Geschichte
Montag, 28. Juli 2008
Sweden v England - UEFA European Womens' Under-19 Championship Final (©sportsfile)Wie in der Klasse der A-Nationalmannschaften der Frauen, ist auch bei den UEFA-U19-Europameisterschaften für Frauen Deutschland die Nation, die es zu schlagen gilt. Sie schafften in den Jahren 2000 bis 2002 einen Titel-Hattrick und wurden daraufhin 2006 in der Schweiz und anschließend 2007 in Island zum vierten und fünften Mal Europameister. Eine außergewöhnliche Bilanz, denn kein anderes Land konnten diesen Wettbewerb bisher mehr als einmal gewinnen.
Dänische Ehre
Deutschland kam beim ersten Turnier 1997/98, welches noch als U18-Turnier ausgetragen wurde, nicht über das Halbfinale, wo es am späteren Sieger Dänemark scheiterte. Auch in der kommenden Saison blieb die Trophäe in Skandinavien, genauer in Schweden, bevor die deutsche Elf einen Vorgeschmack auf das gab, was in den kommenden Jahren folgen sollte, als sie hintereinander gegen Spanien und Norwegen den Titel holte. Zur Saison 2001/02 wurde das Format dann auf U19 gewechselt, was Deutschland nicht davon abhielt sich nach einem 3:1-Finalsieg gegen Frankreich im Finale in Helsingborg erneut den Titel zu sichern.
Frankreich erfolgreich
Damit war Frankreich schon zum zweiten Mal geschlagen worden, nachdem sie auch beim ersten Turnier unterlegen waren, aber beim dritten Mal – 2003 – machten sie es besser. Gastgeber Deutschland schied schon nach der Gruppenphase aus und öffnete den Französinnen dadurch den Weg zum Titelgewinn, der durch das 2:0 im Finale gegen Leipzig Realität wurde. Doch die Rückkehr der deutschen Mannschaft war beeindruckend. Im Folgejahr erzielten sie 23 Tore, unter anderem sieben beim 7:0-Sieg gegen Spanien im letzten Gruppenspiel. Aber im Finale sah alles ganz anders aus. Spanien besiegte die DFB-Elf völlig überraschend vor 2.600 Zuschauern mit 2:1 und sicherte sich den Titel.
Russland siegt
Spanien verpasste im kommenden Jahr die Qualifikation für das Turnier in Ungarn 2005 und Frankreich, der Kontrahent der Qualifikation, erreichte das Finale gegen Russland. Bis sechs Minuten vor Schluss führten die Russinnen mit 2:1. Doch dann retteten sich die Französinnen in die Verlängerung. Russland siegte schließlich nach Elfmeterschießen doch noch mit 6:5. Elena Danilova war mit neun Toren der Star des Turniers.
Deutschland dominant
Danilova war auch die führende in der Torjägerliste 2005/06, nachdem sie sieben Mal in den K.-o.-Runden und 17 Mal insgesamt getroffen hatte. Hier verlor Russland mit 0:4 im Halbfinale Deutschland, bevor die Mannschaft von Maren Meinert durch ein 3:0 im Finale gegen Frankreich den vierten Turniersieg feierte. Bei Zwillingsschwestern Isabel und Monique Kerschowski trafen dabei beide in beiden Spielen. Die zwei waren auch 2007 in Island von der Partie und Monique erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:0-Finalsieg nach Nachspielzeit gegen England. In der darauffolgenden Saison verlor die deutsche Mannschaft im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Norwegen, die anschließend das Finale in Frankreich mit 0:1 gegen Italien verloren, als Alice Parisi in der 71. Minute einen Elfmeter verwandelte.
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