Ziel WM-Titel: Der Blick geht schon nach Russland

Nach dem Sieg in Nordirland wollen sich die deutschen Spieler nicht mit der erfolgreichen WM-Qualifikation zufrieden geben. Sebastian Rudy gibt schon mal das ultimative Ziel aus.

Nach neun Spielen kann die deutsche Nationalmannschaft in der Gruppe C weiterhin eine makellose Ausbeute vorweisen und erhält als Belohnung ein Ticket für die FIFA-WM 2018. Der erste Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung ist geschafft.

"Ich bin zufrieden. Wir haben nach dem frühen 1:0 schnell nachgelegt. Wir haben auf dem Platz gespürt, dass wir in der zweiten Hälfte alles unter Kontrolle haben. Da haben wir dann das Tempo etwas rausgenommen", analysierte Bundestrainer Joachim Löw den 3:1-Sieg in Nordirland.

Auch Mats Hummels gefiel die Leistung der Mannschaft, die derzeit mit 38:3 Toren und 27 Punkten aus neun Spielen die beste Bilanz aller 54 an der Qualifikation beteiligten Nationen aufweist. "Zum Großteil war es eine gute Leistung von uns mit einem Traumtor zur Führung. Die Nordiren waren nur auf Verteidigung bedacht und haben es uns sehr schwer gemacht. Aber wir haben es geschafft, die Ruhe zu bewahren und unser Spiel durchzubringen", sagte der Bayern-Verteidiger.

Er war sich aber auch dessen bewusst, dass in den European Qualifiers nicht die allerschwersten Brocken auf dem Weg nach Russland beiseite geräumt werden mussten. Umso mehr freut er sich, dass nach dem letzten Gruppenspiel am 8. Oktober in Kaiserslautern gegen Aserbaidschan noch "zwei größere Namen" im November kommen, wie Hummels es ausdrückte.

Die deutschen Nationalspieler wahrten ihre weiße Weste
Die deutschen Nationalspieler wahrten ihre weiße Weste©Getty Images

Der erste Gegner steht seit der erfolgreichen Qualifikation schon fest. Am 10. November ist das DFB-Team im ewig jungen Klassiker zu Gast im Londoner Wembleystadion gegen England. Denn auch die "Three Lions" buchten am vorletzten Spieltag ihr Ticket für die WM-Endrunde im kommenden Sommer. Vier Tage später soll es dann in Köln gegen Frankreich gehen, sofern sich auch der Vize-Europameister direkt für die WM qualifiziert.

Ob es auch in Russland zu Duellen mit den beiden europäischen Schwergewichten kommtn, steht natürlich noch in den Sternen. Eins aber steht für Sebastian Rudy, dem Torschützen des sehenswerten 1:0, schon jetzt fest: "Nach Russland fahren wir, um was zu reißen! Wir wollen den Titel dort erfolgreich verteidigen."