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Qualifikationsrunde - 14. Oktober 2009 21:00 (MEZ) (21:00 Ortszeit) - Stade de France - Paris - Frankreich
FranceAustria
Frankreich3 - 1
Österreich
Benzema 18, Henry 26(elf), Gignac 66 Janko 49

Alaba schreibt Geschichte

Donnerstag, 15. Oktober 2009
Spielanalyse von Florian Tietze aus Wien
David Alaba hat mit gerade 17 Jahren österreichische Fußballgeschichte geschriebenDavid Alaba hat mit gerade 17 Jahren österreichische Fußballgeschichte geschrieben (©Getty Images)

Die Spieluhr der Partie Frankreich gegen Österreich zeigt Minute 80, als sich Österreichs Teamchef Dietmar Constantini für seinen dritten Wechsel entscheidet. Christian Fuchs muss raus, für den Linksverteidiger kommt David Alaba ins Spiel.

Jüngster Teamspieler aller Zeiten
Durch seine Einwechslung wurde der Mittelfeldspieler im Alter von 17 Jahren, 3 Monaten und 20 Tagen zum jüngsten Teamspieler aller Zeiten. Alaba löste den bisherigen Rekordhalter Hans Buzek ab, der im Jahr 1955 mit 17 Jahren, 5 Monaten und 8 Tagen im ÖFB-Team gegen das damalige Jugoslawien debütieren durfte.

Traum geht in Erfüllung
"Es ist eine sehr große Ehre, der jüngste Teamspieler zu sein. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich eingewechselt worden bin. Es war sicher das eindrucksvollste Erlebnis in meiner bisherigen Karriere", meinte das Supertalent unmittelbar nach dem Spiel im ausverkaufen Stade de France. Für den in Wien geborenen Sohn einer Philippinin und eines Nigerianers ging ein Traum in Erfüllung. Wie Alaba beteuerte, habe er "schon als kleiner Junge vom Nationalteam geträumt."

Aufstieg im Schnelldurchlauf
Im Sommer 2008 entschied sich der Mittelfeldspieler dazu, seine Zelte im Nachwuchs von FK Austria Wien abzubrechen und zum FC Bayern München zu wechseln. Ursprünglich für die U17-Auswahl der Münchner geholt, konnte sich Alaba schnell in der U19 etablieren. Doch auch dort blieb Alaba, der in sämtliche Nachwuchs-Mannschaften des österreichischen Fußballbundes berufen wurde, nicht lange. Unter Trainer Mehmet Scholl erarbeitete sich der Ausnahmespieler in der aktuellen Saison einen Stammplatz bei den Amateuren in der 3. Liga.

Lob von allen Seiten
Die Vorschusslorbeeren nehmen enorme Ausmaße an. Österreichs U21-Teamchef Andreas Herzog sprach von einem "Juwel". "Alaba ist eine Augenweide, ein Genuss. Er ist für sein Alter unglaublich weit, macht keine Fehler, spielt ohne Schnickschnack", meinte Hermann Gerland, ehemals Trainer der zweiten Bayern-Mannschaft, heute Assistent von Chefcoach Louis van Gaal. Auch Bayerns Nachwuchsleiter Werner Kern zeigte sich begeistert: "Wir glauben, dass er sehr weit kommen wird."

Richtige Einstellung
Die Gefahr, dass das viele Lob dem 17-Jährigen zu Kopf steigen könnte, ist laut Kern gering. "David hat diesen unbedingten Willen, sich zu verbessern und zu entwickeln. Er hat den Biss, den man haben muss, um im Haifischbecken Profifußball bestehen zu können." Bayern-Trainer Louis van Gaal soll jedenfalls bereits ein Auge auf Alaba geworfen haben.

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