Verlieren verboten: Schweizer Generalprobe gegen Ungarn

Die Schweiz will ihre makellose Bilanz in den European Qualifiers gegen Ungarn weiter ausbauen - und Selbstvertrauen tanken für das alles entscheidende Spiel in Portugal.

Vladimir Petković spricht im Training zu seiner Mannschaft
Vladimir Petković spricht im Training zu seiner Mannschaft ©AFP/Getty Images

Noch sind ein paar Karten zu haben für das letzte Heimspiel der Schweiz bei den European Qualifiers für die WM 2018. Es wird aber allgemein damit gerechnet, dass der St. Jakob-Park in Basel voll besetzt sein wird, wenn die Nati am Samstag um 20.45 Uhr die Ungarn am vorletzten Spieltag in Gruppe B empfängt.

Schließlich wollen die Eidgenossen ihrer Nationalmannschaft den Rücken stärken, damit diese so selbstbewusst wie möglich ins "Endspiel" der Qualifikation am Dienstag kommender Woche zu Europameister Portugal nach Lissabon reisen kann. Es geht also gegen die bereits ausgeschiedenen Magyaren darum, zumindest einen Punkt mitzunehmen, damit sich an der bislang perfekten Ausgangsposition auch nichts mehr ändert.

Nach acht Siegen aus acht Spielen gehen die Schweizer mit drei Punkten Vorsprung auf Cristiano Ronaldo und Co. in die beiden entscheidenden Partien. Sollten sie auch gegen Ungarn punkten, müsste Portugal am Dienstag die Schweiz schon schlagen, um sich noch als Gruppenerster direkt zu qualifizieren. Verliert die Schweiz aber, reicht den Portugiesen beim Showdown in ihrer Hauptstadt schon ein Unentschieden; natürlich unter der Prämisse, dass sie ihre Pflichtaufgabe zuvor am Samstag in Andorra erfolgreich meistern.

Der Schweizer Trainer Vladimir Petković will sich an diesen Rechenspielen jedoch erst gar nicht beteiligen. "Wir sind eine Mannschaft, die selbst versucht, das Spiel zu steuern und zu gewinnen", sagte der 57-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Spiel: "Wir haben unseren Stil, und unser Ziel ist es immer, drei Punkte zu holen."

Diese Aufgabe muss er ohne den verletzten Leistungsträger Valon Behrami angehen. Der Mittelfeldspieler wird zwar das Team im Hotel besuchen und es auf der Fahrt zum Stadion begleiten. Doch auf dem Feld werde der Mannschaft Behramis mentale Stärke fehlen. Daher forderte er von seinem gesamten Team, "110 Prozent" zu geben.