Team-Guide der DFB-Elf

Donnerstag, 10. September 2009
von Markus Juchem aus Helsinki
Germany celebrateGermany celebrate (©Getty Images)

Deutschland hat bei der UEFA WOMEN'S EURO 2009™ das Finale erreicht und kann heute gegen England in Helsinki den fünften Titel in Folge holen. uefa.com stellt die Spielerinnen vor.

1 Nadine Angerer (Tor, 1. FFC Frankfurt, 30 Jahre)
Die deutsche Nummer Eins blieb beim FIFA-Weltpokal 2007, dem ersten Turnier als Nachfolgerin von Silke Rottenberg, ohne Gegentreffer. In Finnland zeigte sie in entscheidenden Momenten wichtige Paraden.

2 Kerstin Stegemann (Abwehr, FSV Gütersloh 2009, 31)
Die zweifache Weltmeisterin erholte sich erst kurz vor dem Turnier von einer Knieverletzung und verlor ihren Stammplatz an die junge Bianca Schmidt. Stegemann spielte im Turnier bisher nur 45 Minuten, die zweite Halbzeit gegen Island.

3 Saskia Bartusiak (Abwehr, 1. FFC Frankfurt, 27)
Übernahm im Halbfinale gegen Norwegen in der Innenverteidigung den Platz der verletzten Abwehrchefin Ariane Hingst und zeigte eine gute Leistung. Gegen England dürfte sie einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag erneut in der Startformation stehen.

4 Babett Peter (Abwehr, 1. FFC Turbine Potsdam, 21)
Die junge linke Außenverteidigerin war eine der Entdeckungen des Turniers. Sie kann bisher in allen fünf EM-Spielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz. Sie strotzt nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft vor Selbstvertrauen.

5 Annike Krahn (Abwehr, FCR 2001 Duisburg, 24)
Die Innenverteidigerin mutierte durch die Hingst-Verletzung zur Abwehrchefin und sie zeigte im Halbfinale, dass sie mit dieser Rolle keine Probleme hat. Die gewachsene Verantwortung tut ihr offenbar gut, manchmal erzielt sie sogar Tore, wie im Spiel gegen Frankreich.

6 Simone Laudehr (Mittelfeld, FCR 2001 Duisburg, 23)
Verletzte sich drei Wochen vor dem Turnier im Testspiel gegen Russland am Knie, kämpfte sich im Turnier langsam wieder heran und entschied als Einwechselspielerin das Halbfinale mit einem Tor und einer Torvorlage und wurde sogar Carlsberg Spielerin des Spiels.

7 Melanie Behringer (Angriff, FC Bayern München, 23)
Die einzige Nationalspielerin vom deutschen Vizemeister der Saison 2008/09 bewies ihren Wert, als sie die maßgerechte Flanke zum Ausgleich von Simone Laudehr im Halbfinale gab, in der ersten Halbzeit traf sie mit einer direkten Ecke die Latte. Die kraftvolle Spielerin ist auch stark bei Standards.

8 Inka Grings (Angriff, FCR 2001 Duisburg, 30)
Erst im Februar feierte sie nach dreieinhalbjähriger Unterbrechung ihr Comeback in der Nationalmannschaft. Erzielte bisher wie schon beim Turnier 2005 vier Treffer und führte damit die Torschützenliste an. Sie ist eine konstante Bedrohung für die gegnerischen Abwehrreihen.

9 Birgit Prinz (Angriff, 1. FFC Frankfurt, 31)
Gegen England wird sie im Finale ihr 198. Länderspiel bestreiten, ihren 123 Toren konnte sie im Turnierverlauf noch keine weiteren hinzufügen. Doch mit ihrer kraftvollen Spielweise ist sie weiterhin eine wichtige Spielerin im Team, die ihr Team gegen Norwegen in der zweiten Halbzeit zum Sieg führte.

10 Linda Bresonik (Angriff, FCR 2001 Duisburg, 25)
Die kreative Mittelfeldspielerin verletzte sich im Halbfinale kurz vor der Halbzeit am Sprunggelenk, doch sie wird mit einem Tape-Verband im Finale spielen können. Erzielte zwei Tore vom Elfmeterpunkt, darunter den wichtigen Führungstreffer im Gruppenspiel gegen Norwegen.

11 Anja Mittag (Angriff, 1. FFC Turbine Potsdam, 24)
Sie war in Finnland eine der wertvollen Einwechselspielerinnen, als sie zum EM-Auftakt gegen Norwegen binnen zehn Minuten ein Tor schoss und eines vorbereitete. Gegen Island stand sie in der Startformation.

