ligasiege in Folge heimlich still und leise bis auf einen Punkt an das Führungsduo Leverkusen und Hamburg herangearbeitet. Es winkt die erste Tabellenführung seit dem 31. Januar 2007. "Das bedeutet jetzt noch nichts. Unser Ziel war es oben dabei zu sein und uns eine gute Ausgangsposition zu schaffen, für die Zeit, wenn am Ende die entscheidenden Punkte gesetzt werden müssen. Auf diesem Weg sind wir." Damit dieser Weg weitergegangen werden kann, sollte beim 1. FC Nürnberg aber ein Dreier eingefahren werden.

Meister gegen Mainz

Komplettiert werden die Samstagsspiele durch die Partien zwischen Meister VfL Wolfsburg und dem 1. FSV Mainz 05 sowie dem 1. FC Köln und Hannover 96. Im Duell der Tabellennachbarn Wolfsburg und Mainz wird sich entscheiden, wessen Weg erstmal in Richtung der lukrativen Europapokalplätze verläuft, während Köln und Hannover sich weiter von der Abstiegszone absetzen möchten.

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