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Qualifikationsrunde - 14. Oktober 2009 20:00 (MEZ) (20:00 Ortszeit) - St. Jakob-Park - Basel - Schweiz
SwitzerlandIsrael
Schweiz0 - 0
Israel

Hitzfelds Schweizer im Freudentaumel

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Spielanalyse
Die Schweizer sind aus dem HäuschenDie Schweizer sind aus dem Häuschen (©Getty Images)

Die Schweiz holte gegen Israel den letzten Punkt, den sie noch benötigte, und qualifizierte sich so auf direktem Weg für die FIFA-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Eidgenossen hatten noch einmal nervenaufreibende 90 Minuten zu überstehen, ehe sie sich mit den 38 500 Fans in Basel über den fantastischen Erfolg freuen konnten.

Last fällt von Hitzfeld ab
Die Anspannung in der ganzen Schweiz war riesig. Nicht nur bei den zahlreichen Fans, den zum Teil noch jungen Spielern oder der umstrittenen Verbandsführung, sondern auch beim erfahrenen Trainer Ottmar Hitzfeld. Als der Schlusspfiff ertönte, schien eine unglaubliche Last vom deutschen Erfolgstrainer abgefallen zu sein. Der sonst so ruhige Lörracher ließ seiner Freude freien Lauf: Der 60-Jährige schrie seine Freude heraus und umarmte jeden, der ihm über den Weg lief. Nach dem Spiel gab er dann zu, "doch sehr angespannt" gewesen zu sein, "schließlich kann ja immer etwas passieren".

"Traum geht in Erfüllung"
Er war vor dem Spiel ja auch ein beachtliches Risiko eingegangen, als er die nach eigenem Bekunden wieder fitten Alexander Frei und Benjamin Huggel auf die Bank beorderte. Doch seine Mannschaft bot auch ohne die beiden Leistungsträger eine solide, kämpferisch einwandfreie Leistung. "Mit diesem Erfolg geht für mich natürlich ein Traum in Erfüllung, er bedeutet mir unheimlich viel", so Hitzfeld. Schließlich sei ja nach dem verpatzten Start mit der Heimniederlage gegen Luxemburg "nicht mehr unbedingt" mit einer Qualifikation zu rechnen gewesen. "Aber jetzt zur WM zu fahren und bei den Großen dabei zu sein, sie vielleicht sogar zu ärgern, ist fantastisch", freute sich der ehemalige Trainer des FC Bayern München.

"Moral" und "Teamgeist"
Auch für Christoph Spycher, der anstelle von Frei die Kapitänsbinde trug, ist die Qualifikation "eine tolle Sache". Man habe jedoch lange zittern müssen, denn: "Je länger man kein Tor schießt, desto unruhiger wird man", meinte der Spielführer von Eintracht Frankfurt. Dass sein Team zum vierten Mal in Folge an einem großen Turnier teilnimmt, sei nicht selbstverständlich, aber auf die "tolle Moral" und den "tollen Teamgeist" zurückzuführen. Diego Benaglio, der von einer Magen-Darm-Grippe noch stark geschwächt war, sah die Partie von der Tribüne aus, wo er "schwer gelitten" habe. Seine Teamkollegen hätten die Partie aber "recht gut kontrolliert", weshalb das Erreichen der Endrunde "doch verdient" sei. Auch der Torwart des VfL Wolfsburg lobte den Teamgeist seiner Kollegen, der es überhaupt möglich gemacht hätte, sich nach einem schwachen Start in die Qualifikation noch für Südafrika zu qualifizieren.

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