12 Ursula Holl (Tor, FCR 2001 Duisburg, 27)
Die zweite Torhüterin hinter Nadine Angerer wird ab der Saison 2009/10 beim FCR 2001 Duisburg spielen. An Angerer gibt es derzeit kein Vorbeikommen, doch bei der WM 2011 im eigenen Land will sie die Nummer Eins sein.

13 Célia Okoyino da Mbabi (Angriff, SC 07 Bad Neuenahr, 21)
Fast zwei Jahre war sie durch einen Schienbeinbruch und das Pfeiffersche Drüsenfieber außer Gefecht gesetzt, doch mit ihrem Kopfballtreffer im Halbfinale gegen Norwegen machte sie Schlagzeilen. Die dynamische, unkonventionelle Stürmerin kann ganze Abwehrreihen beschäftigen.

14 Kim Kulig (Mittelfeld, Hamburger SV, 19)
Nur sieben Monate nach ihrem Debüt in der Nationalmannschaft kann sie im Finale gegen England den ersten großen Titel holen. Die Aufsteigerin im Team ist körperlich stark, gut im Zweikampf und bei Kopfbällen. Außer beim bedeutungslosen Spiel gegen Island stand sie stets in der Startformation.

15 Sonja Fuss (Abwehr, 1. FC Köln, 30)
Die UEFA-Frauenpokal-Siegern wechselt zur neuen Saison von Duisburg zum 1. FC Köln. Gegen Italien kam sie als Einwechselspielerin, gegen Island stand sie in der Anfangsformation, doch die Bundestrainerin scheint Saskia Bartusiak als Krahn-Partnerin in der Innenverteidigung zu bevorzugen.

16 Martina Müller (Angriff, VfL Wolfsburg, 29)
Die wuselige Stürmerin gilt im Team von Silvia Neid als einer der Joker. Gegen Island traf sie zwar nicht, wurde aber dennoch für ihre unermüdliche Spielweise zur Carlsberg Spielerin des Spiels gekürt. Sie ist immer eine Option, wenn die gegnerische Mannschaft müde wird.

17 Ariane Hingst (Abwehr, 1. FFC Frankfurt, 30)
Die erfahrene Innenverteidigerin verletzte sich im Viertelfinale gegen Italien ohne Fremdeinwirkung am Knie und kann im Turnier nicht mehr zum Einsatz kommen. Blieb aber in Finnland, um ihr Team zu unterstützen, muss aber nach dem Turnier operiert werden und eine längere Pause einlegen.

18 Kerstin Garefrekes (Mittelfeld, 1. FFC Frankfurt, 30)
Normalerweise am rechten Flügel im Einsatz agierte sie in der zweiten Halbzeit des Halbfinales gegen Norwegen überraschend als Rechtsverteidigerin. In Finnland ist sie noch auf der Suche nach der Bestform, ihre Erfahrung könnte im Finale aber ein Trumpf sein.

19 Fatmire Bajramaj (Angriff, 1. FFC Turbine Potsdam, 21)
Für Bundestrainerin Silvia Neid ist die Neu-Potsdamerin derzeit der perfekte Joker, auch wenn Bajramaj diese Rolle nicht besonders schmeckt. Erzielte als Einwechselspielerin drei Tore in den beiden Spielen gegen Norwegen, und könnte mit ihrem schwungvollen Spiel auch im Finale eine Option sein.

20 Jennifer Zietz (Mittelfeld, 1. FFC Turbine Potsdam, 25)
Die Spielerin von Meister Potsdam spielte im Verein eine überragende Saison, doch in Finnland hoffte sie bisher vergeblich auf einen Einsatz, so dass sie ihr gutes Auge und cleveres Passspiel im Turnier wohl nicht mehr zeigen kann.

21 Lisa Weiß (Tor, SG Essen-Schönebeck, 21)
Deutschlands dritte Torhüterin nach Angerer und Holl kam nach Finnland, um zu lernen. Sie ist zusammen mit Alisa Vetterlein eine der Hoffnungen für die Zukunft.

22 Bianca Schmidt (Abwehr, 1. FFC Turbine Potsdam, 19)
Wie Kulig gehört auch Schmidt zu den Aufsteigerinnen im Team. Die junge rechte Außenverteidigerin hat die erfahrene Kerstin Stegemann aus der Stammformation verdrängt. Spielt bisher ein gutes Turnier, im Halbfinale schien sie aber ein wenig nervös und wurde zur Pause ausgewechselt.

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