Foda übernimmt als ÖFB-Nationaltrainer

Der 51-Jährige wurde im Anschluss an die ÖFB-Präsidiumssitzung vorgestellt. Vorläufig übt er den Job noch gleichzeitig mit seinem alten aus.

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Franco Foda ist der neue Trainer des österreichischen Nationalteams. Die Entscheidung wurde den Medien im Anschluss an die ÖFB-Präsidiumssitzung mitgeteilt.

"Es ist eine Entscheidung, die nicht nur rational fällt. Am Schluss habe ich im Zusammenhang aller Argumente festgestellt, dass Franco Foda der beste Kandidat für die nächsten Jahre ist", meinte ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Auch Peter Schöttel ist mit der Wahl hochzufrieden: "Die Entscheidung ist einstimmig getroffen worden, was mich sehr freut." Dem Sportdirektor imponiert die Herangehensweise des 51-Jährigen: "Er ist konsequent, er ist beinhart in seinem Weg. Nicht umsonst steht Sturm Graz an der Tabellenspitze."

Den Steirern bleibt er auch noch ein bisschen erhalten. Es wurde vereinbart, dass der seine bisherige Tätigkeit bis Jahresende auch Parallel zu seinem neuen Job ausüben wird. Beim ÖFB gilt der Vertrag dann bis Ende 2019. Falls sich Österreich für die EURO 2020 qualifiziert, wird der Kontrakt automatisch bis Turnierende verlängert.

In Österreich ist der gebürtige Mainzer natürlich kein Unbekannter. Schon als Spieler kam er in die Alpenrepublik. Zwischen 1997 und 2001 verbrachte der zweimalige deutschen Nationalspieler seinen Karriereherbst bei Sturm Graz. Insgesamt drei Mal übernahm er dann bei den Steirern auch das Traineramt.

Die erste Amtszeit hatte er in der Saison 2002/2003. Während seiner zweiten Periode von 2006 bis 2012 feierte auch mit einem Meistertitel und Cupsieg seine größten Erfolge. Nach einem kurzen Intermezzo beim 1. FC Kaiserslautern kehrte er im Herbst 2014 zu Sturm zurück und übergibt die Mannschaft nun als Tabellenführer.

Foda tritt die Nachfolge von Marcel Koller an. Der Schweizer war sechs Jahre lang ÖFB-Trainer, nach der verpassten WM-Qualifikation wurde sein Vertrag nun aber nicht mehr verlängert.

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