Video auf uefa.com

Porto bekommt Punktabzug

Freitag, 9. Mai 2008
Gilberto (Boavista)Gilberto (Boavista) (©Getty Images)

Der FC Porto darf seinen portugiesischen Meistertitel behalten, obwohl sie aufgrund eines Schiedsrichter-Bestechungsskandals aus der Saison 2003/04 sechs Punkte abgezogen bekommen haben. Boavista FC muss wegen ähnlicher Anschuldigungen sogar in die zweite Liga zwangsabsteigen.

Sperre für Präsident
Bei Porto, das vor dem Urteil 20 Punkte vor dem Zweitplatzierten Sporting Clube de Portugal lag, wurde außerdem der Präsident Jorge Nuno Pinto da Costa für zwei Jahre gesperrt. Diese Entscheidung wurde am Freitag von Ricardo Costa, dem Vorsitzenden der Disziplinarkommission der portugiesischen Liga, bekannt gegeben. Damit sind die lang anhaltenden Untersuchungen im Fall "Apito Dourado" (Goldene Pfeife) vorerst abgeschlossen.

"Einstimmige Entscheidung"
Laut Costa ist Boavista, das 2001 die Meisterschaft holen konnte, wegen Schiedsrichterbestechung in mindestens drei Spielen während der Saison 2003/04 zum Zwangsabstieg verurteilt worden. Ihr ehemalige Präsident João Loureiro bekommt eine Sperre von vier Jahren. "Diese Entscheidungen waren einstimmig" verriet Costa in einer Pressekonferenz. "Fünf Personen haben den ausgesprochenen Strafen zugestimmt."

Hohe Geldstrafe
Porto muss weiterhin eine Geldstrafe von 150.000 Euro zahlen, während Boavista zu einer Strafe von 180.000 Euro verurteilt wurde. Beide Seiten haben allerdings noch die Möglichkeit beim Gerichtshof des Portugiesischen Fußballverbands Einspruch einzulegen. Erst letzten Monat hatte Porto zum dritten Mal in Folge die portugiesische Meisterschaft gewonnen.

Verwirrung im Abstiegskampf
Noch ist unklar, ob der Zwangsabstieg für Boavista Auswirkungen auf die Mannschaften hat, die sich derzeit im Abstiegskampf befinden. UD Leiria ist bereits abgestiegen, abhängig vom letzten Spieltag am Sonntag muss außerdem entweder FC Paços de Ferreira oder Leixões SC den Gang in die zweite Liga antreten.

©uefa.com 1998-2008. Alle Rechte vorbehalten.