Löw: "Veränderungen plane ich auf jeden Fall"

Nach der mageren Vorstellung beim 2:1-Sieg in der Tschechischen Republik kündigte Joachim Löw für die Partie am Montag gegen Norwegen personelle Änderungen an: "Es wird auf jeden Fall zwei, drei Wechsel geben."

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Nach dem 2:1-Erfolg bei der Tschechischen Republik kann die deutsche Nationalmannschaft am Montag ab 20.45 Uhr mit einem Sieg gegen Norwegen das WM-Ticket buchen, sollte Nordirland nicht gegen Tschechien gewinnen.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – so könnte man den glücklichen und späten Sieg in Prag zusammenfassen. Der souveräne Tabellenführer der Gruppe C erspielte sich nur ganz wenige Chancen und hinterließ auch im Abwehrverhalten nicht den stabilsten Eindruck. Aber die drei Punkte sind unter Dach und Fach, und gegen Norwegen soll jetzt in Stuttgart der achte Sieg im achten Spiel der European Qualifiers eingefahren werden.

Für Sami Khedira, der gegen Tschechien aufgrund von Knieproblemen nicht auflaufen konnte, wird es eine Rückkehr in die alte Heimat, worauf sich der Mittelfeldspieler unheimlich freut: "Das ist ein besonderes Spiel, ich war seit 2010 nicht mehr im Stadion und hoffe, dass ich die Möglichkeit bekomme, mich an alter Wirkungsstätte sportlich zu beweisen. Es wird auf jeden Fall ein emotionales Spiel für mich."

Khedira ist nach einem halben Jahr Abstinenz wieder in die Nationalelf zurückgekehrt und fühlt sich pudelwohl – trotz oder gerade wegen der vielen neuen Gesichter. "Ich freue mich, nach März wieder im Kreis der Nationalelf zu sein. Ich kann es nur immer wieder betonen, es ist für mich eine große Freude und Ehre, wieder dabei zu sein. Es macht unheimlich viel Spaß, die neuen Spieler bringen Belebung rein."

Der kommende Gegner Norwegen kann sich die WM-Teilnahme so gut wie sicher schon abschminken: "Norwegen ist in dieser Gruppe sicherlich, wie auch Tschechien, hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben", sagte Bundestrainer Joachim Löw. "Ich glaube, dass mit dem neuen Trainer Lars Lagerbäck der Erfolg zurückkehren wird. Bei dieser Quali werden sie wohl keine Rolle mehr spielen können, aber die Zukunft sieht sicher besser aus."

In der Gegenwart wäre alles andere als drei Punkte für die DFB-Elf sicherlich eine große Überraschung, auch wenn das Tschechien-Spiel gezeigt hat, dass noch viel Luft nach oben ist. "Die Frage ist, was wollen wir, was haben wir für Aufgaben, was müssen wir besser machen als gegen Tschechien? Wenn wir das tun, was wir uns vornehmen, dann kommen wir zu Chancen und haben ein Übergewicht", erklärte Löw.

Zudem kündigte der Bundestrainer an, dass es gegenüber dem Spiel in Prag Veränderungen geben wird: "Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass Marc-André ter Stegen im Tor stehen wird. Julian Draxler plane ich auch ein, er hat im Training einen guten Eindruck gemacht. Sami Khedira hat individuell trainiert. Wir müssen bei ihm sehen, ob er voll belastbar ist. Es wird aber auf jeden Fall zwei, drei Wechsel geben."