Österreich will Schock verdauen

Der Traum von der WM 2018 ist ausgeträumt. Gegen Georgien will sich die ÖFB-Elf zumindest teilweise rehabilitieren. Ist es das letzte Spiel unter Marcel Koller?

Marcel Koller konnte zuletzt keine Erfolge feiern
Marcel Koller konnte zuletzt keine Erfolge feiern ©AFP/Getty Images

Das österreichische Nationalteam trifft am Dienstag in der WM-Qualifikation auf Georgien. Dabei geht es für die Elf von Marcel Koller vor allem um Schadensbegrenzung, schließlich ist der Zug zur Endrunde nach der 0:1-Niederlage in Wales so gut wie abgefahren.

"Wir haben uns in Cardiff viel vorgenommen und alles investiert, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir haben mittels Video-Analyse das Spiel aufgearbeitet und konzentrieren uns jetzt auf das schwere Spiel am Dienstag. Georgien hat sich in den vergangenen Spielen sehr gut verkauft und wir werden alles geben, um als Sieger vom Platz zu gehen. Das ist extrem wichtig für uns und ganz Fußball-Österreich", weiß Stefan Ilsanker.

Auch sein Trainer will die Niederlage unbedingt mit einem vollen Erfolg verdauen: "Die Spieler müssen gegen Georgien alles abrufen und absolut fokussiert sein. Georgien verfügt über technisch sehr gute Spieler und hat sich im vergangenen Jahr sehr weiterentwickelt - das hat das Team am Samstag beim 1:1 gegen Irland bewiesen. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wenn wir das Gefühl haben, wir können locker in das Spiel gehen, wird das nicht funktionieren."

Der Schweizer muss im Ernst-Happel-Stadion auf Sebastian Prödl und Marcel Sabitzer verzichten. Den Innenverteidiger plagt eine Muskelverletzung im Oberschenkel, der Offensiv-Allrounder erlitt einen Bluterguss in der Wade.

Statt ihnen rückte ein Debütanten-Duo nach. Philipp Lienhart, Kapitän der U21 und Neuzugang beim SC Freiburg, sowie Flügelspieler Max Sax von Admira Wacker stehen erstmals im Kader.

Es ist nicht auszuschließen, dass es das letzte Spiel von Marcel Koller sein könnte. In den nächsten Tagen will er sich mit der ÖFB-Spitze zusammensetzen.

"Es wäre zu früh, nun darüber zu sprechen. Es stimmt, mein Vertrag läuft im November nach dem Ende der WM-Qualifikation aus. Aber ich weiß jetzt noch nicht, was die Gespräche bringen werden", meinte der Schweizer nach der Pleite in Wales.