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Schweiz will ins Finale stürmen

Mittwoch, 22. Juli 2009
von Markus Juchem
Die Schweizer Kapitänin Danique Stein (li.) im Duell mit der Französin Pauline CrammerDie Schweizer Kapitänin Danique Stein (li.) im Duell mit der Französin Pauline Crammer (©sportsfile)

Den Startplatz bei der FIFA-U20-WM 2010 in Deutschland hat die Schweiz bereits in der Tasche, doch im Halbfinale der U19-Europameisterschaft gegen England will man heute den nächsten Coup landen.

Großer Erfolg
Bereits die Halbfinalteilnahme ist ein Riesenerfolg, denn noch nie zuvor war dies einer Frauenfußball-Auswahl des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) gelungen. Die überzeugenden Leistungen der Vorrunde haben beim Team von Trainer Yannick Schwery den Appetit erst richtig geweckt. Da konnte man es auch verschmerzen, im abschließenden Gruppenspiel gegen Frankreich mit 0:2 den Kürzeren zu ziehen, nachdem man zuvor gegen Belarus beim 4:1 und vor allem beim 3:0 gegen Deutschland mit attraktivem Offensivfußball die Zuschauer begeisterte.

Gestärktes Selbstbewusstsein
"Die Spielerinnen hatten bereits zwei Spiele in den Beinen, vielleicht haben wir deshalb nicht zu unserer Bestform gefunden", so die Schweizer Topstürmerin Ramona Bachmann über die Niederlage zum Abschluss der Gruppenphase. Doch sie verspricht, dass die Elf gegen England wieder auf den Punkt topfit sein wird: "Sie sollten sich warm anziehen - wir kommen!" Und Spielführerin Danique Stein bringt das kollektive Selbstbewusstsein auf den Punkt: "Wir sind überzeugt, dass wir gegen England den Finaleinzug erreichen, denn wer Deutschland besiegt, braucht niemanden zu fürchten."

Geballte Offensivpower
Mit ihrer Sturmpartnerin Ana Crnogorcevic bildet Bachmann ein durchschlagskräftiges Angriffsduo. "Ana und ich sind auch außerhalb des Platzes Freundinnen, das hilft wahrscheinlich bei der Verständigung", so Bachmann, die ihre zu Beginn des Turniers zugezogene Rückenverletzung überwunden hat. Bachmann, Stein und auch Chantal Fimian werden gegen England allerdings ein wenig vorsichtig zu Werke gehen müssen, denn alle drei Spielerinnen – genauso wie Kerys Harrop, Jade Moore und Jordan Nobbs auf englischer Seite - sind mit einer Gelben Karte vorbelastet und würden bei einer weiteren Verwarnung das Finale verpassen.

Gereiftes England
Gegner England will zeigen, dass man aus den Enttäuschungen des vergangenen Jahres bei FIFA-U17- und U20-Weltmeisterschaft die richtigen Lehren gezogen hat. Englands Trainerin Mo Marley erklärt: "Wir waren in der Vergangenheit ein bisschen naiv. Die Spielerinnen sind jetzt ein bisschen klüger und ruhiger unter Druck, das zeichnet große Teams aus." In der Vorrunde stellte das Team seine Stärke bei den Siegen gegen Schweden (3:0) und Island (4:0) eindrucksvoll unter Beweis, hinzu kam ein Remis gegen Norwegen (0:0). "Wir sind nur schwer zu schlagen", so Marley über ihr Team, das in Belarus noch ohne Gegentreffer ist. Jetzt wollen die Spielerinnen zeigen, dass man nicht nur in der Gruppenphase, sondern auch in einem K.-o.-Spiel glänzen kann.

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U19-EM für Frauen