Stindl rettet schmeichelhaftes Remis

Lars Stindl hat in letzter Sekunde ein 2:2-Remis für Deutschland gerettet. Für die über weite Strecken stärkeren Franzosen traf Alexandre Lacazette doppelt.

Lars Stindl trifft tief in der Nachspielzeit zum 2:2
Lars Stindl trifft tief in der Nachspielzeit zum 2:2 ©Getty Images

Deutschland hat sich beim letzten Länderspiel des Jahres nicht mit Ruhm bekleckert. Gegen die wesentlich gefährlicheren Franzosen hatte die Mannschaft von Joachim Löw viele Probleme, doch in letzter Minute markierte der eingewechselte Lars Stindl den glücklichen 2:2-Ausgleich.

Spielbericht

Begünstigt durch den fehlenden Zugriff der deutschen Mannschaft hatte Frankreich in der Anfangsphase die besseren Szenen. Immer wieder leistete der Weltmeister nur Begleitschutz.

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Kevin Trapp parierte in der 19. Minute stark gegen Alexandre Lacazette und war auch in der 32. Minute bei der Möglichkeit von Kylian Mbappé auf der Höhe, 60 Sekunden später war er jedoch chancenlos. Anthony Martial tanzte Niklas Süle aus und legte quer für Lacazette, der zum 1:0 ins leere Tor einschieben durfte.

Von der DFB-Elf kam im ersten Durchgang offensiv viel zu wenig, aber nach der Pause war etwas mehr Zug im Spiel nach vorne. In der 56. Minute schickte Mesut Özil bei einem Konter Timo Werner auf die Reise und schon stand es 1:1.

In der 70. Minute scheiterte Toni Kroos mit einem sehenswerten Freistoß an der Latte, im Gegenzug war die Abwehr mal wieder unsortiert und Lacazette konnte nach Zuspiel von Mbappé seinen Doppelpack schnüren. Kurz vor Schluss hätte Martial auf 3:1 erhöhen müssen, stattdessen traf Stindl mit dem letzten Angriff zum 2:2.

Das fiel auf

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Deutschlands Positionsspiel bei Ballbesitz wirkte in der ersten Halbzeit etwas konfus. Schlich sich bei Pässen ein Fehler ein, nutzte Frankreich die Räume gut aus und kam immer wieder zu vielversprechenden Angriffen.

Emre Can und Marvin Plattenhardt interpretierten ihre Rollen als Außenverteidiger sehr offensiv, was sich aber selten positiv auf das Angriffsspiel auswirkte. Es war ein Experiment von Joachim Löw, der mehr Mut zum Risiko eingefordert hatte. 

Der Bundestrainer wechselte in der zweiten Halbzeit munter durch und so konnte Mario Götze nach fast einjähriger Abwesenheit sein Comeback in der Nationalelf feiern. Seine beste Aktion hatte er mit dem letzten Angriff, als er nach gutem Zuspiel von Özil den 2:2-Endstand von Stindl vorbereitete.

Deutschland verhinderte eine erneute Niederlage gegen Frankreich wie im Halbfinale der UEFA EURO 2016 und ist jetzt 21 Spiele in Folge ungeschlagen.