Stange träumt weiter vom Erfolg
Dienstag, 27. Oktober 2009Bernd Stanges erklärtes Ziel war es, sich mit Belarus für die FIFA-WM 2010 zu qualifizieren. Doch am Ende belegte der deutsche Trainer in der Gruppe 6 mit 13 Punkten aus zehn Spielen nur den vierten Platz, und das auch nur dank der jeweils zwei Siege gegen Kasachstan und Andorra.
Positives
Stanges Vertrag läuft am 30. November aus und es ist unklar, ob der Verband seinen Kontrakt verlängern wird. Fünf Niederlagen aus den sechs Spielen gegen England, die Ukraine und Kroatien werfen kein gutes Licht auf die Arbeit des gebürtigen Sachsen, doch Stange selbst sieht auch viel Positives in seiner Arbeit: Workshops und Wohltätigkeitsveranstaltungen seien perfekt organisiert worden; Spieler aus der heimischen Vysshaya-Liga hätten bessere Chancen in der Nationalmannschaft bekommen und die U21-Nationalmannschaft von Belarus habe sich letzten Sommer für die UEFA-U21-Europameisterschaft qualifiziert und beweise damit die gute Nachwuchsarbeit des Verbandes, von der bald auch die A-Nationalmannschaft profitieren werde.
"Träumen weiter"
"Wir wollten mehr erreichen", gesteht Stange ein. "Wir haben 25 bis 30 Spieler in unserem Kader, zu denen kann ich doch nicht sagen 'Jungs, wir wollen Vierter werden'. Wir wollten eine Duftmarke setzen. Aber es war eine sehr schwere Gruppe mit der Ukraine, Kroatien und vor allem England. Wir sollten realistisch bleiben und eingestehen, dass sie auf einem anderen Niveau spielen als wir. Aber wir dürfen nicht aufhören zu träumen, dass wir eines Tages große Erfolge feiern werden. Leider ist Belarus ein kleines Land, in dem es nicht genügend Topspieler gibt. Fünf der Spieler, die gegen England aufgelaufen sind, stammen aus unserer nationalen Liga. Für Fabio Capello ist es dagegen kein Problem, zwei oder drei Weltklassespieler von der Bank zu bringen. Ich habe mich über das Ergebnis geärgert, mich aber nicht geschämt."
"Unter Wert"
Der große Star der Mannschaft, VfB Stuttgarts Mittelfeldspieler Hleb, gestand ein, nicht das Optimum erreicht zu haben. "Leider konnte ich meiner Mannschaft aufgrund von Verletzungen nicht so helfen, wie ich das gerne getan hätte, dennoch denke ich, dass wir uns unter Wert verkauft haben", meinte Hleb. "Wir hätten Zweiter werden und die Play-offs erreichen können. Wir sind nicht schlechter als die Ukraine. Wir hätten in der Ukraine zumindest einen Punkt erreichen müssen, in Minsk hätten wir sogar gewinnen können und auch die drei Punkte in Zagreb waren in Reichweite. Aber manchmal hat uns auch das Glück gefehlt. Jetzt müssen wir die notwendigen Konsequenzen ziehen und künftig noch härter arbeiten."
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