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Ausblick auf Europas Top-Ligen

Freitag, 23. Oktober 2009
In der Türkei treffen die beiden Tabellenersten aufeinanderIn der Türkei treffen die beiden Tabellenersten aufeinander (©Getty Images)Fotos/WallpapersFotos/Wallpapers »

Der türkische Tabellenführer Fenerbahçe SK bekommt es mit dem zweitplatzierten Galatasaray AŞ zu tun, während Olympique de Marseille mit einem Sieg gegen Paris Saint-Germain FC näher an die Tabellenspitze rücken könnte. Wie immer können Sie auch an diesem Wochenende alle Zwischenstände live bei uefa.com im MatchCentre verfolgen.

Türkei: Fenerbahçe SK - Galatasaray AŞ (Sonntag, 20.00 Uhr)
Es ist ein echtes Spitzenspiel, das in Istanbul auf dem Programm steht. Fenerbahçe, das die ersten acht Partien in der Süper Lig gewonnen hatte - das ist Rekord - spielt gegen Verfolger Galatasaray, das sieben von neun Spielen siegreich gestaltete. Zudem waren beide Vereine Mitte der Woche in der UEFA Europa League erfolgreich. Die große Frage ist, wie Fener-Trainer Christoph Daum seine Defensive auf das von Frank Rijkaard propagierte 4-3-3-System einstellen kann. Roberto Carlos, Linksverteidiger von Fenerbahçe, sagte: "Die Fans werden ein großartiges Spiel zweier klasse Mannschaften sehen. Es ist unmöglich, den Ausgang vorherzusagen." Galatasaray-Stürmer Shabani Nonda fügte hinzu: "Wir haben die Chance, mit einem Sieg Tabellenführer zu werden, unser Ziel sind drei Punkte."

Frankreich: Olympique de Marseille - Paris Saint-Germain FC (Sonntag, 21.00 Uhr)
Erst am Mittwoch hatte Marseille in der Gruppe C der UEFA Champions League mit 1:0 gegen den FC Zürich gewonnen, nun richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, weiter Druck auszuüben auf die Tabellenspitze. Diese haben derzeit punktgleich Olympique Lyonnais und der FC Girondins de Bordeaux inne, aber beide Teams verloren am vergangenen Wochenende und haben nun nur noch drei Zähler Vorsprung vor Marseille, das Rang fünf belegt. Damit hat das Team von der Mittelmeerküste vier Punkte mehr auf der Habenseite als Erzrivale PSG, gegen den es im Stade Vélodrome geht und dem seit dem 30. August in der Liga kein Sieg mehr gelungen ist. "Das ist eine gute Art und Weise, uns wieder in die Bahn zu bringen", sagte PSG-Stürmer Péguy Luyindula , einst auch in Diensten von Marseille. "Wir wären dort gern mit mehr Punkten angetreten, aber das Spiel bleibt dennoch etwas besonderes."

Spanien: Real Sporting de Gijón - Real Madrid CF (Samstag, 20.00 Uhr)
Im vergangenen Jahr gewann Madrid im El Molinón in Gijón mit 4:0, dies sollte Los Merengues ebensoviel Zuversicht geben wie die Tatsache, dass sie am vergangenen Wochenende den Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona auf einen Punkt verkürzt haben. Aber so einfach wird die Sache für die Mannschaft von Trainer Manuel Pellegrini am Samstag nicht, befindet sich doch das auf Platz sieben liegende Sporting in blendender Form, wie nur eine Niederlage in den letzten sechs Spielen beweist. Madrid hingegen wurde in den letzten drei Pflichtspielen zweimal besiegt. Heimtrainer Manuel Preciado sagte: "Warum sollten wir in Betracht ziehen, Real Madrid den Ball zu überlassen? Sie kommen in einem für uns guten Moment hierher."

