Start nach Maß in die Ära Foda

Gegen Uruguay feierte Österreich daheim einen etwas glücklichen 2:1-Prestigeerfolg.

Der Jubel nach dem 2:1
Der Jubel nach dem 2:1 ©Getty Images

Das österreichische Nationalteam bescherte dem neuen Trainer Franco Foda zum Einstand einen 2:1-Heimsieg im Testspiel gegen Uruguay. Marcel Sabitzer und Louis Schaub erzielten vor 12.000 Zuseher im Ernst Happel Stadion die Treffer für den ÖFB, Edinson Cavani nutzte nur eine der vielen Chancen der Gäste zum zwischenzeitlichen Ausgleich. 

Große Überraschungen gab es bei der Aufstellung von Franco Foda nicht. Andreas Ulmer kehrte ins Team und auch gleich in die Startelf zurück, Marko Arnautović bildete nominell die zweite Spitze neben Guido Burgstaller. Bei Uruguay fehlte mit Luis Suárez der größte Star aufgrund einer Knieblessur. 

Und die Heimmannschaft begann wie aus der Pistole geschossen. Florian Kainz trieb den Ball geschickt tief in die gegnerische Hälfte und bediente Guido Burgstaller. Der Schalke-Stürmer scheiterte erst an Torhüter Martín Silva, legte den Abpraller dann aber für Marcel Sabitzer ab. Der ließ sich nicht zweimal bitten und stellte nach fünf Minuten den Traumstart her.

Davon wurden aber nur die Gäste beflügelt, der Ausgleich ließ auch nicht lange auf sich warten. Jonathan Urreta flankte mit rechts von links, Heinz Lindner kam zu zögerlich aus seinem Kasten und Edinson Cavani sorgte per Kopf mühelos für das 1:1 (10.). 

Danach wirkte die ÖFB-Hintermannschaft alles andere als eingespielt. Durch die schweren Patzer wurden zahlreiche gute Gelegenheiten ermöglicht, diese wurden aber allesamt ausgelassen. Giorgian de Arrascaeta scheiterte beispielsweise am Aluminium und Cavani jagte den Ball alleine vor Lindner auf die Tribünen.

Im zweiten Durchgang wirkte Österreich gefestigter, Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Dass es aber nicht unbedingt eine Chance für ein Tor braucht, das bewies Louis Schaub in der Schlussphase.

Der eingewechselte Rapidler zirkelte eine Freistoßflanke vor das Tor, alle Spieler von Österreich UND Uruguay sahen nur zu und so sprang der Ball in die Maschen – 2:1. In den letzten vier Länderspielen trug sich Schaub jeweils in die Schützenliste ein, eine unglaubliche Serie.

Beim 2:1 blieb es auch. Ein Resultat, dass Balsam für die geschundene österreichische Fußballseele ist. Allerdings sah Franco Foda wohl auch vor allem in der Defensive viel Verbesserungspotenzial.

Stimmen zum Spiel:

Franco Foda:
Es gibt viele Dinge zu verbessern, aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Man darf auch nicht vergessen, dass wir gegen Uruguay gespielt haben, das ist eine absolute Top-Mannschaft. Dafür, dass wir erst wenige Tage zusammen gearbeitet haben, bin ich nicht unzufrieden.

Marcel Sabitzer:
Wir sind froh, dass wir heute gewonnen haben, das war ein guter Einstand. Letztlich hatten wir das Glück auf unserer Seite, Uruguay hätte uns in der ersten Hälfte ein paar Tore schießen können. Nach vorne haben wir Potenzial, hinten müssen wir aber geschlossener auftreten.