Österreich mit Optimismus

Das ÖFB-Team reiste mit Zuversicht im Gepäck nach Irland. Ein Sieg ist nicht unmöglich. Drei Punkte sind aber beinahe Bedingung, wenn man die Quali-Chance am Leben halten will.

Folgt nach Irland 2017 auch Russland 2018?
Folgt nach Irland 2017 auch Russland 2018? ©AFP/Getty Images

"Es ist wichtig, eine gewisse Ruhe zu haben und die Überzeugung, das auf den Platz bringen zu können", sagte Koller vor dem Abflug nach Irland. Wohlweislich, dass es nach dem Spiel weniger Zuversicht im ÖFB-Lager geben könnte. Für Österreich und auch für Koller steht, neben einem guten Ergebnis, schon ein wenig die Qualifikation für die Endrunde der FIFA Weltmeisterschaft in Russland am Spiel.

Koller muss in diesem wichtigen Auswärtsmatch, noch dazu in seinem 50. Match auf der österreichischen Trainerbank, auf zahlreiche Spieler verzichten. Allen voran auf den gelb-gesperrten Marko Arnautović und den verletzten Marc Janko. Nach dem Ausfall von Janko ruhen die Hoffnungen im Sturmzentrum auf Guido Burgstaller. Der Schalke-Stürmer hat im Team jedoch noch nicht getroffen. Von den vergangenen zwölf ÖFB-Länderspieltoren wurden zehn von Spielern erzielt, die aktuell nicht im Kader stehen.

"Er hat jetzt mehr Ruhe in seinem Spiel, auch vor dem Tor", sagte Koller über Burgstaller. Das sei für einen Goalgetter wichtig. Die Ausfälle von unter anderem Arnautović, Janko, Marcel Sabitzer, Alessandro Schöpf und Stefan Ilsanker sollen im Team noch unerfahrene Kicker auffangen. So stehen neben Florian Grillitsch auch Florian Kainz oder Deni Alar im Aufgebot. "Wir sollten uns nicht auf einen Spieler fokussieren. Es ist wichtig, dass jeder Tore schießen sollte, wenn er in die Position kommt“, so der Teamchef.

Welche Formation Österreichs WM-Chance am Leben erhalten soll, will Koller seinen Spielern erst bei der Abschlussbesprechung verraten. "Ich habe noch nicht ganz alles im Kopf", erklärte der Schweizer. Durch die Optionen einer defensiven Dreier- und einer Viererkette, hat er jedenfalls mehr Variabilität. "Wir wollen in jedes Spiel gehen, um zu gewinnen", erklärte Koller. "Ob auswärts oder zu Hause spielt keine Rolle."

Bei den Iren sind sich Medien und Teamchef uneins über die Ausgangslage. Während die irischen Gazetten sicher sind, dass mit einem Heimsieg am Sonntag in Dublin gegen Österreich der WM-Traum der Gäste endet, gab sich Martin O'Neill weit zurückhaltender.

"In der WM-Qualifikation ist erst Halbzeit, jedes Team hat noch fünf Partien und kann eine Menge Punkte holen. Österreich hat ein Top-Team und wird uns wie schon in Wien alles abverlangen. Wir haben damals 1:0 gewonnen. Es war ein großartiger Sieg für uns, aber es war alles andere als leicht. So wird es auch diesmal sein", sagte der irische Trainer.

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