Italien: ACF Fiorentina - SSC Napoli (Sonntag, 15.00 Uhr)
Nach einem Remis am vergangenen Wochenende bei Juventus und einem wichtigen 4:3-Erfolg in der UEFA Champions League bei Debreceni VSC kommt für die viertplatzierte Fiorentina nun die Stunde der Wahrheit. In der Serie A haben sie gegenüber Tabellenführer FC Internazionale Milano nur vier Punkte Rückstand, natürlich wollen sie diesen Druck aufrechterhalten. Die Spieler von Cesare Prandelli wissen aber um die Schwere der Aufgabe gegen Napoli, das am vergangenen Sonntag das erste Spiel unter dem neuen Trainer Walter Mazzarri gegen Bologna FC gewonnen hat. Der Coach der Viola kann im Angriff aus dem Vollen schöpfen, stehen ihm doch Alberto Gilardino - er erzielte in den vergangenen zehn Tagen fünf Tore, darunter in zwei Spielen der italienischen Nationalmannschaft und gegen Debrecen -, sowie Adrian Mutu und Jungstar Stevan Jovetić zur Verfügung. "Napoli hat sich sehr verbessert und Bologna geschlagen", sagte Gilardino. "Ich gebe auf dem Platz immer alles und ich bin glücklich über meine Form, aber das wird für uns ein schweres Spiel."

Belgien: KV Mechelen - RSC Anderlecht (Sonntag, 20.00 Uhr)
Der belgische Tabellenführer Club Brugge KV ist am Sonntag zweieinhalb Stunden zuvor beim KSV Roeselare zu Gast, und er weiß natürlich, dass er sich eine Niederlage nicht leisten kann, um Mechelen (Platz drei mit drei Punkten Rückstand) und Anderlecht (Platz zwei mit einem Punkt Rückstand) nicht die Chance zu geben, nach Punkten gleichzuziehen beziehungsweise sogar vorbeizuziehen. Mechelen kehrte 2007 ins belgische Oberhaus zurück, nachdem sie zwischenzeitlich sogar kurzzeitig in der dritten Liga spielten, doch Trainer Peter Maes denkt gar nicht daran, sich auf den momentanen Lorbeeren auszuruhen. "Wir haben das gemeinsam als Verein geschafft", sagte Maes, der zwischen 1990 und 1995 das Tor von Anderlecht hütete. "Wir haben hart gearbeitet, um so weit zu kommen, und das fühlt sich gut an. Gegen Anderlecht wollen wir den Weg einfach nur weitergehen."

Rumänien: CFR 1907 Cluj - FC Timişoara (Sonntag, 20.45 Uhr)
Der FC Rapid Bucureşti war in der rumänischen Liga 1 Tabellenführer, bis es am 17. Oktober daheim gegen CFR eine 1:4-Niederlage gab, während Timişoara sich gleichzeitig gegen den FC Ceahlaul Piatra Neamt mit 6:0 durchsetzte. Das Resultat: Die beiden siegreichen Mannschaften stehen nun punktgleich ganz oben und treten am Sonntag gegeneinander an, während das Team aus Bukarest mit zwei Zählern Rückstand auf Platz drei zurückfiel. Der Zufall will es, dass nicht nur die ersten beiden Mannschaften aufeinandertreffen, sondern auch Rapid und der FC Steaua Bucureşti, die beiden punktgleichen Verfolger also. António Conceição, Trainer von Cluj, muss im Spitzenspiel auf die verletzten Yssouf Koné und Emil Dică verzichten. Timişoara, das ohne Marián Cišovský auskommen muss, sinnt auf Revanche für das mit 0:3 verlorenen Pokalfinale im Juni.

Ukraine: FC Dnipro Dnipropetrovsk v FC Dynamo Kyiv (Saturday, 18.00)
Zu Beginn des Monats musste sich die auf Platz drei liegende Mannschaft in der heimischen Dnipro Arena gegen den FC Shakhtar Donetsk mit einem 2:2 zufrieden geben, nun geht es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Dynamo, der sieben Punkte Vorsprung hat. Dynamo gewann die letzten fünf Spiele im alten Dnipropetrovsk-Stadion, sodass Dnipro-Kapitän Andrei Rusol entschlossen ist, dieser Serie im neuen Stadion ein Ende zu bereiten. "Gegen Shakhtar Donetsk haben wir nur ein 2:2 geschafft", sagte er. "Gegen Dynamo werden wir versuchen, unsere Fehler nicht zu wiederholen und endlich Kiew zu schlagen."

Alle Zeiten sind Ortszeiten. Rumänien, die Türkei und die Ukraine liegen eine Stunde vor der MEZ. Alle Zwischenstände des Wochenendes in den europäischen Ligen gibt es im MatchCentre von uefa.com.

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