Geschichte

Freitag, 1. Juni 2007
-

SchickenDruckversionDigg!Diggdel.icio.usSpeichern

Deutschland gewann die letzte Ausgabe der U19-Europameisterschaft für FrauenDeutschland gewann die letzte Ausgabe der U19-Europameisterschaft für Frauen (©Keystone)Fotos/WallpapersFotos/Wallpapers »

Die UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen ist jetzt zehn Jahre alt und sollte das deutsche Nationalteam seinen Titel erfolgreich verteidigen, dann hätten die Juniorinnen aus Deutschland genau die Hälfte der U19-Trophäen gewonnen. Sie schafften in den Jahren 2000 bis 2002 einen Titel-Hattrick und wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz zum vierten Mal Europameister. Eine außergewöhnliche Bilanz, denn kein anderes Land konnten diesen Wettbewerb bisher mehr als einmal gewinnen.

Titel-Hattrick
Dänemark gewann das erste Turnier, Schweden 1999 das zweite. In den Jahren 2000 und 2001 ging der Titel jeweils an Deutschland. Im Endspiel 2000 gewannen die deutschen Juniorinnen in Frankreich gegen Spanien mit 4:2. Im Jahr darauf schlugen sie Gastgeber Norwegen im Juli 2001 mit 3:2. Das Turnier 2001/02 wurde dann zu einer U19-Meisterschaft, nachdem vorher die Altersbeschränkung gelockert wurde. Und erneut waren es die deutschen Juniorinnen, die am 12. Mai im Olympiastadion von Helsingborg die Europameisterschaft 2002 für sich entschieden und somit den Titel-Hattrick schafften. Zunächst bezwangen sie im Halbfinale England nach hartem Kampf mit 1:0. Im Finale warteten die Französinnen, die mit dem gleichen Ergebnis Dänemark in der Vorschlussrunde ausgeschaltet hatten. Deutschland lag zunächst zurück, siegte aber am Ende mit 3:1.

Triumph für Frankreich
Nach den Finalniederlagen von 1998 und 2002 konnten die Französinnen 2003 endlich die Trophäe gewinnen. Diesmal nahmen 37 Nationen teil und acht davon qualifizierten sich wieder für die Endrunde in Deutschland. Die Gastgeberinnen mussten die Titelverteidigung nach Niederlagen gegen Italien und Schweden schon während der Gruppenphase abschreiben. Da half auch ein 6:0-Sieg im letzten Spiel gegen England nichts mehr. England hatte sich bereits für das Halbfinale qualifiziert. Die Vorrunde überstanden auch die Schwedinnen, die die Italienerinnen in einem kuriosen Entscheidungselfmeterschießen bezwangen. Zuvor hatten beide die Vorrundengruppe mit identischem Punkt- und Torverhältnis abgeschlossen. Beide Semifinalisten verloren jedoch ihre Halbfinalspiele. England unterlag Frankreich mit 0:2, und Schweden zog gegen Norwegen - ausgerechnet nach Elfmeterschießen - den Kürzeren. Im Finale von Leipzig gewann Frankreich gegen Norwegen mit 2:0.

Spanien schockt Deutschland
Für die EM 2003/04 meldeten bereits 39 Teams. Finnland richtete die Endrunde aus. Auf dem Weg zum Endspiel schossen die Deutschen 23 Tore. So viele sind in einem UEFA-Finalturnier von einer Mannschaft noch nie geschossen worden. Im Halbfinale besiegten sie Russland mit 8:0. Sogar gegen den Endspielgegner Spanien gab es ein 7:0-Erfolg; allerdings in der Gruppenphase. Beim Finale in Vantaa wendete sich dann das Blatt. Spanien gewann vor der Turnier-Rekordkulisse von 2600 Zuschauern völlig überraschend mit 2:1.

Russischer Erfolg
Spanien konnte sich nicht für die diesjährige Endrunde in Ungarn qualifizieren und verpasste somit auch die Titelverteidigung. Frankreich, das Spanien in der Qualifikation ausschaltete, erreichte das Endspiel gegen Russland. Bis sechs Minuten vor Schluss führten die Russinnen mit 2:1. Doch dann retteten sich die Französinnen in die Verlängerung. Russland siegte schließlich nach Elfmeterschießen doch noch mit 6:5. Elena Danilova war mit neun Toren der Star des Turniers.

©uefa.com 1998-2007. Alle Rechte vorbehalten.

Vergangene Spielzeiten / Gewinner

U19-EM für Frauen