Experten voll des Lobes für U19-EM
Dienstag, 4. August 2009Die achte UEFA-U19-Europameisterschaft in der Ukraine lieferte hochklassige Unterhaltung. Die technischen Beobachter der UEFA, Zdeněk Sivek und Jarmo Matikainen, waren vor allem angetan vom hohen Niveau der Mannschaften und individuellen Leistungen.
Entwicklung der Spieler
"Die individuelle Technik der Spieler war außergewöhnlich", sagte Sivek gegenüber uefa.com. "Diese Technik in Verbindung mit Schnelligkeit und einem flüssigen Bewegungsablauf bietet den Fans genau das, was sie sehen wollen. Fußball ist nicht nur Sport, sondern auch Kunst. Viele Fans kommen in die Stadien, weil sie Fußball-Künstler sehen wollen." Matikainen war seinerseits besonders beeindruckt von der Entwicklung der Spieler. Er erklärte: "In diesem Bereich gibt es keinen Vergleich. Man konnte an den teilnehmenden Nationen sehen, dass die Entwicklung der Spieler auf einem guten Weg ist. Die Teilnahme an einem Turnier ist eine fantastische Gelegenheit für die Spieler. Sie messen sich mit den Besten und spielen auf einem sehr hohen Niveau; dadurch werden am Ende auch ihre eigenen Leistungen optimiert."
Körperliche Vorbereitung
Das hohe Fitness-Niveau ermöglichte es den Spielern, während den zwei Wochen trotz der hohen Temperaturen konstant Top-Leistungen zu bringen. Wie Sivek betonte, hatte die Vorbereitung der Teams entscheidende Auswirkungen auf ihr Abschneiden bei der Endrunde. "Ich hatte die Gelegenheit, mit den Trainern über ihre körperliche Vorbereitung auf dieses Turnier zu sprechen", sagte er. "Alle waren sich einig, dass es sehr wichtig war, genügend Zeit zur Vorbereitung zu haben. Die Ukraine hatte beispielsweise 19 Tage, die in zwei Phasen aufgeteilt waren, was sehr wertvoll für die Arbeit an der körperlichen Fitness war. Spanien hatte zwölf Tage, während Serbien drei Phasen mit jeweils drei Tagen sowie drei Freundschaftsspiele hatte. Wenn man die Gelegenheit bekommt, an einer EM-Endrunde teilzunehmen, muss man die Mannschaft in Sachen Kondition bestens vorbereiten und die Erholungszeit reduzieren. Mentale Vorbereitung ist während dieser Zeit ebenfalls sehr wichtig."
Tolle Unterhaltung
Gastgeber Ukraine blieb auf dem Weg zum Finalsieg am Sonntag zweimal ohne Gegentor - Gegner England ist das kein einziges Mal gelungen. Obwohl alle acht Mannschaften größtenteils ausgezeichnet verteidigten, sind für Matikainen trotzdem die offensiven Elemente besonders erwähnenswert. "Die Abwehrarbeit war teilweise großartig, aber ich glaube nicht, dass zu viel Wert darauf gelegt worden ist", sagte er. "Für die Trainer war das erste Spiel sehr wichtig, sie wollten, dass ihre Mannschaften in diesen Partien besonders vorsichtig waren. Dennoch, und ich habe alle Spiele gesehen, haben alle Teams nach vorne gespielt. Sie hatten verschiedene Ansätze und Pläne. Wahrscheinlich ist es gut, dieses Turnier mit der Endrunde im letzten Jahr zu vergleichen, damals lag das Hauptaugenmerk darauf, das erste und zweite Spiel nicht zu verlieren und anschließend im dritten Spiel alles auf eine Karte zu setzen. Jeder weiß, dass man angreifen muss, um zu gewinnen."
"Im Fußball geht es um Tore"
Sivek war der gleichen Meinung: "Wenn man im Bezug auf das Ergebnis erfolgreich sein will, braucht man eine kompakte Abwehr, aber im Fußball geht es um Tore. Man muss auch die offensiven Aktionen in einem Spiel berücksichtigen und Lösungen finden, wie man von Abwehr auf Angriff umschaltet. Ohne Tore ist Fußball ein sehr armer Sport. Im Halbfinale zwischen der Ukraine und Serbien hatten wir vier Tore; die Fans waren zufrieden und bedankten sich am Ende mit stehenden Ovationen. Genauso war es im Spiel England gegen Frankreich. Acht Tore in zwei Halbfinals ist fantastisch."
©uefa.com 1998-2009. Alle Rechte vorbehalten.















