Bayer oben, HSV am Boden
Samstag, 31. Oktober 2009
Kevin Kuranyi war wieder an beiden Toren gegen Leverkusen beteiligt (©Getty Images)Bayer 04 Leverkusen hat sich am Samstag an der Tabellenspitze behauptet, jedoch bei einem turbulenten 2:2 beim FC Schalke 04 wichtige Punkte verschenkt. Aber auch für den Hamburger SV, Werder Bremen und den FC Bayern München lief es an diesem 11. Spieltag nicht nach Wunsch.
Furiose Schlussphase
Die Leverkusener bestimmten die Abendpartie auf Schalke lange Zeit nach Belieben und sahen 83 Minuten wie die sicheren Sieger aus. Bis zu diesem Zeitpunkt führte das Team von Jupp Heynckes durch ein Traumtor von Toni Kroos (29.) und den siebten Saisontreffer von Stefan Kießling (44.) hochverdient mit 2:0, doch dann drehten die Gastgeber vor 61 000 begeisterten Zuschauern noch die Partie. Kevin Kuranyi (83.) und Vicente Sanchez (88.) gelang noch der Ausgleich, den Treffer zum 2:2 erzielte der nur 1,70 Meter große Sanchez übrigens per Kopf.
Nullnummer in Stuttgart
In den ersten Minuten spielte der VfB die Münchner Bayern fast an die Wand, doch dank eines ganz starken Hans-Jörg Butt überstanden die Bayern, bei denen Mario Gómez gegen seinen Ex-Klub mal wieder von Beginn an ran durfte, diese Drangperiode der Schwaben, ohne Schaden zu nehmen. Seinen ersten Torschuss feuerte Gómez erst in der 43. Minute ab, traf dabei aber nur das Außennetz. In der zweiten Hälfte bestimmten zunächst wieder die Stuttgarter das Geschehen, die Bayern wurden erst mit der Einwechslung von Luca Toni in der 67. Minute gefährlicher, am Ende war das Unentschieden in einem eher enttäuschenden Spiel verdient.
Torfestival in Wolfsburg
Die Wölfe legten los wie die Feuerwehr und führten nach 20 Minuten durch einen Doppelpack des Nigerianers Obafemi Martins schon mit 2:0, doch dann schlugen die Gäste in einer packenden Partie zurück. Zunächst gelang Chadli Amri in der 35. Minute der Anschlusstreffer, dann zirkelte Andreas Ivanschitz in der 41. Minute einen traumhaften Freistoß zum 2:2 in den Winkel, für den Österreicher war es bereits der sechste Saisontreffer. In der zweiten Hälfte war es dann Zvjezdan Misimović, der die Wölfe mit seinem fünften Saisontreffer erneut in Führung brachte, doch Tim Hoogland glich fünf Minuten vor dem Ende aus.
Glückliche Bremer
Als hoher Favorit ins Frankenland gefahren, verhinderten die Bremer nur mit viel Glück einen deftigen Herbstblues. Der 1. FC Nürnberg spielte die lethargischen Bremer in der ersten Hälfte an die Wand und ging durch Tore von Christian Eigler (3.) und Albert Bunjaku (33.) mit 2:0 in Führung, den Bremern gelang in dieser Phase rein gar nichts. Ein anderes Bild bekamen die Fans in der zweiten Hälfte zu sehen, Werder war endlich aufgewacht und stürmte mit Mann und Maus, doch der Anschlusstreffer durch Aaron Hunt ließ bis zur 72. Minute auf sich warten. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es dann erneut Hunt, der mit dem 2:2 die stolze Serie der Bremer wahrte, die seit dem ersten Spieltag ungeschlagen sind.
HSV rutscht aus
Der HSV ging gegen Gladbach durch einen Gewaltschuss von Piotr Trochowski in der 13. Minute in Führung, doch statt nachzusetzen, ließen die Hamburger die Zügel schleifen und die Gäste nutzen dies in der 39. Minute durch einen gefühlvollen Heber von Marco Reus zum Ausgleich. Aber auch der HSV verstand es, den Ball auf wunderbare Art und Weise ins Tor zu zaubern, zuständig dafür in der 47. Minute Zé Roberto, der einen Freistoß unnachahmlich in den Winkel zirkelte. Mit brachialer Gewalt ging es in diesem furiosen Spiel aber auch, das bewies Dante in der 76. Minute mit einem Kopfball, der fast das Tornetz der Hamburger durchschlagen hätte. Die Hamburger waren nun völlig von der Rolle und kassierten in der 82. Minute durch Rob Friend sogar noch das 2:3, das den Spielverlauf freilich auf den Kopf stellte. Für Hamburg war es die erste Saisonniederlage.
Müde Geißböcke
Die zuletzt so erfolgreichen Kölner enttäuschten ihre nach Strich und Faden, die Führung der Niedersachsen durch Jan Rosenthal in der 37. Minute war hochverdient und längst überfällig. In der zweiten Hälfte gab es kaum Chancen für die Geißböcke, Nationaltorhüter Robert Enke verbrachte bei seinem Comeback einen ruhigen Nachmittag. Hannover dagegen war mit seinen Kontern stets gefährlich und holte sich völlig verdient drei Punkte.
©uefa.com 1998-2009. Alle Rechte vorbehalten.














